Lesenswertes

Archiv für Juli, 2009

Sturm der Liebe

Neues vom Bogensport: Die Serie „Sturm der Liebe“ läuft erfolgreich, mit guten Einschaltquoten im Ersten. Viele mögen diese Serie, die von  Lieben und Intrigen im Alltag des Landhotels „Fürstenhof“ in Oberbayern handelt. Seit heute geht es noch nicht sportlich zu, aber Annika und Hendrik Bruckner, die neu hinzugekommenen Geschwister, betreiben den Bogensport. Annika möchte gerne zur Weltmeisterschaft nach Korea, hat aber leider erstmal eine Verletzung zu verkraften, die sie daran hindert, die Qualifikationsnorm zu erreichen.  Die Schauspieler Uta Katharina Kampowsky(29) und Golo Euler haben bei Henryk Lach fleißig trainiert, um glaubwürdig zu wirken. In der OTZ Gera war heute auch zu lesen, dass die Schauspielerin vielleicht weiter trainieren wird, weil ihr die Ruhe und die Konzentration beim Bogenschießen gut gefallen und es während der Dreharbeiten Spaß macht, einige Pfeile zu schießen.  Ihr Schießstil ist schon sehenswert und wird sie sicher mit guten Treffern belohnen. Also dann wünsche ich den jungen Schauspielern alles Gute beim Start in das Serienleben und, was das Bogenschießen betrifft, alle Pfeile  ins Gold, dazu, um die gute Mischung perfekt zu machen,  viel Spaß beim Drehen.

 

Stoff für ein Drehbuch oder einen Roman

In den Spiegelschlagzeilen habe ich eine kleine  Geschichte mit großem Potential für einen Liebesroman gelesen. Ein Mann und eine Frau hätten sich nie gefunden, wenn es nicht Bauarbeiter gäbe, die Kamine umbauen und dabei genau hinschauen. siehe Nun braucht es die Kunst, 1000 Seiten zu schreiben, denn ein guter Liebesroman sollte nie  enden…

Die Asche meiner Mutter

In seinem Buch „Die Asche meiner Mutter“ erzählt der Autor mit teils bitterem Humor, wie er als Kind in Limerick, im lieblich schönen Irland gelebt hat.  Armut, Elend, Hunger, Verwahrlosung, Alkoholismus, Ungerechtigkeit, Darben, Krankheit, Spott und Misserfolge begleiteten seine frühen Kinderjahre. Trotzdem gab es Gelächter, das sich in und zwischen den Zeilen findet und am Ende ein Happyend.

Frank Mc Court , der Autor des Bestsellers starb am 19.07.2009 im Alter von 78 Jahren. 66 Jahre alt war er, als ihm sein Roman  „Die Asche meiner Mutter “ eine finanzielle Unabhängigkeit einbrachte, von der er früher oft geträumt hat. In den Spiegelschlagzeilen kann man mehr erfahren.

Knut – ein Stoff aus dem Romane entstehen

Knut war einst ein kleiner, für viele Besucher des Berliner Zoos  süß anzuschauender knuffeliger Eisbär. Als er auf die Welt kam, ahnte er vielleicht, dass  er nicht zwei Jahre lang mit seiner Mutter durch Eiswüsten ziehen und lernen muss, wie man sich orientiert, sich Nahrung sucht, sich Stürmen widersetzt und  an Eislöchern geduldig wartet, bis Robben vorbeischwimmen, um sie dann auch genüsslich zu verspeisen. Knut lernte etwas anderes. Er gewöhnte sich an einen menschlichen Pfleger, an viele Betrachter  und an tägliche Futterrationen, für die er nicht viel tun musste. Dafür erntete er von den tausenden Besuchern Neugier, Beifall und von manchen auch Liebe. Sein Pfleger hat ihn bestimmt geliebt. Als dieser plötzlich starb, dachte ich:  Vielleicht hat ihn das große Gefühl dieser Liebe getötet. Ob Knut Liebe  gespürt hat, weiß man nicht so genau. Was man aber weiß: Der  Zoo hat mit Knut Millionen verdient. So wurde eine Weile gestritten, wer ein Recht auf die Gewinne hat. Knut saß nicht mit in der Runde. Hat er eigentlich einen Anwalt?  Ob jemand auf die Idee gekommen ist, sein Geld  zur Verbesserung des Klimas einzusetzen? Was das mit dem Thema zu tun hat?  Eisbären schwimmen naturgemäß im Eismeer lange Strecken. Früher gab  es große Eisschollen, die ihnen als Oasen zum Ausruhen dienten. Im milderen Klima tauen die Schollen und immer mehr Eisbären sterben vor Entkräftung  im Wasser. Zurück zu Knut: Er lebt, wächst, braucht Platz und frisst täglich ne Menge. Also könnte er selbst beträchtliche Mittel, ein kleines Vermögen, brauchen. In diesen Tagen heißt es: Knut bleibt weiterhin im Berlinder Zoo. Mir kommt in den Sinn: ein beliebter Gefangener unter Gefangenen.  Knut bleibt ein Berliner.

