Lesenswertes

Archiv für November, 2008

Einladung zu einer Tasse Jasmintee:

Treten Sie ein, legen Sie Ihre Traurigkeit ab,

hier dürfen Sie schweigen.         

Rainer Kunze     

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China – das Land der listigen Menschen

In der 3Sat Sendung „Sternstunde Philosophie“: sprach Herr Harro von Senger, ein Sinologe, mit Michael Pfister und Monika Maria Trost über das große „Reich der Mitte“. Kurz zu den besonderen Inhalten: Es ging um „36 Listen“, die man den Chinesen von Kindesbeinen an lehrt. Sie gehören in China zum 1×1 des Überlebens. Herr von Senger denkt, dass man da viel lernen könnte und hat deshalb seine Erkenntnisse in einem Buch für Manager aufgeschrieben.. Da nennt er die Listen Strategeme, weil Deutsche das Wort List als negativ besetzt empfinden. 

 Ob man in der Vorschule für unsere Kinder nicht lieber  den Umgang mit Listen lehren sollte, lautete eine Frage: die Antwort enthielt auch den folgenden spannenden Gedanken: Man könne doch die Grimmschen Märchen, Hänsel und Gretel z.B., umschreiben. Wären Hänsel und Gretel, mit den chinesischen Listen im Sinn, vielleicht gar nicht erst in die Falle getappt? Und welche List hätte Rotkäppchen anwenden müssen, um den Wolf zu fressen? 

Herr von Senger sprach einen weiteren Aspekt chinesischen Seins an, die Supraplanung. Dabei handelt es sich um eine besondere Art der Führung, deren zeitlicher Bogen  über zwei Jahrhunderte reicht. Was zeichnet die Supraplanung noch aus? Es ist die besondere Eigenschaft „Wandlungsfähigkeit“ , die auch listig daherkommen kann.

 

Interview

Bücher

Wo man singt, da lass dich nieder…

Gestern Abend hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Chor aus den Philippinen sollte singen. Was ich dann erlebte, war schön und empfehlenswert. Es sang, schnatterte, pfiff, klatschte, stampfte, johlte, summte und zwitscherte ein junger Chor, angeleitet vom begnadeten Chorleiter Prof. Fidel G. Calalang jr., der auch mit seinem eigenen Chorwerk Aufsehen erregte. Die Klänge schwebten, rauschten oder kamen laut und zart leise daher. Wenn die Solisten aus den Reihen traten, stieg die Spannung. Die Zuschauer lauschten gebannt. Es war einfach wunderbar. Weil ich mein Geld vergessen hatte, rannte ich am Ende durch den Regen nach Hause und wieder zurück in den Saal, gab eine Spende und kaufte eine CD. Einer der Sänger fragte mich auf deutsch, ob mir das Konzert gefallen habe, was ich nur zu gerne bejahte. Wenn man selbst in einem Chor singt, nimmt man sowas vielleicht intensiver wahr. Es kann auch sein, dass ich besonders anfällig bin für Gesänge, weil mein Kopf eh schon voller Musik ist und weil meine Gefühle erwachen, wenn Noten zu Klängen werden. Trotzdem möchte ich Ihnen die UniversitySantoTomas Singers bekannt machen. Vielleicht ergibt es sich, dass dieser Chor, der regelmäßig Welttourneen absolviert, in Ihrer Nähe auftritt. Falls Sie hingehen, wünsche ich mir, dass es Ihnen dabei so gut ergeht, wie mir am gestrigen Abend. Internetseite

PISA Studie 2008

In Berlin wurden heute (18.11.2008) die Ergebnisse der neuesten PISA -Bildungsstudie bekannt gegeben. Im bundesweiten Vergleich siegte Sachsen. Gefragt waren: Lese- und Textverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Bayern wurde nun auf den zweiten Rang verwiesen. Thüringen liegt auf Rang drei und gehört somit zur Spitzengruppe. Das Verfolgerfeld setzt sich aus den anderen Bundesländern zusammen, während Bremen am Ende des Feldes liegt. 
Dr. Klaus Klemm, Bildungsforscher, erklärte heute im ZDF, dass der Vergleich zwischen den Flächenländern und Städten wie, Bremen, Hamburg und Berlin hinkt, weil der Anteil ausländischer Bürger hier bei ca. 45 % liegt.  Diese Kritik  äußerte er hinsichtlich der Frage, inwieweit der soziale Hintergrund sich auf den Grad der Bildung auswirke. 
Weiterhin bemängelte er den Stand der Frühförderung in den Bundesländern. Vor der Einschulung werden Sprachtests durchgeführt, aber es scheint nicht oft der Fall zu sein, dass Kinder die Defizite zeigen, gefördert werden. Diesbezüglich gibt es Anfänge, mehr nicht. Wünschenswert wäre, dass Kinder mit Hilfe der Frühförderung  ihre Freude am Lesen und an Leseinhalten entdecken.   
Dazu noch folgender Gedanke: Der russische Pädagoge Wassili Suchomlinski sagte einst: Ein Kind, das liest, lernt gut. Spätestens am Ende der dritten Klasse sollten Schüler fließend lesen und den Inhalt von Texten wiedergeben können, damit sie überhaupt eine Chance haben, den Lehrstoff der höheren Klassenstufen zu verstehen. Suchomlinski forderte, dass in der Schule, speziell in den ersten drei Schulklassen, dem Lesen viel mehr Zeit eingeräumt wird.
 
 

 

 

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PISA Hintergründe

 Bildung bei Illner 2009

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

Hallo, liebe Leser und Leserinnen, Sportfreunde, Kolleg/innen, Freunde und Familienangehörige, auch wenn es keinen Kaffe, Tee oder  Capuccino gibt, ich freue mich  und sage : Herzlich Willkommen !

Franz Kafka

Wer Franz Kafka noch nicht kennt, sollte folgende Seite besuchen, etwas Zeit mitbringen und einfach zuhören. Wer seine Bücher gelesen hat, wird auf der Website des Schauspielers Hans – Jörg Große gerne verweilen und sich freuen, dass es Herrn Hans -Jörg Große gibt, der Franz Kafka liest. Wer eine markante und gleichzeitig sensible Stimme  für eine Lesung benötigt, wird bei Hans -Jörg Große sicher gut bedient werden.(zur Website)