Kalteis
Verfasst von monalisa50ff am 21. Januar 2009
„Tannöd“ war im Jahr 2006 die literarische Überraschung. Das 128-seitige Buch von Andrea Maria Schenkel verkaufte sich gut und erhielt den Deutschen Krimi Preis als bester Kriminalroman des Jahres. Weiterhin gab es den Friedrich-Glauser-Preis als bestes Debüt.
Auf Kalteis, den zweiten Roman, war ich sehr gespannt. Dann las und las ich und fühlte mich nicht wohl. Es wurden mehrere Opfer-Täter Geschichten erzählt und dies eher in dokumentarischer Form. Da Tannöd mit seinen 128 Seiten ganz eindrucksvoll war, auch aus sozialkritischer Sicht, las ich weiter und dachte mir:“ Du musst alles lesen, erst dann ist das Buch zu Ende.“ Das tat ich dann auch, aber ohne eine Belohnung zu erhalten. Ich hätte mir neben dem verrückten Triebtäter einen charismatischen Ermittler, Menschenfreund und Philosophen gewünscht, Frauen , die man nicht vergisst und – psychologischerseits- Vermutungen, warum dieser Serientäter das war, was er geworden ist. Dafür gab es akribisch recherchierte Protokollauszüge… Rezension