Abschied von Michael Jackson

Die Trauerfeier für Michael Jackson fand, am 07.07.2009 in Los Angeles, Kalifornien am Pazifik statt. Rein medial gesehen, wurde alles überboten. Trauernde Anhänger Michaels  überfluteten die Stadt. Dass alles zivilisiert ablief, dafür waren 3000 Polizisten im Einsatz. Viele warteten tagelang mehr als drei Stunden, um sich auf der Riesenkondolenzkarte einzutragen, eine Eintrittskarte für die Trauerfeier zu kaufen. Am 25.06.2009 starb Michael Jackson. Schnell wurde bekannt, dass er krank war, tablettenabhängig  und trotzdem auf dem Weg zu einem Comeback. Nun fand eine ganz andere Art der Wiederbegegnung statt.

Viele verabschiedeten sich, erwiesen ihm die letzte Ehre. Ein ehemaliger deutscher Bodygard versteigert in diesen Tagen eine Jacke, welche er persönlich von Michael Jackson erhalten hat, als er  1997 in Deutschland weilte. Seinen Erinnerungen ist zu entnehmen, dass M.J. sehr höflich und freundlich war. Er hatte sowas Unnahbares  in den Augen. Die Fans haben ihn umjubelt, mussten aber auch fern gehalten werden. Damals  hatte eine Frau imPublikum eine Gaspistole, die ihr glücklicherweise rechtzeitig entwendet werden konnte. Ein Fan durchbrach die Schutzmauer und warf sich auf den Künstler. Thomas Gottschalk sagte in seiner Erinnerung, dass Michael Jackson große  Angst hatte vor dem Auftritt. Einmal auf der Bühne angelangt, war er ein Profi,ein zuverlässiger Partner für Künstler und Veranstalter. Andere sagen, dass er ein Perfektionist war, einer der am Detail gefeilt hat, bis es seinen Vorstellungen entsprach.In den 90ern habe ich ein Buch über seine Kindheit gelesen. Er hat mir Leid getan. Diese Quälerei, der Kinder vor und nach den Auftritten der Jackson Five. Der ehrgeizige Vater war streng. Zwänge, Dressur- und Gewaltakte erdrückten die Kinder. Der Vater hat Michael und seine Brüder benutzt. Sie mussten für ihn Geld verdienen. Hat Michael Jackson seinen Vater deshalb enterbt, seine Kinder in der Retorte gezeugt und alles andere getan , als es ein gesunder, glücklicher Mensch zu sein?  Michael Jackson war ein großer Künstler(zur Video Historie). Das wird den Menschen im Gedächtnis bleiben, seine tolle Musik, seine tolle Art, sich auf der Bühne zu bewegen, sein Engagement für Afrika, seine Spenden. Wer sich für Menschen interessiert, kann von seinem Lebenslauf  lernen. Vieleicht erschließt sich daraus der Sinn seines Lebens.

 

Was ist Liebe?

Richard David Precht bezeichnet in seinem Buch „Liebe“ als ein unordentliches Gefühl. Er widerspricht den meisten Autoren vehement und kommt zu einigen Schlussfolgerungen, die etwas anders klingen, als bisher Bekanntes. An einem Beispiel erläutert: Wissenschaftler behaupten in der jüngeren Vergangenheit nach einigen Studien mit Mäusen, dass die Oxytocin-Rezeptoren die Bindungsfähigkeit bei Männern fördern. Im Körper finden mehr Erregung, Zufriedenheit und Geborgenheit  statt, je höher der Ausstoß des Stoffes ist. Precht meint aber: Oxyt0cin hat mit Liebe soviel zu tun, wie Curry mit einem indischen Essen.

Emotionen, die so schnell kommen und gehen , dass man sie kaum halten kann, bieten auch nicht die Grundlage für Liebe. Vielleicht für Verliebtheit.  Wie beschreibt man dann die Liebe? Menschen fühlen. Sie sind sogar erstaunlich beständig, im Gefühl. „Gefühle sind der Klebstoff, der uns zusammenhält. Sie entscheiden darüber, was uns nahegeht“, sagt Precht. Wir erschaffen die Liebe selbst und Kultur prägt die Liebe. Wenige sind mit Märchenprinzen oder Märchenprinzessinnen verheiratet. Unser Bedürfnis und unsere Fähigkeit zu lieben, stammt aus unserer frühkindlichen Prägung und kindlichen Erfahrungen. Die Rolle des Kindes in der Familie, Geschlechterrollen, Aufmerksamkeit die das Kind erhält u.s.w. sind Auslöser für die Art, wie das erwachsen gewordene Kind später liebt. …“Fast automatisch neigen wir dazu, unser ganz persönliches Familiendrama später zu inszenieren, Muster auszuleben.“ Nach Precht sind den Liebenden ihre Muster wichtiger, als das Glück.

(Wenn das wirklich so sein sollte, haben wir da nicht enorme Ressourcen, wir Menschen, wenn wir lernen würden Muster aufzulösen, zu entschlüsseln um glücklicher zu sein? K.Je.)

Liebende verlangen heute: Versteh mich und mach mein Leben interessant, sagt Precht , dem widersprach Erich Fromm mit den Worten: „Der Liebende will nichts haben, er respektiert, was ist, und er gibt, statt zu raffen“ Erich Fromm beeindruckt R.D.Precht nicht. Warum soll man nichts haben wollen, wenn man liebt? Will nicht jeder Mensch etwas haben und sei es nur seine Ruhe …? Der Streit der Ideen macht das Buch interssant und lesenswert. Wer gerne Philosophisches liest, sollte zugreifen. R.D.Precht (Wikipedia)

Neue Grippe – Schweinegrippe Juli 2009

Link zu aktuellen Informationen der WHO zum Thema Neue Grippe – Schweinegrippe