Lesenswertes

Archiv für Dezember, 2010

Jahresrückblick 2010

 

Was gab es für besonders erwähnenswerte Ereignisse und Erlebnisse? Im Jahr 2010 war die Familienforschung ein spannendes Thema. Der Stammbaum väterlicherseits bestand vorher aus unbeschriebenen Seiten, die sich nun mit Namen der Ahnen füllen. Diese lebten früher im Gebiet Elchniederung /Ostpreußen, in Endreischken, Schönwiese. Am Ende des zweiten Weltkrieges sind viele umgekommen, verschollen oder ausgesiedelt. Dank Internet fand meine Schwester auf den Ostpreußenseiten ein altes Familienfoto. Meine Anfrage ergab einen Kontakt zu  einer bis dahin unbekannten Verwandten. Sie hatte sich bereits intensiv dem Thema Erforschung der Familie Zehrt gewidmet, hatte bereits Verwandte aufgesucht, Personenregister angefordert, eine Ahnentafel erstellt u.s.w. Wir haben uns getroffen und gleich gut verstanden. Alle Gespräche gingen der Frage nach, wie sich unsere Familie zusammensetzt, wer in Ostpreußen gelebt hat, wie der Krieg die Familien getrennt hat , wer heute wo und wie lebt. Es war ein unerschöpfliches Thema, ein gutes Medium, gut geeignet um sich kennenzulernen , zu unterhalten, um sich näher zu kommen. Diese Stunden möchte ich nicht missen.

Ein Familiengeheimnis wurde gelüftet.

1.Reihe Jungs, 2.v.l. Willi Zehrt, mein Vater

 

Unsere Familie, Verwandschaft  im weiten Sinn würde sich aus den Augen verlieren, so verschieden sind Alter, Wohnort, Arbeit, Interessen u.s.w. Deshalb treffen wir uns einmal im Jahr an einem Ort „Irgendwo“ für einige Stunden. Im April 2010 fanden wir uns an der Oberweißbacher Bergbahn, dem idyllischen  Arbeitsort meines Bruders.  Mit dabei war das  Familienereignis und neue Familienmitglied Matthes. Er blieb nicht der einzige neue Erdenbürger in der Verwandschaft. Unser Sohn hat eine Arbeit in München angenommen. Somit verlässt er Thüringen auf unbestimmte Zeit. (schluchz) Zu den Familiennews des Jahres zählt auch, dass unsere Tochter ihr Studium beendete, womit nun für sie ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Im Urlaub entscheidet man selbst, was wann zu tun ist. Das hat einen großen Erholungswert. Im Winter verbrachten wir einige Tage am Lütschestausee in verschneiten Wäldern, Stille, frischer Luft und bei ausgedehnten Skitouren. Im Sommer reisten wir nach Österreich.  Mein Mann und ich lebten erstmals im Wohnwagen. Das war sehr abenteuerlich. Frei und ungezwungen, kamen und gingen wir, wann wir wollten, erlebten die Natur nah. Es regnete, bis wir zu den Knöcheln im Wasser standen. Dass meine Füße trocken blieben, hatte ich meinem Mann zu verdanken. Er zeigte seinen Charme, überließ mir seine wasserdichten Schuhe. Wir  sahen wie die Donau fett wurde, über die Ufer schwappte. Interessant war ein Besuch im Freimauerermuseum auf Schloss Rosenau.  Am liebsten hätte ich mich in einer Freimaurerloge angemeldet.  Ich mag die Wachau ihre Landschaften und habe sie endlich wieder besucht.

Die Arbeit, der Beruf hat auch dieses Jahr den größten Teil meiner Zeit beansprucht. Hier könnte ich Bände füllen, aber dieses Thema ist nicht in meinem Blog vorgesehen. Glücklicherweise macht mir mein Beruf Freude.(siehe Fotos) Ich denke, dass ein Beruf uns zwingt, die guten Seiten in uns herauszufinden und  zu entwickeln. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese Erkenntnis allgemeingültig ist. Ich drücke all jenen die Daumen, die Arbeit suchen oder eine ungeliebte Stelle aufgeben möchten.

