Monalisa 50ff Blog

Lesenswertes

Mit ‘Zeitung’ verschlagwortete Einträge

Sohn beschreibt Vater

Verfasst von monalisa50ff am 23. März 2009

Als ich neulich auf einem der TV-Programme Tilman Jens über seinen Vater, Walter Jens,  lesen hörte, war ich erstaunt, wie selbstverständlich intimste  Beobachtungen und Handlungen an Leser/innen der Bildzeitung vermittelt werden. Was ist dem Sohn in seiner Familie passiert, dass ihm jeglicher Sinn für eine natürliche  Distanz zum Vater fehlt?  Er zieht den Vater auf dem „Marktplatz“ der Boulevardpresse aus,  ohne diesem ein kleines Hemdchen menschlichen Respekts und Würde zu belassen. Näheres hier

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Ixodes ricinus – Zecken – diagnostiziert

Verfasst von monalisa50ff am 16. März 2009

Man kann sich schützen, bevor Ixodes ricinus als Urheber einer schlimmen Erkrankung diagnostiziert wird.  Alles andere wäre gefährlicher Leichtsinn, steht in der OTZ vom Samstag. Menschen sollten nicht leichtsinnig mit Zecken umgehen, auch wenn es diese schon immer gegeben hat. Im Unterschied zu früher sind sie heute aggressiver, weil sie vermehrt mit dem Borrelioseerreger infiziert sind. FSME-Frühsommermeningitis ist die zweite Krankheit, die übertragen werden kann. Gegen diese kann man sich impfen, was man auch tun sollte, wenn man sich oft im Grünen aufhält.  Was lässt sich noch über diese Tierchen sagen ? Ein Jahr lang kann „Ixodes Ricinus“ ohne Nahrung überleben. Auch strenge Fröste schaden ihnen nicht. Sie wurden in der Nähe des Nordpols gesichtet und in 1600 m Höhe bemerkt. Wir rücken ihnen auf den Pelz, weil viele von uns wandern und Kamine gerne mit Holz befeuern. Sie riechen uns, wenn wir schwitzend mit freien Körperstellen durch den Wald laufen. Allerdings sind wir Menschen als Blutwirte nicht so ideal für diese Spinnentiere, während Mäuse und Vögel entscheidend zur Verbreitung beitragen. „Gleichwohl stellen Zecken eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Tieren dar.“ (OTZ Gera 14.03.2009) Vor einiger Zeit sah ich einen Film von einem Forschungsteam, welches Menschenaffen zeigte,  die  von Zecken fast aufgefressen wurden. Nachdem sich  Zecken festgebissen hatten,  stieg bei den Affen der Vitamin C Gehalt im Blut auf Megadosen an, was dazu führte, dass sie nicht erkrankten. Je nach Bedarf hatten sie mehr oder weniger Vitmin C im Blut. Lyme- Borreliose und Frühsommer – Meningoencephalitis werden auf den Menschen übertragen, was sehr gefährlich werden kann.  Leider helfen wenige Mittel. Man sollte sich gegen die FSME-Viren impfen, wenn man viel im Grünen ist.  Gegen die Borreliose hilft nur eine rechtzeitige Gabe von Antibiotika nach dem Biss. (kreisrunder roter Bereich um den Zeckenbiss) Muss da nicht endlich was Hilfreiches her? Die Forscher suchen den idealen Impfstoff, aber ein Erfolg blieb bisher aus. Vom 19. – 21. März tagen rund 300 Wissenschaftler aus über 30 Ländern in Weimar, beim beim 10. International Jena Symposium on Tick- borne Diseases. Prävention gegen Zeckeninfektionen ist eines der zentralen Themen.

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Hausfrauenrevolution

Verfasst von monalisa50ff am 6. Februar 2009

Ich habe mich heute bei der Seite „Hausfrauenrevolution“ registriert und verschiedene Texte gelesen. Auf den Seiten stehen inhaltsreiche  Berichte über Frauen, die Art und Weise wie sie das Leben genießen oder Unleidlichkeiten bekämpfen. Beispiel

Marie Theres Kroetz Relin hat mit anderen die Seite zu einem lebendigen Spiegel verschiedenster Aktivitäten gemacht. Männer, Frauen, Kinder, Bücher, Kultur, Ernstes, Politisches sind die Überbegriffe. Dahinter verbergen sich echte Tipps, Geschichten vom Alltag, Erfahrungen , Fragen, Wünsche, Sehnsüchte, aber auch Gelungenes, Lebenswertes. Es macht Spaß da zu stöbern. Weiterhin findet man eine ganz  persönliche Seite von

Marie Theres Kroetz Relin mit zeitlich zugeordneten Veröffentlichungen  in Zeitungen und Zeitschriften, Sachtexten zu verschienden Lebensfragen, aber auch Poetisches. Kurz gesagt: Es handelt sich hier um eine ausdrucksstarke Website.

