Mit ‘Bildung’ verschlagwortete Einträge
Verfasst von monalisa50ff am 21. November 2009

Man könnte gar nicht immer sagen, was es ist, das den Menschen einsperrt, ummauert, zu begraben scheint, aber doch spürt man irgendwelche Gitter, Schranken, Mauern. Ist das alles Einbildung, Phantasie? Ich glaube nicht. Und dann fragt man sich: Mein Gott, ist es für lange, ist es für immer, ist es für die Ewigkeit?
Weißt du, was ein Gefängnis zum verschwinden bringt? Jede tiefe ernste Zuneigung. Freund sein, Bruder sein, lieben- das öffnet das Gefängnis mit Herrschermacht durch einen mächtigen Zauber.
Vincent van Gogh Aus einem Brief an seinen Bruder Theo, Juli 1880.
(Mit diesem Spruch beginnt das Buch „Open“.)
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Verfasst von monalisa50ff am 21. November 2009

Über 3000000 Seiten findet man bei „Google„, wenn man “Andre Agassi“ eingibt, was für seine ungebrochene Popularität spricht. Im Oktober diesen Jahres erschien seine Autobiografie. Der Vertrieb wurde durch die Medien erheblich beeinflusst. Ich glaube nicht, dass ich dafür hier Werbung machen muss. Mich interssieren Agassis Gedanken und ich will in den Zeilen hier etwas dazu sagen: Was mich zum Buch führte waren die Schlagworte im Morgenmagazin des ZDF, wie…A. Agassi wurde vom Vater permanent gezwungen, Tennis zu spielen u.s.w…. Seit wenigen Tagen habe ich das Buch in der Hand. Von der ersten Zeile an fesselt mich diese Autobiografie. Andre Agassi beschreibt feinfühlig und genau Etappen seines Lebens. Er öffnet dem Leser die Tür zu seinen intimsten Gedanken. Es ist ihm ganz hoch anzurechnen, denn so versteht und lernt man mitzufühlen. Warum sollte man dieses Buch lesen? Weil es ein psychologisches Meisterwerk ist und Gegenwartsliteratur. Man erfährt, was einen Menschen in dieser reichen schönen Welt kaputt macht und was ihn stark macht. Andre Agassi war ein Idol. In seinen erfolgreichen Wettkämpfen als Profitennisspieler hat er Menschen begeistert. Die Medien liebten ihn – vielleicht weil sich die Berichte und Sendungen gut verkaufen ließen- was dazu führte, dass er vielen Menschen vertraut wurde, die weder Tennis spielten, noch Tennisturniere besuchten. Seine Heirat mit Steffi Graf, die ebenfalls zum Idol einer Leistungssportlerin und Großverdienerin ikonisiert wurde, tat das Übrige dazu. Jeder kennt diese Gesichter, aber nur wenige machen sich Gedanken, was Profisportler zu dem macht, was sie sind, was sie antreibt, wie es in diesen Menschen aussieht, was sie fühlen und denken. Andre Agassi lernt man in einer Weise kennen, die anrührt. Man spürt sein Bedürfnis, auszusagen über sich und die Mechanismen seines Lebens. Wenige Autobiografen versetzen sich in ihre Kindertage zurück, vielleicht, weil sie denken, dass die Kinderzeit in einem Leben unwichtig ist. A.Agassi sieht das anders. Ihm sind gut fokussierte Rückblicke gelungen und so verbündet man sich als Leser mit dem Kind und versteht den Erwachsenen. Ich mag dieses Buch und werde es ganz sicher weiter lesen und vielleicht noch ein paar Sätze dazu im Blog veröffentlichen.

