Lesenswertes

Jahresrückblick 2010

 

Was gab es für besonders erwähnenswerte Ereignisse und Erlebnisse? Im Jahr 2010 war die Familienforschung ein spannendes Thema. Der Stammbaum väterlicherseits bestand vorher aus unbeschriebenen Seiten, die sich nun mit Namen der Ahnen füllen. Diese lebten früher im Gebiet Elchniederung /Ostpreußen, in Endreischken, Schönwiese. Am Ende des zweiten Weltkrieges sind viele umgekommen, verschollen oder ausgesiedelt. Dank Internet fand meine Schwester auf den Ostpreußenseiten ein altes Familienfoto. Meine Anfrage ergab einen Kontakt zu  einer bis dahin unbekannten Verwandten. Sie hatte sich bereits intensiv dem Thema Erforschung der Familie Zehrt gewidmet, hatte bereits Verwandte aufgesucht, Personenregister angefordert, eine Ahnentafel erstellt u.s.w. Wir haben uns getroffen und gleich gut verstanden. Alle Gespräche gingen der Frage nach, wie sich unsere Familie zusammensetzt, wer in Ostpreußen gelebt hat, wie der Krieg die Familien getrennt hat , wer heute wo und wie lebt. Es war ein unerschöpfliches Thema, ein gutes Medium, gut geeignet um sich kennenzulernen , zu unterhalten, um sich näher zu kommen. Diese Stunden möchte ich nicht missen.

Ein Familiengeheimnis wurde gelüftet.

1.Reihe Jungs, 2.v.l. Willi Zehrt, mein Vater

 

Unsere Familie, Verwandschaft  im weiten Sinn würde sich aus den Augen verlieren, so verschieden sind Alter, Wohnort, Arbeit, Interessen u.s.w. Deshalb treffen wir uns einmal im Jahr an einem Ort „Irgendwo“ für einige Stunden. Im April 2010 fanden wir uns an der Oberweißbacher Bergbahn, dem idyllischen  Arbeitsort meines Bruders.  Mit dabei war das  Familienereignis und neue Familienmitglied Matthes. Er blieb nicht der einzige neue Erdenbürger in der Verwandschaft. Unser Sohn hat eine Arbeit in München angenommen. Somit verlässt er Thüringen auf unbestimmte Zeit. (schluchz) Zu den Familiennews des Jahres zählt auch, dass unsere Tochter ihr Studium beendete, womit nun für sie ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Im Urlaub entscheidet man selbst, was wann zu tun ist. Das hat einen großen Erholungswert. Im Winter verbrachten wir einige Tage am Lütschestausee in verschneiten Wäldern, Stille, frischer Luft und bei ausgedehnten Skitouren. Im Sommer reisten wir nach Österreich.  Mein Mann und ich lebten erstmals im Wohnwagen. Das war sehr abenteuerlich. Frei und ungezwungen, kamen und gingen wir, wann wir wollten, erlebten die Natur nah. Es regnete, bis wir zu den Knöcheln im Wasser standen. Dass meine Füße trocken blieben, hatte ich meinem Mann zu verdanken. Er zeigte seinen Charme, überließ mir seine wasserdichten Schuhe. Wir  sahen wie die Donau fett wurde, über die Ufer schwappte. Interessant war ein Besuch im Freimauerermuseum auf Schloss Rosenau.  Am liebsten hätte ich mich in einer Freimaurerloge angemeldet.  Ich mag die Wachau ihre Landschaften und habe sie endlich wieder besucht.

Die Arbeit, der Beruf hat auch dieses Jahr den größten Teil meiner Zeit beansprucht. Hier könnte ich Bände füllen, aber dieses Thema ist nicht in meinem Blog vorgesehen. Glücklicherweise macht mir mein Beruf Freude.(siehe Fotos) Ich denke, dass ein Beruf uns zwingt, die guten Seiten in uns herauszufinden und  zu entwickeln. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese Erkenntnis allgemeingültig ist. Ich drücke all jenen die Daumen, die Arbeit suchen oder eine ungeliebte Stelle aufgeben möchten.

Bogensport: Dieses Jahr habe ich wieder fleißig trainiert und am Schießstil gearbeitet. So erreichte ich die höchste Ringzahl meiner Laufbahn und erhielt den Blauen Fita- Stern. Aber ich erlebte auch die tiefsten Tiefen (schlechtestes Ergebnis aller Zeiten 470 in der Halle)  – Das eine war eine herrliche, das andere eine böse Erfahrung.  Im Sommer führten wir das 2. Trainingslager für den Jenaer Verein durch. Da wir auf dem Jenaer Bogensportplatz campen durften, hatten wir ideale Bedingungen. Das Wetter spielte supi mit. Mit dem Weihnachtsschießen in Jena, das Frank souverän in der Vorrunde und im Finalschießen gewann, endete das Sportjahr 2010. Ich hätte eigentlich den Pokal verteidigen müssen, war aber völlig außer Form. Dafür sangen wir, Ralf Schadewald und ich von Pfeil zu Pfeil „Es wollt ein Bauer früh aufstehn“. Das war ansteckend. Nächstes Jahr bringe ich ein paar Liedertexte mit.

Das beeindruckendste Buch wurde für mich 2010: Pargfrieder von Stefan Heym. Das schönste Lied: Over the Rainbow Coverversion 2010

Es gab auch schlimme Momente:  Am 14.04.2010 starb zu meinem großen Bedauern Alice Miller im Alter von 87 Jahren. siehe auch

Für das nächste Jahr wünsche ich allen, die bei ihren Recherchen hierher gelangt sind Gesundheit und Glück, also alles erdenklich Gute.

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Kommentare zu: "Jahresrückblick 2010" (2)

  1. Ein ganz toller Jahresrückblick ist das. Für 2011 wünsche ich dir viele tolle Erlebnisse, schöne Urlaube, Spaß und Entspannung bei den Hobbies, glückliche Stunden in der Familie, viel Gesundheit und Erfolg im Job. LG Heike

  2. Jetzt wird es bestimmt besonders schön, das Jahr 2011. fr. Grüße sendet Kerstin

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