Lesenswertes

Brand in Erfurt

Bernd das Brot ist wieder da, aber die Hausbesetzergeschichte scheint noch nicht zu Ende zu sein, denn in der Nacht zum 05.02.2009 brannte ein Nebengebäude  ab. Man hat da so einen Beigeschmack, wenn man das hört, sagte mir ein Kollege beim Frühstück.  Vermutlich wurde ein Ofen benutzt, der nicht fachgerecht an einen Schornstein angeschlossen war. Das Gebäude sollte sowieso abgerissen werden. Die Besetzer wollen aber, dass auf dem Gelände, welches nun einen neuen Investor hat, eine Gedenkstätte eingerichtet wird, denn dieses Gelände gehörte früher der Firma Topf & Söhne, einem Familienunternehmen, das die Verbrennungsöfen für die Konzentrationslager herstellte. Den Namen dieser Firma habe ich erstmals in dem Buch „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Litell erfahren. Ich frage mich,  wie verquickt wir alle auch heute noch mit diesem Kapitel der Geschichte unseres Landes sind. Im goldenen Oktober 2008 war ich in Erfurt und erlief die wunderschöne Altstadt zu Fuß, also intensiv. Als ich später eine Studentin zuhörte, die erzählte, dass es ihr Traum sei,  in der Altstadt Erfurts eine Wohnung mit Dachgarten zu mieten, konnte ich das verstehen. Die  Hausbesetzerszene ruft berechtigterweise  viel Kritik auf den Plan, aber  tut sie in diesem Fall  auch etwas  für die Vernunft? Insbesondere die Debatten um die Holcaustleugnung, die jüngst die katholische Kirche erschüttern, bringen mich auf diese Idee.

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