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Verfasst von monalisa50ff am 7. November 2009
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Verfasst von monalisa50ff am 9. Oktober 2009
Auf dem Büchermarkt erscheint in diesen Tagen das Buch von Peter Langmann „Amok im Kopf“. Der Autor hat Amokläufe, die von Schülern in den USA begangen wurden analysiert und Schlussfolgerungen zur Persönlichkeit der Täter abgeleitet. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch für Lehrer, Psychologen, Sozialpädagogen u.a. sehr aufschlussreich sein könnte. mehr
Belitz GmbH, Julius, 334 Seiten, 19.95€
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Verfasst von monalisa50ff am 8. Oktober 2009
Wer kennt Herta Müller? Relativ überraschend, wurde der diesjährige Nobelpreis während der Preisverleihung in Stockholm an Herta Müller verliehen. Sie wurde bekannt durch Bücher, die Biografisches verarbeiten. Herta Müller lebte bis 1987 im Rumänien Ceaucescus. Dann zog sie nach Deutschland. Mit ihren Büchern schafft sie Erinnerungen an diese Heimat und sie gab auch Menschen eine Stimme, die als Deutschstämmige (Banater Schwaben) in Rumänien Repressalien ausgesetzt waren. Einige Titel: “Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“, „Die blassen Herren mit den Mokkatassen“, „Der Fuchs war damals schon der Jäger“ , „Heimat ist das, was gesprochen wird“, „Der König verneigt sich und tötet“ ,“Atemschaukel“(2009). Herzlichen Glückwunsch, Frau Müller! mehr
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Verfasst von monalisa50ff am 20. September 2009
Zur Übersicht der Literaturverfilmungen und literarischen Events. Auch Elke Heidenreich wird zu sehen und zu hören sein, mit ihrem neuen Buch.
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Verfasst von monalisa50ff am 20. Juli 2009
Es hat mich damals betroffen gemacht, das Buch „Die Asche meiner Mutter“. Der Autor beschreibt mit bitterem Humor, drastisch, naturbelassen, realistisch, wie er als Kind in Limerick, im lieblich schönen Irland gelebt hat. Armut, Elend, Hunger, Verwahrlosung, Alkoholismus, Ungerechtigkeit, Darben, Krankheit, Spott und Misserfolge begleiteten seine frühen Kinderjahre. Trotzdem gab es Gelächter in und zwischen den Zeilen und ein Happyend.
Frank Mc Court , der Autor des Bestsellers starb am 19.07.2009 im Alter von 78 Jahren. 66 Jahre alt war er, als ihm sein Roman “Die Asche meiner Mutter “ eine finanzielle Unabhängigkeit einbrachte, von der er früher oft geträumt hat. In den Spiegelschlagzeilen kann man in einem gut recherchierten Artikel mehr erfahren.
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Verfasst von monalisa50ff am 3. Juli 2009
Richard David Precht bezeichnet in seinem Buch „Liebe“ dieses Phänomen als ein unordentliches Gefühl. Er sortiert die vorhandenen Quellen zum Thema, wiederspricht den meisten Autoren vehement und kommt zu einigen Schlussfolgerungen, die etwas anders klingen, als bisher Bekanntes. An einem Beispiel erläutert: Wissenschaftler behaupten in der jüngeren Vergangenheit nach einigen Studien mit Mäusen:Oxytocin-Rezeptoren fördern die Bindungsfähigkeit bei Männern.Bei Müttern fördert dieses Hormon die enge Bindung an das Kind. Im Körper des Menschen finden mehr Erregung, Zufriedenheit und Geborgebheit statt, je höher derAusstoß des Stoffes ist. Precht meint aber: Das Hormon bewirkt aber nicht Liebe und Treue auf Dauer. Da spielen andere Faktoren eine Rolle.Der Mensch ist weniger chemisch, als allgemein angenommen. Es erübrigt sich, die Gene auf Treuecodes abzusuchen. Oxyt0cin hat mit Liebe soviel zu tun, wie Curry mit einem indischen Essen. Daraus ergibt sich allerdings einProblem. Wer das glaubt, kann nicht mehr alles Unleidliche auf die Hormone schieben, was zur Zeit weitverbreitet stattfindet. Was führt zur Liebe?
