Lesenswertes

Archiv für März, 2009

Frühjahrsputz und Malerei

Da mich der jährlich wiederkehrende frühjahrsaktive Putzfimmel auch in diesem Jahr wehrlos ertappt hat, bin ich bei der Arbeit, statt am Blog: Ich putze , schiebe, rücke, räume, trenne mich von liebgewordenem alten Plunder, erneuere dies und jenes, beschäftige einen Malersmann und bin erst wieder ansprechbar, wenn alles glänzt und meine Augen erfreut. Bis bald, Ihr lieben Blog Besucher/innen. f.G. von ML 50ff

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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gekürt

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy wurden heute, am 26.03.2009 zum zweiten Mal Paartanzweltmeister im Eiskunstlauf. Sie zeigten in Los Angeles einen  wunderbar harmonischen Tanz, mit höchsten Schwierigkeiten und bewiesen damit ihre außergewöhnliche  künstlerische und athletische Begabung. Die Musik wurde der Filmmusik von „Schindlers Liste“ entnommen.     Trainer: Ingo Steuer

Bericht

Bilder

Reinhard Mey

„Zeugnistag“ von Reinhard Mey

Zeugnistag

Ich denke, ich muss so zwölf Jahre alt gewesen sein,
Und wieder einmal war es Zeugnistag.
Nur diesmal – dacht‘ ich – bricht das Schulhaus samt Dachgestühl ein,
Als meines weiß und hässlich vor mir lag.
Dabei war’n meine Hoffnungen keineswegs hoch geschraubt,
Ich war ein fauler Hund und obendrein
höchst eigenwillig, doch trotzdem hätte ich nie geglaubt,
So ein totaler Versager zu sein,
Ein totaler Versager zu sein!

«So, jetzt ist es passiert!», dacht‘ ich mir,
«Jetzt ist alles aus: Nicht einmal eine Vier in Religion.
Oh Mann, mit diesem Zeugnis kommst Du besser nicht nach Haus,
Sondern allenfalls zur Fremdenlegion.»
Ich zeigt‘ es meinen Eltern nicht und unterschrieb für sie
Schön bunt, sah nicht schlecht aus ohne zu prahl’n.
Ich war vielleicht ’ne Niete in Deutsch und Biologie;
Dafür konnt‘ ich schon immer ganz gut mal’n.
Dafür konnt‘ ich schon immer ganz gut mal’n.

Der Zauber kam natürlich schon am nächsten Morgen raus.
Die Fälschung war wohl doch nicht so geschickt.
Der Rektor kam, holte mich schnaubend aus der Klasse raus.
So stand ich da: Allein, stumm und geknickt.
Dann ließ er meine Eltern kommen, lehnte sich zurück
Voll Selbstgerechtigkeit genoss er schon
Die Maulschellen für den Betrüger, das mißrat’ne Stück,
Diesen Urkundenfälscher: ihren Sohn,
Diesen Urkundenfälscher: ihren Sohn.

Mein Vater nahm das Zeugnis in die Hand und sah mich an
Und sage ruhig: «Was mich anbetrifft,
So gibt es nicht die kleinste Spur eines Zweifels daran:
Das ist tatsächlich meine Unterschrift.»
Auch meine Mutter sagte, ja, das sei ihr Namenszug,
Gekritzelt zwar, doch müsse man versteh’n,
Dass sie vorher zwei große schwere Einkaufstaschen trug.
Dann sagte sie: «Komm‘ Junge, laß uns gehen.»
«Komm‘ Junge, laß uns gehen.»

Ich hab‘ noch manches lange Jahr auf Schulbänken verlor’n
Und lernte widerspruchslos vor mich hin:
Namen, Tabellen, Theorien, von hinten und von vorn.
(Dass ich dabei nicht ganz verblödet bin!)
Nur eine Lektion hat sich in den Jahr’n herausgesiebt,
Die eine nur aus dem Haufen Ballast:
Wie gut es tut zu wissen, daß dir jemand Zuflucht gibt,
Ganz gleich, was Du auch ausgefressen hast,
Ganz gleich, was Du auch ausgefressen hast.

Sohn beschreibt Vater

Als ich neulich auf einem der TV-Programme Tilman Jens über seinen Vater, Walter Jens,  lesen hörte, war ich erstaunt, wie selbstverständlich intimste  Beobachtungen und Handlungen an Leser/innen der Bildzeitung vermittelt werden. Was ist dem Sohn in seiner Familie passiert, dass ihm jeglicher Sinn für eine natürliche  Distanz zum Vater fehlt?  Er zieht den Vater auf dem „Marktplatz“ der Boulevardpresse aus,  ohne diesem ein kleines Hemdchen menschlichen Respekts und Würde zu belassen. Näheres hier

Missfits

Hier gibt´s was zum Schmunzeln. Stephanie Überall und Gerburg Jahnke waren bis 2005 ein erfolgreiches Kabarettduo, welches  sprachlich und spielerisch witzige Stücke produzierte. Aus den alten Videos heraus wirken die Künstlerinnen  unverbraucht und humorvoll.   Die Filme wären  für einen  lustigen „Weiberabend“ gut.

Sommerzeit, schöne Zeit, machst uns das Herz soooo weit

In der kommenden Woche beginnt die Sommerzeit, was uns die Nacht auf den Sonntag (29.3.09) eine Stunde kürzer macht. Wir haben eine Stunde weniger Schlaf. Oh Weh!

Wen stört’s?  Was hilft?