Monalisa 50ff Blog

Lesenswertes

Mit ‘Mona Lisa’ verschlagwortete Einträge

DDR Literatur von Maxie Wander

Verfasst von monalisa50ff am 11. März 2009

Zitat aus den 1979 erschienenen  „Tagebücher und Briefe“von Maxi Wander:

Januar 1972

„Wenn man jung ist hat man meistens eine gemeinsame Basis, gemeinsame Vorstellungen vom Leben, vielleicht auch mehr Toleranz und eine Menge Ideen. Später lebt man sich radikal auseinander. Die meisten sind zu was gekommen , und ich finde es erschreckend, wie sie auch bei uns verbürgerlichen. Ich merke immer mehr, welch  verschiedene Sprachen die Menschen reden, einer am anderen vorbei, auch unter Freunden. Was dem einen lieb und teuer ist, bedeutet dem anderen nichts. Was dem einen Lebensinhalt bedeutet, ist für den anderen eine Marotte.Und immer deutlicher spüre ich, dass die meisten Menschen ihre ureigensten Probleme und Schwierigkeiten gar nicht sehen, dass sie vollauf damit beschäftigt sind, ihre Kompensationen und ihren Ersatz zu entwickeln, ihre Lebenslüge aufrecht zu erhalten, weil sie nämlich sonst zerbrechen würden. „

Maxie Wander, geb. am 03.01.1933 in Wien, lebte bis zum 22.11.1977 in Kleinmachnow bei Berlin. Ihre tiefgründigen Gesprächsprotokolle mit Frauen verschiedener Art wurden in dem Buch „Guten Morgen, du Schöne“  1977 veröffentlicht. Es wurde in der DDR zu einem vielgelesenen Buch, welches auch als Theaterstück Erfolg hatte.  Maxie Wander erkrankte 1976 an Krebs und starb 1977. Ihre Tagebücher wurden 1979, federführend von ihrem Mann, dem Schriftsteller Fred Wander, veröffentlicht. 1990 und 1996 erschien eine Neuausgabe der Tagebücher unter dem Titel  „Ein Leben ist nicht genug“

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für Wortman

Verfasst von monalisa50ff am 28. Januar 2009

zum Schwelgen gedacht…..

Debbie Harry

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Harriet Rubin „Die Mona Lisa Strategie“

Verfasst von monalisa50ff am 1. Juni 2008

Sollte man dieses Buch lesen ? Wenn man gesund ist und Spaß am Leben hat, wenn man etwas von dem, was noch kommt, erwartet, dann kann man dieses Buch lesen. Wenn man 50 ff ist, nicht kränkelt und nicht abgeschlossen hat, wenn man sich weiter entwickeln möchte. Harriet spricht die Aktiven an, ältere Frauen, deren Charaktere sie hervorhebt und nummeriert von Einsen bis Vieren, die alle aus dem Vollen schöpfen, freudvoll leben, als würden sie die Früchte einer Weinernte einbringen. Es hat mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich freue mich, dass die Autorin uns, die alten Frauen, zum Gegestand ihrer Betrachtungen gemacht hat, auch wenn ich mich nicht mit allen Erkenntnissen identifiziere. Etwa zwei Drittel lesen sich flüssig und unterhaltsam, geistige Tiefen werden geschickt umschifft, der Rest wirkt auf mich etwas zu ehrgeizig, weil vom Wunsche beseelt, Erfolgsstrategien zu vermitteln, um den Ellenbogenkampf in der Gesellschaft erfolgreich bestehen zu können. Wenn alle diese Strategien einhielten bräuchte man kein Buch wie dieses und das wäre schade. Was ich noch nicht wußte: Leonardo Da Vinci hat sich im Gesicht der Monalisa selbst verewigt und damit einen sehr langlebigen Beweis für seine Genialiät geschaffen.

Der beste Satz:

„Die Definition von Reife ist: die Vielfalt der Formen, in denen einem die Liebe begegnen kann, zu erkennen.“ Meine Ergänzung. Reife ist auch die Fähigkeit, in vielfältigen Formen Liebe zu geben.

Idee: Frau Harriet Rubin sollte , wenn sie über 50 ist, dieses Buch lesen, überarbeiten und eine “reife“ Version vorlegen.  Dann bin ich um die 80, werde vermutlich noch leben, die Brille mit den dicken Gläsern auf die Nase setzen, die Beine hoch legen und wieder gespannt lesen, was  die Autorin sich ausgedacht hat.

Monalisa 50ff

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