Bogensport: Dieses Jahr habe ich wieder fleißig trainiert und am Schießstil gearbeitet. So erreichte ich die höchste Ringzahl meiner Laufbahn und erhielt den Blauen Fita- Stern. Aber ich erlebte auch die tiefsten Tiefen (schlechtestes Ergebnis aller Zeiten 470 in der Halle)  – Das eine war eine herrliche, das andere eine böse Erfahrung.  Im Sommer führten wir das 2. Trainingslager für den Jenaer Verein durch. Da wir auf dem Jenaer Bogensportplatz campen durften, hatten wir ideale Bedingungen. Das Wetter spielte supi mit. Mit dem Weihnachtsschießen in Jena, das Frank souverän in der Vorrunde und im Finalschießen gewann, endete das Sportjahr 2010. Ich hätte eigentlich den Pokal verteidigen müssen, war aber völlig außer Form. Dafür sangen wir, Ralf Schadewald und ich von Pfeil zu Pfeil „Es wollt ein Bauer früh aufstehn“. Das war ansteckend. Nächstes Jahr bringe ich ein paar Liedertexte mit.

Das beeindruckendste Buch wurde für mich 2010: Pargfrieder von Stefan Heym. Das schönste Lied: Over the Rainbow Coverversion 2010

Es gab auch schlimme Momente:  Am 14.04.2010 starb zu meinem großen Bedauern Alice Miller im Alter von 87 Jahren. siehe auch

Für das nächste Jahr wünsche ich allen, die bei ihren Recherchen hierher gelangt sind Gesundheit und Glück, also alles erdenklich Gute.

Wenn Kinder aus dem Haus gehen

Das ist mein Thema, jetzt, in diesen Tagen, da Zeit ist, um nachzudenken. Einerseits war es mir eine große Freude, unsere erwachsen gewordenen Kinder an den Weihnachtsfeiertagen zu bewirten, mit ihnen zu lachen, Filme zu schauen und sie dabei anzusehen, mit ihnen zu reden. Andererseits haben sie ihre eigene Sicht. Das ist okay, aber unglaublich verletztend , wenn sie mir, der Mama sagen, was ich früher mit ihnen falsch gemacht habe.  Ich habe mich nicht gut gekannt bisher, hätte nie gedacht, dass ich mich so beleidigt fühlen kann.  Ratgeber für Eltern

Frohe Weihnacht !

Ein frohes Fest, einen fleißigen Weihnachtsmann, sowie alles Gute, Glück und Gesundheit für das Jahr 2011 wünscht meinen Freunden und Verwandten, sowie alle denen die hier reinschauen,

Kerstin Jecke.

Seid lieb miteinander, auch wenn sich Schneeberge türmen und der Weihnachtsbraten verschmort im Herd liegen sollte.

