Monalisa 50ff Blog

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Archiv für die Kategorie ‘Books’

„Open“ Das Selbstprorträt von Andre Agassi

Verfasst von monalisa50ff am 21. November 2009

Über 3000000 Seiten findet man bei „Google„, wenn man “Andre Agassi“ eingibt, was für seine ungebrochene Popularität spricht. Im Oktober diesen Jahres erschien seine Autobiografie. Der Vertrieb wurde durch die Medien erheblich beeinflusst. Ich glaube nicht, dass ich dafür hier Werbung machen muss. Mich interssieren Agassis Gedanken und ich will in den Zeilen hier etwas dazu sagen: Was mich zum Buch führte waren die Schlagworte im Morgenmagazin des ZDF, wie…A. Agassi wurde vom Vater permanent gezwungen, Tennis zu spielen u.s.w….  Seit wenigen Tagen habe ich das Buch in der Hand. Von der ersten Zeile an fesselt mich diese Autobiografie. Andre Agassi beschreibt feinfühlig und genau Etappen seines Lebens. Er öffnet dem Leser die Tür zu seinen intimsten Gedanken. Es ist ihm ganz hoch anzurechnen, denn so versteht und lernt man mitzufühlen. Warum sollte man dieses Buch lesen? Weil es ein psychologisches Meisterwerk ist und Gegenwartsliteratur.  Man erfährt, was einen Menschen in dieser reichen schönen Welt kaputt macht und was ihn stark macht. Andre Agassi war ein Idol. In seinen erfolgreichen Wettkämpfen als Profitennisspieler hat er Menschen begeistert. Die Medien liebten  ihn – vielleicht weil sich die Berichte und Sendungen gut verkaufen ließen- was dazu führte, dass er vielen Menschen vertraut wurde, die weder Tennis spielten, noch Tennisturniere besuchten. Seine Heirat mit Steffi Graf, die ebenfalls zum Idol einer Leistungssportlerin und Großverdienerin ikonisiert wurde, tat das Übrige dazu. Jeder kennt diese Gesichter, aber nur wenige machen sich Gedanken, was Profisportler zu dem macht, was sie sind, was sie antreibt, wie es in diesen Menschen aussieht, was sie fühlen und denken. Andre Agassi lernt man in einer Weise kennen, die anrührt. Man spürt sein Bedürfnis, auszusagen über sich und die Mechanismen seines Lebens. Wenige Autobiografen versetzen sich in ihre Kindertage zurück, vielleicht, weil sie denken, dass die Kinderzeit in einem Leben unwichtig ist. A.Agassi sieht das anders. Ihm sind gut fokussierte Rückblicke gelungen und so verbündet man sich als Leser mit dem Kind und versteht den Erwachsenen. Ich mag dieses Buch und werde es ganz sicher weiter lesen und vielleicht noch ein paar Sätze dazu im Blog veröffentlichen.

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Amok im Kopf

Verfasst von monalisa50ff am 9. Oktober 2009

Auf dem Büchermarkt erscheint in diesen Tagen das Buch von Peter Langmann „Amok im Kopf“. Der Autor hat  Amokläufe, die von Schülern in den USA begangen wurden analysiert und Schlussfolgerungen zur Persönlichkeit der Täter abgeleitet. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch für Lehrer, Psychologen, Sozialpädagogen u.a. sehr aufschlussreich sein könnte. mehr    

Belitz GmbH, Julius, 334 Seiten, 19.95€

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Herta Müller erhält den Literaturnobelpreis 2009

Verfasst von monalisa50ff am 8. Oktober 2009

Wer kennt Herta Müller? Relativ überraschend, wurde der diesjährige Nobelpreis während der Preisverleihung in Stockholm an Herta Müller verliehen. Sie wurde bekannt durch Bücher, die Biografisches verarbeiten. Herta Müller lebte bis 1987 im Rumänien Ceaucescus. Dann zog sie nach Deutschland. Mit ihren Büchern schafft sie Erinnerungen an diese Heimat und sie gab auch Menschen eine Stimme, die als Deutschstämmige (Banater Schwaben) in Rumänien Repressalien ausgesetzt waren. Einige Titel: “Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“, „Die blassen Herren mit den Mokkatassen“, „Der Fuchs war damals schon der Jäger“ , „Heimat ist das, was gesprochen wird“, „Der König verneigt sich und tötet“ ,“Atemschaukel“(2009). Herzlichen Glückwunsch, Frau Müller! mehr 

