Lesenswertes

„Open“

 Es hat sich bestätigt, was im ersten Drittel der Biografie bereits erkennbar war. ( Ich hatte bereits einen Artikel geschrieben.) Andre Agassi, Wimbledon Sieger von 1992, einziger Gewinner von vier Grand Slam Turnieren in Folge, hat  ein ehrliches, selbstkritisches, modernes Buch geschrieben, das seine Entwicklung vom instrumentalisierten Kindertalent zum Profisportler zum erwachsenen verantwortungsbewußten Menschen darstellt.

Man erlebt mit ihm die Kämpfe auf den Tennisplätzen und die inneren Kämpfe um sein Selbst, sein Erwachsenwerden, die Beziehung zu seinen Freunden, seinen Partnerinnen, die große Liebe zu Steffi Graf.  In Amerika war er ein gefeierter Star, in seiner Haut fühlte er sich oft unwohl.   Ihn quälten die oberflächlichen Einschätzungen der Journalisten, die ihn oft abwerteten. Ich will hier Andere Agassi aufwerten, bewundere sein Buch und nicht nur das. Die Agssy Academy ist sein Produkt, eine Schule, eine Bildungsstätte für benachteiligte Kinder. Die Lehrer werden gebeten, daran zu glauben, dass jedes Kind etwas lernen kann und Respekt im Umgang miteinander das höchste Gut ist.

Der Respektkodex der Agassi Academy: „Das Wesen richtig verstandener Disziplin ist Respekt. Respekt vor Autorität und Respekt für andere, Respekt vor uns selbst und Respekt vor den Regeln. Diese Einstellung beginnt zu Hause, sie wird an der Schule bekräftigt und sie gilt für das ganze Leben. 

Aus der Begegnung mit Nelson Mandela zitiert er folgende , für ihn sehr wichtige Gedanken :

„Wir müssen füreinander sorgen- das ist unsere Aufgabe im Leben. Aber wir müssen auch für uns selbst sorgen.deswegen sollen wir achtsam sein bei unseren Entscheidungen, achtsam in unseren Beziehungen, achtsam mit unseren Worten. Man braucht Lebensklugheit, um zu vermeiden, dass man ein Opfer wird….“

Die Art der Beziehung zu seinen Kindern Jaden und Jaz wird hier sichtbar: „Mein Rücken schmerzt, aber hauptsächlich vom vielen Bücken, wenn ich mit Jaden Gehen übe. Ein wundervoller Schmerz.“

Zum Tennis :

nach einem verlorenen Match der French Open 2002 ein Zitat:

„Ich bin im Frieden mit mir selbst…Mir gefällt es, wie ich gespielt habe. Ich habe Fehler gemacht, mein Spiel hatte Löcher, aber ich weiß, dass wir daran arbeiten werden, sie zu stopfen….“

Zum Leben allgemein:

„Das Leben ist ein Tennisspiel zwischen gegensätzlichen Polen, Sieg und Niederlage, Liebe und Hass, Offenheit und Verschlossenheit, Es ist wichtig, dieses schmerzliche Prinzip früh zu durchschauen, die gegensätzlichen Pole in sich selbst zu erkennen und wenn man sie weder schätzen, noch in Übereinklang bringen kann, sie zumindest zu akzeptieren und weiterzumachen.  Nur ignorieren kann man sie nicht.“

Fazit: lesenswerte Literatur

Fotos

Link Übersicht : die besten Tennisspieler aller Zeiten

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: