Lesenswertes

Gestatten: Elite
Auf den Spuren der Mächtigen von morgen
von Julia Friedrichs

Wenn ich auf den Umschlägen von Büchern ein Foto der Autorin/ des Autors finde, schaue ich es längere Zeit an, und vertiefe mich in die Gesichtszüge. Julia Friedrichs Gesicht weckt Sympathien.

In ihrem Buch „Gestatten: Elite“ sucht sie eine Erklärung für den Begriff Elite, veröffentlicht sie interessante Recherchen über die private Welt der Kindergärten, Schulen und Internate für Kinder, Schüler und Studenten aus reichen Familien, vereint das Selbsterlebte mit den Kernerkenntnissen bereits vorhandener Literatur.

Frau Friedrichs etabliert sich mit diesem Buch als geniale Sozialkritikerin.
Ein Buch, das Wellen schlägt, aber wahrscheinlich nichts bewegt. Oder? Bringt es etwas, die Praktiken der Reichen darzustellen? Erstaunlichster Satz aus dem Munde einer reichen Mutter:
„Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.“

Für mich neu: die amerikanische Bildungskette – FasTracKids- „Überholspurkinder“
Plausibelster Satz:
„Es gibt Schichten, die haben die Macht, die machen die Elite aus, und die wollen die Macht auch behalten.“
Gedanke: Wird Julia Friedrichs dieses Buch in beruflicher Hinsicht überleben?

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Kommentare zu: "„Gestatten:Elite“ von Julia Friedrichs" (3)

  1. mosworld schrieb:

    Das Buch verkauft sich wunderbar. Niemand setzt irgenetwas mit dem man Geld verdiennt auf eine scwarzen Liste. Das Buch animmiert auch sehr viele Leute sich z.B. an privaten Universitäten zubewerben. Es gibt nicht nur die Menschen die „Elite“ negativ sehen, viele sind „geil“ auf ein Leben als Top-Consultant und für die ist es eine Anleitung. Für andere ist es eine Anleitung wie sie ihre Kinder auf einen Weg bringen können, dass diese „dazu gehören“. Also das Buch hat viele Leser 🙂 Grüße aus Mosworld

    Ps: http://mosworld.wordpress.com/2008/02/22/gestatten-elite/
    und http://mosworld.wordpress.com/2008/05/04/elite-julia-friedrichs-ist-immer-dabei/

  2. monalisa50ff schrieb:

    Dass sich das Buch gut verkauft, glaube ich gern, denn mir fiel bereits beim Lesen der ersten Seiten auf, dass Frau Friedrichs die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer offenbar exzellenten Intelligenz genutzt hat, um dieses Buch so zu schreiben. Der Begriff „Schwarze Liste“ resultiert aus einer anderen Überlegung. Es geht mir dabei um die Frage der Ehre. Ich phantasiere jetzt und schlüpfe kurz in die Rolle eines elitären Großverdieners:…
    Vor wenigen Tagen habe ich ein Projekt beendet, eine Firma schlank gemacht und unglaubliche 4oooooo€ damit verdient.Wahnsinn.Gegen Mitternacht, kurz nachdem ich den Betrag auf meinem Konto nachlesen konnte, gönne ich mir einen vorzüglichen Tropfen, lasse ihn auf meiner Zunge hin und hergleiten, genüsslich, lege mich entspannt auf meine Multimediacouch und lese das Buch „Gestatten Elite“, welches mir meine Haushälterin zum Geburtstag geschenkt hat. Mit jeder Seite wird mir unwohler, denn was muss ich erfahren? Die von der Friedrich beschriebene „Elite“ weist inzuchtöse Strukturen auf, jeder Dummdödel gehört dazu,wenn nur seine Eltern zahlen. Und was kommt am Ende dabei raus? Geistig hohle, gierige Gestalten, die nicht Mal ordentlich feten können. Der Ärger kriecht in mir hoch: So in der Öffentlichkeit diffamiert zu werden, muss ich mir das bieten lassen? ….

  3. […] sprechen wir immer wieder drüber. Und die “Blogosphäre” nimmt das Thema auch das ein oder andere mal auf. Mal anlesen…lohnt sich. Verfasst von flatusmaximus Abgelegt in […]

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