Emotionen, die so schnell kommen und gehen , dass man sie kaum halten kann, bieten auch nicht die Grundlage für Liebe. Vielleicht für Verliebtheit. Wie beschreibt man dann die Liebe? Bei den Gefühlen nähert sich der Leser dem Schlüssel zu den Gedanken über die Liebe, die in diesem Buch verankert sind. Es ist so, dass Menschen beständig fühlen. Sie sind sogar erstaunlich beständig, im Gefühl, das immer auf eine konkrete Erinnerung, Person, auf einen Geschmack u.s.w. bezogen ist. Ebenfalls beständig sind die Gedanken. Die Gedanken sind so beständig, dass sie langfristig auf das Verhalten in der Liebe wirken. „Gefühle sind der Klebstoff, der uns zusammenhält. Sie entscheiden darüber, was uns nahegeht“,sagt Precht. Liebende fühlen, dass sie das Gleiche meinen und sich verstehen. Gedanken erklären das, was wir fühlen, wünschen und wollen. Wir schaffen die Liebe selbst. Wenn wir Liebe schaffen, wie sieht dann die Bauanleitung aus, fragt der Autor. Wir haben als Kinder gebaut, im Sand , Flugzeuge aus Papier, Häuser aus Holzbausteinen, aber wie man Liebe baut, dafür gab es kein Spielzeug. …Dass Kultur die Fortsetzung der Biologie mit anderen Mitteln ist, erfährt der Leser, Kultur prägt Liebe, das lernt man bei Precht. Wenige sind mit Märchenprinzen oder Märchenprinzessinnen verheiratet. Viele finden ihre Langzeitpartner nicht wirklich toll.Ist das Liebe? Man arrangiert sich… Wenn wir aber den Willen haben, zu lieben. Precht schreibt: Die Psychologie der Willensfreiheit des Menschen inPunkto Liebe ist wenig erforscht. Was aber eine gesicherte Erkenntnis ist: Unser Bedürfnis und unsere Fähigkeit zu lieben, stammt aus unserer frühkindlichenPrägung und kindlichen Erfahrung. Die Rolle des Kindes in der Familie, Geschlechterrollen, Aufmerksamkeit die das Kind erhält u.s.w. sind Auslöser für die Art, wie das erwachsen gewordene Kind später liebt. …“Fast automatisch neigen wir dazu, unser ganz persönliches Familiendrama später zu inszenieren, Muster auszuleben.“ Dieses Wissen macht unruhig, denn Leser fragen sich, ob und wie sich ihr Familiendrama in der Ehe widerspiegelt.Welche Muster sie realisieren. Nach Precht sind den Liebenden ihre Muster wichtiger, als das Glück. Wenn das wirklich so sein sollte, haben wir da nicht enorme Reserven, wir Menschen, wenn wir lernen würden Muster aufzulösen, zu entschlüsseln um glücklicher zu sein…. Menschen, die Farbe in unser Leben bringen könnten sind ungeeignet für lange Partnerschaften, weil sie das Muster nicht realisieren, das uns vertraut ist und die, welche es mit uns ausleben, verblassen mit den Jahren des Zusammenlebens zu einem netten Grau. Es gibt viele, die viel Farbe in die Beziehung bringen, aber auch viele die Langeweile und Entfremdung erleben. Liebende verlangen heute: Versteh mich und mach mein Leben interessant, sagt Precht , dem widersprach Erich Fromm mit den Worten: „Der Liebende will nichts haben, er respektiert, was ist, und er gibt, statt zu raffen“ Erich Fromm beeindruckt R.D.Precht nicht. Dieser lehnt ab und sagt, warum soll man nichts haben wollen, wenn man liebt? Will nicht jeder Mensch etwas haben und sei es nur seine Ruhe …? Der Streit der Ideen macht das Buch interssannt und lesenswert, auch wenn man beim Lesen das respektlose Gegenargumentieren nicht immer teilt, weil mit jedem neuen Argument ein weiterer Gedanke oder eine Frage entsteht. Wer gerne Philosophisches liest, sollte zugreifen. Richard David Precht ist ein begabter Autor, ein intelligenter Schreiber, der die News wissenschaftlicher Erkennntnisse meisterhaft verarbeitet. Ein Freund meines Sohnes heiratet morgen. In die Glückwunschkarte habe ich ein Zitat aus „Liebe – ein unordentlichesGefühl“ geschrieben. Vielleicht macht es die jungen Liebenden klüger. R.D.Precht (Wikipedia)
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Verfasst von monalisa50ff am 13. Juni 2009
Tipp für Blogbesucher/innen Autoren und Autorinnen: Wer genau wissen will, ob er unserer Landessprache wirklich mächtig ist, könnte sich im unten genannten Link orientieren. Da warten in den verschiedenen Tests echte Herausforderungen.
Test bei Spiegel Online
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Verfasst von monalisa50ff am 13. Juni 2009
Elke Heidenreich, eine der unterhaltsamsten Literaturkritikerinnen aller Zeiten, ist auf den Litcolonyseiten gut erreichbar und tut etwas, das den Lesern sehr nützt. Sie rezensiert in relativ kurzer Zeit, in ihrer unverwechselbaren, anregenden Art jeweils das Buch der Woche, so dass man eine gehaltvolle Kurzinformation zu den verschiedensten Neuerscheinungen erhält. Also möchte ich hiermit meinen Blogbesuchern empfehlen, da vorbeizuschauen.
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