„Berlin open“

Unter dem Motto „Berlin Open International, Archery Meeting 2010“ setzte die SG Bergmann Borsig Berlin gemeinsam mit allen Initiatoren und Sponsoren einen Meilenstein im Bogensport. Vom 17.12.- 19.12.2010 fand in Berlin Lichtenberg das erste internationale Preisgeldturnier statt. Bogensportler aus 21 Ländern, von drei Erdteilen stellten sich den aufreibenden Kämpfen um die ausgeschriebenen Preisgelder. 2300.-€ , 1000.-€, 500.-€, 250 und 3 x75.-€ wurden für die Plätze 1-8 vergeben. Viele wollten am Wettkampf teilnehmen und die Atmosphäre eines großen internationalen Turniers miterleben. Ab Freitag traf man sich beim Einschießen. Samstag fand die Vorrunde 2x18m in drei Durchgängen statt. Diese Vorrunde- 2x 18 m- hatte es in sich, denn es gab pro Durchgang einen Jackpott von 200.-€ zu knacken. Die Bedingung lautete: Die Gewinner müssen in zwei Passen, mit jeweils 3 Pfeilen, 60 Ringe schießen. Es gab tatsächlich einige Jackpottknacker. Im Bereich Recurve/Damen gewann die junge Isabell Viehmeier von Guths Muths Jena mit 581Ringen die Vorrunde vor der polnischen Schützin Justyna Mospinek 580 und Elena Richter 574. Sebastian Rohrberg wurde Erster der Vorrunde Männer Rec. mit 595 Ringen vor Magnus Petterson/Schweden 588 und Camilo Mayr 585. Im Bereich Compound siegten in der Vorrunde bei den Damen Albina Loginova /Rus 594 vor Ivana Buden/ Cro 579 und Sabine Sauter 576. C.Männer: Damsbo, M./Den. 595, Lundin, M./Schwe.594, Elzinga,P./Nied. 593 Die Finalwettkämpfe wurden im Verfahren Best of five ausgetragen. Dieser Modus ähnelt dem unserer Bundesliga . Zwei Schützen schießen gegeneinander. Wer die höhere Ringzahl hat, erhält nach einer Passe 2 Punkte. Bei gleicher Ringzahl gibt es für beide einen Punkt. Das Punktekonto entscheidet über Sieg oder Niederlage. Maximal werden fünf Serien mit jeweils drei Pfeilen gewertet. Bei den Damen Rec. gewann Lisa Unruh von BB Berlin Gold vor Veronica Haidn Tschalova. Platz 3 belegte Justyna Mospinek/Pol.. Max Kupfer von Guts Muths Jena holte Gold bei den Herren /Rec. Camilo Mayr belegte Platz 2 und Magnus Petterson/Schwe. wurde Dritter. Bei den Damen Comp. setzte sich die Russin Albina Loginov durch. Sie siegte vor Goebel, P. /Öst. und Patricia Sauter. Die drei Erstplatzierten der Männer Comp. waren: Abstreiter, R., Andersen J. /Den. und Schloesser, M./Nied. Fazit: Beginnend bei der Materialkontrolle bis zur Siegerehrung gab es einen Zeitplan, der auf die Minute eingehalten wurde. Es war beeindruckend. Die Ergebnisse wurden digital erfasst und zügig veröffentlicht. Eine junge Dolmetscherin übersetzte die Ansagen in Englisch. Früh bis spät waren Stände für das leibliche Wohl geöffnet. Für die Unterbringung im Hotel nebenan gab es einen Rabatt. Was war noch lobenswert? Am Sonntag erhielten alle eine 2. Chance, die sich nicht unter die ersten 32 platzieren konnten. Sie schossen 3×5 Pfeile auf kreisförmig angebrachte Spots. Pro Passe gab es eine Zeitvorgabe von 2 Minuten. Nach knapp 45 Minuten war es vorbei. Die ersten Sechs dieser Gruppe konnten ein Sachgeschenk mit nach Hause nehmen. Vergeben wurde ein Bogen, Bogenzubehör, ein Bogenkoffer u.a. mehr. Ich möchte an dieser Stelle den Veranstaltern und allen Helfern des SG Bergamnn Borsig Berlin herzlich Danke sagen und sie ermutigen, nächstes Jahr wieder „Berlin open“ zu starten. Liebe Bogensportler und Bogensportlerinnen „Schaut auf diese Stadt !“ Berlin ist eine Reise wert. Ein internationales Turnier dieser Klasse gibt es nicht alle Tage. Also, vielleicht sehen wir uns beim nächsten „Berlin open“ . Kerstin Jecke , SV Carl-Zeiss-Jena 22.12.2010   Ergebnisse 

siehe auch Berlin open 2011