Lesenswertes

Wintermelancholie

Der arme Adalbert….

Winter

In den jungen Tagen
Hatt‘ ich frischen Mut,
In der Sonne Strahlen
War ich stark und gut.

Liebe, Lebenswogen,
Sterne, Blumenlust!
Wie so stark die Sehnen!
Wie so voll die Brust!

Und es ist zerronnen,
Was ein Traum nur war;
Winter ist gekommen,
Bleichend mir das Haar.

Bin so alt geworden,
Alt und schwach und blind,
Ach! verweht das Leben,
Wie ein Nebelwind!

Adelbert von Chamisso

Fern jeder Melancholie, wollte ich unbedingt das Eis an den Zweigen fotografieren.

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Kommentare zu: "Wintermelancholie" (1)

  1. Hallo,
    freue mich, dass du den Weg des Gefühlsausdrucks auch über die Lyrik gehst. Schau mal bei mir rein.
    Mach weiter so!

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