 

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Stieg Larsson

Verfasst von monalisa50ff am 4. August 2009

Stieg Larsson wurde am 15.08.1954 geboren. Der Tod mit 50 Jahren kam unverhofft,  riss ihn aus dem Leben. Als er nach einem Mittagessen von der Kantine zum Büro ging, sank er zusammen, erlitt einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er am 09.11.2004 starb. Damals war er in Schweden und darüber hinaus auch international  als kritischer politischer Journalist bekannt, der in seinen Artikeln über die Denk- und Arbeitsweise  rechtsradikaler, antidemokratischer  Organisationen aufklärte.  Aus der Biografie lässt sich erlesen, dass er Journalismus als engagierte Arbeit gelebt hat und auf seine Weise die Welt besser, also gerechter machen wollte.Es war nicht absehbar, dass er ein berühmter Schriftsteller werden würde. Er liebte Krimis, rezensierte öfters welche, schrieb im Urlaub und in den Nächten Bücher, deren Geschichten heute Menschen weltweit lesen. Als er die ersten drei Romane an einen Verlag schickte, wusste er nicht, dass er die Früchte seiner Arbeit nicht ernten wird. Heute und in Zukunft verehren ihn die vielen Leser seiner Millenium Trilogie weltweit. Er konnte nicht mehr erleben, wie die Verfilmung des ersten Buches in Schweden Zuschauerrekorde brach. Und er kann nun nicht lesen, wie Menschen weltweilt in Blogs sich finden und über seine Romane reden. Mit Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist brachte er Charaktere auf die Welt, die uns, die Leser/innen anrühren. Wir mögen sie, fiebern mit ihnen, denken mit ihnen und hoffen mit ihnen. Wir lesen diese Bücher voller Spannung und Sympathie, warten nach unfreiwilligen Unterbrechungen auf den Moment, wo die Geschichte weitergelesen werden kann, hoffentlich noch viele Seiten hat und bedauern, dass irgendwann Schluss sein wird.

Die Milleniumtrilogie: Das unter dem Titel „Verblendung veröffentlichte erste Buch der Trilogie heißt im Schwedischen „Män son hatar kvinner“ übersetzt: Männer, die Frauen hassen. Diese spielen eine zentrale Rolle im Roman, aber glücklicherweise gibt es auch andere, liebenswertere Menschen.

 “Flickan som lekte med elden“, Das Mädchen, das mit dem Feuer spielt, wurde im Deutschen als „Verdammnis“ in die Buchläden gebracht.

Der dritte Band: „Luftslottet som sprängdes“ , Das Luftschloss, das gesprengt wurde, erschien als „Vergebung“ in deutscher Sprache.

Stieg Larsson lebte 25 Jahre mit seiner Lebensgefährtin Eva Gabrielsson. In seinem letzten Interview, im Oktober 2004 sagte er, dass er mit den Romanen seine Rentenversicherung erarbeiten wird. Mittlerweile haben seine Bücher gigantische Summen erwirtschaftet, die größtenteils der Vater und ein Bruder erben werden. Die Lebensgefährtin hat Pech, weil sie nicht verheiratet war. Schwedisches Recht benachteiligt Unverheiratete. Sie hat auch mit den Verwandten Pech. im Internet gibt es schon Spendenaktionen, um sie zu unterstützen. Sie will auch ein Buch veröffentlichen, was interessant wird, denn vielleicht kann man so noch etwas über Stieg Larsson erfahren. In einem Testament von 1977, das nach dem Tod gefunden wurde, begünstigte er im Falle seines Todes eine kommunistische Vereinigung in Schweden. Ich weiß leider nicht, ob der Film zu „Verblendung“ bereits im deutschen Fernsehen gezeigt wurde.

Fazit: Wenn jemand diese Seite liest, sich den Namen Stieg Larsson merkt, schnell das Sparschwein erleichtert,  im Buchladen  „Verblendung“, „Verdammnis“ ,“Vergebung“ kauft, oder diese aus der Bibliothek holt, sie liest, Freunden weiterempfiehlt und mir Kommentare zum Inhalt der Bücher schreibt,  hat sich die Blogarbeit gelohnt. Gute Unterhaltung!

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Die Asche meiner Mutter

Verfasst von monalisa50ff am 20. Juli 2009

Es hat mich damals betroffen gemacht, das Buch „Die Asche meiner Mutter“.  Der Autor beschreibt mit bitterem Humor, drastisch, naturbelassen, realistisch, wie er als Kind in Limerick, im lieblich schönen Irland gelebt hat.  Armut, Elend, Hunger, Verwahrlosung, Alkoholismus, Ungerechtigkeit, Darben, Krankheit, Spott und Misserfolge begleiteten seine frühen Kinderjahre.  Trotzdem gab es Gelächter in und zwischen den Zeilen und ein Happyend.

Frank Mc Court , der Autor des Bestsellers starb am 19.07.2009 im Alter von 78 Jahren. 66 Jahre alt war er, als ihm sein Roman  “Die Asche meiner Mutter “ eine finanzielle Unabhängigkeit einbrachte, von der er früher oft geträumt hat. In den Spiegelschlagzeilen kann man in einem gut recherchierten Artikel mehr erfahren.

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Was ist Liebe?

Verfasst von monalisa50ff am 3. Juli 2009

Richard David Precht bezeichnet in seinem Buch „Liebe“ dieses Phänomen als ein unordentliches Gefühl. Er sortiert die vorhandenen Quellen zum Thema, wiederspricht den meisten Autoren vehement und kommt zu einigen Schlussfolgerungen, die etwas anders klingen, als bisher Bekanntes. An einem Beispiel erläutert: Wissenschaftler behaupten in der jüngeren Vergangenheit nach einigen Studien mit Mäusen:Oxytocin-Rezeptoren fördern die Bindungsfähigkeit bei Männern.Bei Müttern fördert dieses Hormon die enge Bindung an das Kind. Im Körper des Menschen finden mehr Erregung, Zufriedenheit und Geborgebheit  statt, je höher derAusstoß des Stoffes ist. Precht meint aber: Das Hormon bewirkt aber nicht Liebe und Treue auf Dauer. Da spielen andere Faktoren eine Rolle.Der Mensch ist weniger chemisch, als allgemein angenommen. Es erübrigt sich, die Gene auf Treuecodes abzusuchen. Oxyt0cin hat mit Liebe soviel zu tun, wie Curry mit einem indischen Essen. Daraus ergibt sich allerdings einProblem. Wer das glaubt, kann nicht mehr alles Unleidliche auf die Hormone schieben, was zur Zeit weitverbreitet stattfindet. Was führt zur Liebe?