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Suite 101

Verfasst von monalisa50ff am 5. Januar 2009

Was verbirgt sich hinter diesem Namen?  20 Gebiete und 250 Themen füllen gut ausgebildete und fähige Autoren mit Sachtexten. So habe ich beispielsweise bei Suite 101 eine anschauliche Rezension zum Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ Autor: Eckart von Hirschhausen gelesen. Ich hatte mich für diesese Buch interessiert und bin so über Google auf die Seiten von Suite 101 gelangt. Es ist erstaunlich, was hier mit dem guten Willen vieler Leute an gesellschaftlichem Wissen und Geschehen in Texten vorliegt. Der Besucher bekommt, wenn er einen RSS Reader  kostenlos abboniert, immer die neuesten Texte geliefert. Vielseitigkeit ist ein Markenzeichen, denn die Ressorts reichen von Bildung über Bücher, Gesundheit, Leben, Partnerschaft, Haus, von der Wirtschaft und dem Geld bis zur Wissenschaft. Wer Bücher mag, kommt in der Spalte lesen und lauschen dahin. Man findet Bestseller, aber auch die 10 besten Fantasy Romane 2008 und Rezensionen zu amerikanischen Comics. Die Autoren lernt man mit Namen und Foto kennen. Ich frage mich, wie sich dieser Aufwand rechnet, wer die Autoren bezahlt und ob diese davon leben können.

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Nach der Arbeit

Verfasst von monalisa50ff am 5. Mai 2008

Der Tag begann zeitig, wie immer an Arbeitstagen, 5.30 Uhr aufstehen…. Kaffee. Mein Mann fährt früher zur Arbeit – mit dem Fahrrad auf dem Dach- so dass er einen Teil der Strecke von 40 km per Rad zurücklegen kann, was seiner Fitness dient… Ich fahre seit Jahren mit der Straßenbahn zur Arbeit, habe da 15 Minuten, um die Zeitung zu lesen oder Konzentrationsübungen zu machen.

In der Zeitung les ich eine schaurige Geschichte von einer 65 jährigen Frau die, als sie am Wochenende mit ihrem Mann gemeinsam auf dem Radweg mit dem Rad fuhr, von einem Auto erschlagen wurde. Die Autofahrerin war betrunken. Auf diesem Weg joggen wir, mein Mann und ich Sonntags, wenn wir Zeit haben.

Es ist unvorstellbar, dass da ein Auto geflogen kommt und auf einen drauffällt. Wenn ich mir vorstelle, ich gehe zum Joggen, tu also was für meine Gesundheit und werde statt, mich wie neugeboren zu fühlen, von einem Auto erschlagen…

Nach der Arbeit besuche ich B.,einen jungen Mann, den ich eigentlich nicht kenne, dessen Mutter mich aber um Hilfe gebeten hat. Sie hat vier Kinder, lebt mit ihrem geistig behinderten Jungen, der in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet, mit B., der arbeitslos ist und mit ihrer 13 jährigen lernbehinderten Tochter zusammen.

Während meines Besuches liegt B. in einem neu gebauten kleinen Reihenhaus in seinem abgedunkelten Zimmer auf ekeligen Laken. Um ihn herum stapeln sich die Abfälle seiner Mahlzeiten. Seit fast zwei Jahren geht er nicht mehr weg, meidet seine Familie, geistert nachts zum Kühlschrank. Meine Recherchen ergeben: Erst hat er die Arbeit verloren, dann die Freundin, dann das Auto. Jetzt liegt er den ganzen Tag im Bett, spielt am Computer oder sieht in die „Glotze“. Dass um ihn herum der Müll stinkt und Ungeziefer beherbergt, stört ihn nicht… Bei einem zweiten Besuch liegt er immer noch, kommt aber, als ich mit der Mutter rede, auf die Treppe. Beide schreien sich  völlig entnervt an. Er versucht sich zu rechtfertigen. Ich mache einen dritten Anlauf, schreibe einen Brief, lade ihn zu einem Gespräch ein. Er  unterschreibt einen Vertrag für ehrenamtliche Arbeit, die ihm als Sprungbrett dienen soll, um aus der Lethargie rauszukommen und vielleicht schafft er so den Wiedereinstieg ins normale Leben.

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