Lesenswertes

Archiv für Februar, 2010

Flaute, Plastik und doch ein Sonnenstrahl

Jessica kämpfte mit flauen Winden und ungemütlichem Wetter.  Sie segelte  durch eine Schicht Plastik, die das Wasser bedeckte und weithin verunreinigte. Wenn sie zurück kommt, will sie Gegenstände aus Plastik weitestgehend meiden. Mit diesem Bericht bestätigt sie die Vermutung von Meeresforschern, die vor der Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikabfällen warnen. Illegale Entsorgungen sollten gestoppt werden. Leztendes leiden auch die Tiere des Meeres. Es dauert wohl ziemlich lange, bis sich eine Plasteschicht zersetzt. Seit einigen Tagen kommt Jessica wieder schnell voran, der Wind bläht das Segel, ab und an scheint auch die Sonne und das Kap der guten Hoffnung ist in erreichbare Nähe gerückt. Jessica schreibt, dass sie aus jedem Tag das Beste macht und bisher alle Pläne verwirklichen konnte. Außer einigen Prellungen und einer akuten Schürfwunde am Knie hatte sie keine nennenswerten Verletzungen. Der Wunsch, um die Welt zu segeln und allen zu zeigen, dass ein sehr junger Mensch zu solch einer ausgefallenen Leistung fähig ist, hat schon in der Kindheit ihre Fantasie beschäftigt. Jessica Watson hat mit den Eltern auf einem Boot  vor der Küste Australiens gelebt. Daher stammt die für uns „Landratten“ verwunderliche Selbstverständlichkeit, mit der das Mädchen sich dem Wind und den Wellen anvertraut. Wie weit sie in vier Monaten ganz allein gesegelt ist, wie klug sie die Fahrt vorbereitet hat und wie mutig sie Tag für Tag ihr Ziel verfolgt. Wenn sie Südafrika hinter sich gebracht hat,  hält sie Kurs auf Australien, nach Hause. Zum Blog

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EVAN LYSACEK gewinnt olympisches Gold in Vancouver

„Ein Mann wie Sprengstoff“ und „Die Welle“

Hier einige Gedanken, die vom Wochenende übrig blieben: In dem Film „Ein Mann wie Sprengstoff“ wird der Zuschauer bei der Ehre gepackt, wenn der berühmte aber verfemte Architekt… seinPlädoyer für die Genialität und Unantastbarkeit des menschlichen Selbst hält, dessen Ausdruck er in einem unbestechlichen Geist sieht. Eindringlichst beweist er, dass die Menschheit herausragenden Geistern, die nur sich selbst verpflichtet denken und handeln, dankbar sein muss, denn sonst wäre sie nicht da, wo sie heute ist. Genau das Gegenteil passiert in dem Film „Die Welle“. Die Faszination „Gemeinschaft“ , „Kollektiv“ zeigt, wie sich Menschen in ihrem Selbst stärken, indem sie mit anderen“marschieren“, enorme Kräfte entwickeln, über sich hinaus wachsen.  

Warum sind beide Filme gute Filme? Sie unterhalten, helfen den Alltag spannender zu machen und sie regen zum Nachdenken an, stellen an die Zuschauer Fragen über ihr Sein.

Aus „Ein Mann wie Sprengstoff“: Als ein Mensch vor Tausenden von Jahren das erste Feuer entfachte und er es seinen Brüdern geben wollte, jagten diese ihn davon….

Aus „Die Welle“ : Was braucht eine autark agierende Gruppe? Sie braucht einen unkritisierbaren Anführer, einheitliche Kleidung, einen wiedererkennbaren Gruß , ein Logo, gegenseitige Hilfe und Disziplin….“