Emotionen, die so schnell kommen und gehen , dass man sie kaum halten kann, bieten auch nicht die Grundlage für Liebe. Vielleicht für Verliebtheit.  Wie beschreibt man dann die Liebe? Bei den Gefühlen nähert sich der Leser dem Schlüssel zu den Gedanken über die Liebe, die in diesem Buch verankert sind. Es ist  so, dass Menschen beständig fühlen. Sie sind sogar erstaunlich beständig, im Gefühl, das immer auf eine konkrete Erinnerung, Person, auf einen Geschmack u.s.w. bezogen ist. Ebenfalls beständig sind die Gedanken. Die Gedanken sind so beständig, dass sie langfristig auf das Verhalten in der Liebe wirken. „Gefühle sind der Klebstoff, der uns zusammenhält. Sie entscheiden darüber, was uns nahegeht“,sagt Precht. Liebende fühlen, dass sie das Gleiche meinen und sich verstehen. Gedanken erklären das, was wir fühlen, wünschen und wollen. Wir schaffen die Liebe selbst. Wenn wir Liebe schaffen, wie sieht dann die Bauanleitung aus, fragt der Autor. Wir haben als Kinder gebaut, im Sand , Flugzeuge aus Papier, Häuser aus Holzbausteinen, aber wie man Liebe baut, dafür gab es kein Spielzeug. …Dass Kultur die Fortsetzung der Biologie mit anderen Mitteln ist, erfährt der Leser, Kultur prägt Liebe, das lernt man bei Precht. Wenige sind mit Märchenprinzen oder Märchenprinzessinnen verheiratet. Viele finden ihre Langzeitpartner nicht wirklich toll.Ist das Liebe? Man arrangiert sich… Wenn wir aber den Willen haben, zu lieben. Precht schreibt: Die Psychologie der Willensfreiheit des Menschen inPunkto Liebe ist wenig erforscht. Was aber eine gesicherte Erkenntnis ist: Unser Bedürfnis und unsere Fähigkeit zu lieben, stammt aus unserer frühkindlichenPrägung und kindlichen Erfahrung. Die Rolle des Kindes in der Familie, Geschlechterrollen, Aufmerksamkeit die das Kind erhält u.s.w. sind Auslöser für die Art, wie das erwachsen gewordene Kind später liebt. …“Fast automatisch neigen wir dazu, unser ganz persönliches Familiendrama später zu inszenieren, Muster auszuleben.“ Dieses Wissen macht unruhig, denn Leser fragen sich, ob und wie sich ihr Familiendrama in der Ehe widerspiegelt.Welche Muster sie realisieren.  Nach Precht sind den Liebenden ihre Muster wichtiger, als das Glück. Wenn das wirklich so sein sollte, haben wir da nicht enorme Reserven, wir Menschen, wenn wir lernen würden Muster aufzulösen, zu entschlüsseln um glücklicher zu sein…. Menschen, die Farbe in unser Leben bringen könnten sind ungeeignet für lange Partnerschaften, weil sie das Muster nicht realisieren, das uns vertraut ist und  die, welche es mit uns ausleben, verblassen mit den Jahren des Zusammenlebens zu einem netten Grau. Es gibt viele, die viel Farbe in die Beziehung bringen, aber auch viele die Langeweile und Entfremdung erleben. Liebende verlangen heute: Versteh mich und mach mein Leben interessant, sagt Precht , dem widersprach Erich Fromm mit den Worten: „Der Liebende will nichts haben, er respektiert, was ist, und er gibt, statt zu raffen“ Erich Fromm beeindruckt R.D.Precht nicht. Dieser lehnt ab und sagt, warum soll man nichts haben wollen, wenn man liebt? Will nicht jeder Mensch etwas haben und sei es nur seine Ruhe …? Der Streit der Ideen macht das Buch interssannt und lesenswert, auch wenn man beim Lesen das respektlose Gegenargumentieren nicht immer teilt, weil mit jedem neuen Argument ein weiterer Gedanke oder eine Frage entsteht. Wer gerne Philosophisches liest, sollte zugreifen. Richard David Precht ist ein begabter Autor, ein intelligenter Schreiber, der die News wissenschaftlicher Erkennntnisse meisterhaft verarbeitet.  Ein Freund meines Sohnes heiratet morgen. In die Glückwunschkarte habe ich ein Zitat aus „Liebe – ein unordentlichesGefühl“ geschrieben. Vielleicht macht es die jungen Liebenden klüger. R.D.Precht (Wikipedia)

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Engelsflügel

Verfasst von monalisa50ff am 15. Juni 2009

Tiffany Baker  schrieb „Engelsflügel“ als erstes Buch. Ihre Dankbarkeit um das Buch herum  galt auch dem Verleger, der ihr und diesem Erstlingswerk vertraute. Der Roman ist bei btb im Taschenbuchformat 2009 erschienen. Er kostet 9.00 €. Im Mittelpunkt steht ein Kind, ein Mädchen, das zu einer Frau heranwächst,  die sich immer als äußerst groß, unförmig und hässlich erlebt. Sie lebt neben  einer wunderschönen Schwester. Am Anfang dachte ich, es wird ein Drama zwischen einer Hässlichen und der Schönen. Dann schien es so, als würde eine große Liebe zwischen zwei völlig ungleichen, außergewöhnlichen  Menschen erzählt. Dann scheint es aber so, als würde sich die Heldin für den Rest des Romans mit ihrem Arbeitgeber duellieren. In den letzten Kapiteln  denkt man, dass der Roman die Geschichte einer Wunderheilerin erzählt. Es gibt verschiedene Geschichten in der Geschichte, die  meist  von Menschen und ihren Beziehungen erzählen. Die Autorin  behandelt die Geschichten  wie  Menschen das  Brot, wenn sie keine Brotmaschine besitzen und zum Messer  greifen. Sie wechselt die Handlungen  so  zügig, dass es nie langweilig wird, denn es passiert immer wieder etwas, womit man nicht rechnet. Es gibt sehr gut beschriebene  Szenen, die  zu lesen, es sich gelohnt hat. Ich hatte Sympathie für die Heldin. Dass die schöne Schwester bald in der Bedeutungslosigkeit versinkt, finde ich schade. Der Kontrast war so gut beschrieben. Was gibt es noch zu berichten? Die Autorin scheint Metapher zu lieben und sie kann Spannung erzeugen. Ich habe das Buch bis zur letzten Seite, in relativ kurzer Zeit und immer gespannt auf das, was kommt, durchgelesen. T.Baker Website