Sonntag, 07.02.2010

Jessica wird von ihren Freunden Jess genannt. Sie befindet sich zurzeit 1500 km vom Kap Horn entfernt auf einem kleinen Segelboot. Das Wetter ist zurzeit stürmisch, aber etwas gemäßigter, als es weiter südlich der Fall wäre. Deshalb hat sie auch den Kurs nordöstlich genommen, was einen Umweg bedeutet. Diese Entscheidung hat sich als richtig erwiesen und zeigt, dass Jessica das nötige Wissen, die Erfahrung hat, um  Ella’s Pink Lady durch Wind und Wetter zu steuern. Sie schätzt ein, dass der Umgang mit dem Segel fast schon wie im Schlaf funktioniert. Sie schläft aber nicht bei der Arbeit,  überlegt sich jeden Handgriff zweimal,  gelangt zu innerer Ruhe und Selbstsicherheit, die ihr  auf der Tour helfen. Die Delfine haben ihr das Lächeln aufs Gesicht zurückgezaubert. Sie haben das Schiff begleitet, sich dabei unterhalten, gepfiffen, gequietscht. Vielleicht haben sie sich gefragt, was das kleine Mädchen auf dem kleinen Schiff auf den großen Ozean getrieben hat. Mittlerweile hat ja Aby, das Mädchen  aus Kalifornien ihre Weltreise wieder unterbrechen müssen, weil die Stromaggregate zu schwach waren, woraus man schließen kann, dass sich Jessica Watson besser auf die Reise vorbereitet hat. Bei ihr gab es keine technischen Pannen. Das Essen gehört da ebenso dazu, wie die Technik. Die Tomatensoßenkonzentrate sind alle, aber es hat sich überraschend eine Packung Nutella angefunden, was auch ein Grund zur Freude war. Zum Blog

„Verdammnis“ ab 04.02.2010 in den Kinos

Im Herbst des letzten  Jahres kam „Verblendung“, der erste Teil des Dreiteilers von Stieg Larsson in die Kinos. Ab heute läuft in vielen Kinos „Verdammnis“, Teil 2 an. Lisbeth Salander hat im Roman in diesem zweiten Teil absoluten Stress zu überstehen, denn sie kollidiert mit ihrem Vater auf eine Weise, wie man es niemandem wünscht. Wenn es den Filmemachern gelingen sollte, Lisbeths Charakter, ihre Besonderheiten filmisch überzeugend darzustellen, wird es bestimmt spannend.

Der erste Teil war bereits genial verfilmt, so dass man davon ausgehen kann, dass „Verdammnis“ den Kinobesuch lohnt.

 Also, Stieg Larssons Freunde und Freundinnen, Lisbeth Salanders Verehrer und Verehrerinnen,  macht euch auf , geht ins Kino und schwelgt in den schaurigen Wonnen eines Stieg Larsson Krimis. Ich hoffe, dass ich euch eine heiße Spur gelegt habe mit diesem Blogartikel.

Trayler

Song und Video für Jessica Watson

Jessica segelt weiter. Sie beobachtet die Vögel am Himmel, die von den Inseln aus ihre Flüge starten. Im Blog von Jessica Watson habe ich eine ÚRL für ein Lied gefunden. Seit einer Woche gibt es bei Youtube ein Musikvideo über sie, das ein Freund komponiert, getextet, verfilmt, gespielt und gesungen hat. Mir gefällt das Lied sehr gut, denn es wirkt romatisch und einfühlsam. Die Melodie geht ins Ohr und die Bilder sprechen für sich. Dass es direkt für Jessica Watson komponiert und eingespielt wurde, macht den besonderen Wert des Liedes aus.

Im folgenden Video stellt Jessica Watson sich und  ihr Segelboot vor.

Jessica Watson segelt solo und ohne Hilfe um die Welt

Am 13. Januar umsegelte Jessica Watson, die jüngste Weltumseglerin der Welt das Kap Horn. Am 02.02.2010 richtet sich ihre Fahrt zum Kap der guten Hoffnung. Bei stetigem Wind und angenehmer Witterung  kommt sie gut voran. Gestern hatte sie einen Haushaltstag. So putzte sie  ihr Schiff, das den Namen Pink Lady Ella trägt. Sie berichtete auch wieder vom Nebel, der bei klarem blauen Himmel das Meer einhüllt, also sehr ungewöhnlich wirkt. Um eine tatsächliche Vorstellung davon zu erhalten, was dieses Mädchen leistet, sollte man das Video anschauen. Was gibt es noch zu sagen, Jessica Watson hat ein eigenes Blog, das sie fast täglich bearbeitet. Teilweise erhält sie für eine Mitteilung über 800 Kommentare. Die  Menschen bewundern sie, gratulieren oder schicken wohlmeinende Ratschläge. Ich glaube damit kann man die Einsamkeit auf einem Schiff auch gut überstehen.