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Amore und so’n Quatsch

Verfasst von monalisa50ff am 2. Juni 2009

Hans Peter (Hape) Kerkeling liest in bewundernswert differenzierter Weise eine menschliche Geschichte, die etwas trostlos für die Heldin beginnt, aber dann ein jähe lebendige Wendung nimmt. Im Mittelpunkt stehen grundverschiedene Menschen mit ihren  Eigenheiten, deren Wege sich kreuzen. Die Heldin will Glück und sie findet ihr ganz persönliches Glück, sicher etwas anders, als sie es sich am Beginn der Geschichte gedacht hat. Hape Kerkeling liest die verschiedenen Rollen, ob Männlein oder Weiblein, ob jung oder alt, ob sachlich, oder unsachlich. Er ist ein bewundernswerter Erzähler und bringt hier all sein Können zum Einsatz, zur Freude der Leser, die , wenn sie leichte Unterhaltung mit Sinn mögen, Dank Hape Kerkelings und seiner Co-Autoren Angelo Colagrossi und Elke Müller, genau das finden.

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Philosophie der Moderne

Verfasst von monalisa50ff am 27. Mai 2009

Als ich den Roman „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“erstmals im Buchladen gegenüberstand dachte ich, dass es sich um das Thema Selbstfindung handeln wird, was mich sehr gereizt hätte.

Ich begann schon zu überlegen, wie viele  in mir sind. Nein, es ist ein philosophisches Buch, welches verschiedene Philosophen und ihre zentralen Themen gut recherchiert darbietet, Fragen der Menschwerdung anspricht,  erfrischende News dazu ergänzt. All dies schrieb Richard David Precht in gut belegter unterhaltsamer, geistig anregender Weise. Ich konnte dieses Buch nicht über Nacht lesen, aber dafür immer wieder und wahrscheinlich ab und an auch weiterhin. Mich interessiert auch sein neues Buch über die Liebe. Eines meiner Geburtstagsgeschenke, ein Büchergutschein, kommt mir da gerade recht.

Zitat zum Thema Freiheit: „Ja, wir sind in gewisser Weise frei, denn wir bestimmen uns durchaus selbst. Diese Freiheit wird allerdings von unseren Erfahrungen eingeschränkt. Wir sind umzingelt von unserer eigenen Lebensgeschichte…“

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Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

Verfasst von monalisa50ff am 22. März 2009

Wer ein Geburtstagsgeschenk sucht, für einen Freund, oder eine Freundin, die bereit sind,  den Witz eines Schreibens zu erkunden, welches länger als fünf Zeilen ist, kann hier fündig werden. Wer es gerne kürzer mag, hätte auch an den  Cartoons seine Freude.

Dr.med. Eckart von Hirschhausen hat ein  kurzweiliges, witzig pointiertes Episodenbuch geschrieben, das 1,5 Millionen Mal verkauft wurde.  Wie ein roter Faden zieht sich  die Methode,  im Normalen das Absurde, Lächerliche zu entdecken, von der ersten bis zur letzten Episode. Wie geht das? Beispiel: Ein Patient sorgt sich und fragt in der Therapie, warum der Therapeut  auf der Couch liegt.

Der Leser taucht in die Gedanken des Autors ein,  seine Art, gewöhnliche Dinge zu kommentieren, sie so hin und her zuwenden, dass sie, wie ernst sie auch sein mögen, skurille Seiten offenbaren und zum Lächeln einladen:…Beim Sex bittet eine Frau den Geliebten,  er möge ihr etwas sagen, was  er noch nie  einer Frau  gesagt hat:  Der Mann denkt und sagt:  “Laserdrucker“  …  seitdem versteht er die Welt nicht mehr.

Eckart von Hirschhausen Akademie : Viagra

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