Lesenswertes

Archiv für Januar, 2011

Schließt Facebook?

Eben las ich, dass Facebook seine Seiten schließen will.  siehe auch und

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Bernd Eichinger starb viel zu früh

Am 24.01.2010 starb Bernd Eichinger. Seit Anfang der 70er Jahre widmete er sich dem Film, ging ganz darin auf. Ihm gelang es, sich als Produzent selbständig zu machen. Wer kennt nicht den Film „Christiane F.-Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Damit begann eine Erfolgsserie guter Filme , die auch die Zuschauer in ihren Bann zogen. Dazu zählen Filme, die man sieht und nicht wieder vergisst. Er hat sie auf den Weg gebracht, als Produzent, aber auch als sensibler Künstler. „Das Boot“ eine der Hauptrollen spielte Herbert Grönemeier., Manta Manta, Till Schweiger wurde hier gekonnt in Szene gesetzt. Für mich stehen die folgenden Filme als ganz große Literaturverfilmungen: „Im Namen der Rose“, „Die unendliche Geschichte“. „Das Geisterhaus“nach einem Roman von Isabel Alliende, mit einer wunderbaren Maryl Streep und das „Das Parfüm“ nach einem Roman von Patrick Süskind. Für diesen Film schrieb Bernd Eichinger das Drehbuch, ebenso wie für den Film „Der Bader Meinhof Komplex“, ein Film der ein Stück deutsche Gegenwartsgeschichte nachbildet. Absolut bemerkenswert war auch der Film „Der Untergang“. Nun ist Bernd Eichinger leider gestorben: viel zu früh, wenn man bedenkt, dass er erst 61 Jahre alt war und so aus dem Vollen leben konnte, mit seiner enormen Begabung und dem Mut, diese auch auszuleben. Der zuletzt gedrehte Film erzählt die Geschichte des Rappers Bushido und auch da darf man sicher gespannt sein, denn eines zeichnete Bernd Eichinger aus: Er hatte ein Gespür für Themen,welche die Menschen interessieren, ja begeistern und er hatte die Fähigkeit diese in bewegenden Geschichten und bewegten Bildern festzuhalten. Hier sieht man Bernd Eichinger, einen kraftvollen  Menschen. Nun ist die Flamme seines Lebens verloschen. Leider….

oben: B.E. mit seiner Frau, unten: mit Corinna Harfouch

Mittel gegen Prüfungsangst

Nun wurde wissenschaftlich belegt, was gegen Prüfungsängste hilft. Es ist die Schreibtherapie. Wer kennt nicht das lästige, unangenehme, schleichende Gefühl der Prüfungsversagensangst? Eine der besten Nachrichten des heutigen Tages (OTZ Gera) vermittelt die neue Erkenntnis der Studie eines Forscherteams der Universität Chikago zum Thema Prüfungsangst. In Versuchen hat man bemerkt: Studenten, die kurz vor der Prüfung ihre Versagensängste aufgeschrieben hatten,  spürten kaum noch Angst. In der  Prüfung schnitten sie besser ab.  Fazit: „Habt Angst und schreibt die Ängste nieder!“ mehr

Golden Globes für „The Social Network“

Man kommt an Mark Zuckerbergs Facebook kaum vorbei, auch wenn man sich nicht ein Profil auf diesen Seiten erstellen will. Das US-Magazin „Time“ kürte den 26-Jährigen Mitte Dezember 2010  zur „Person des Jahres“ 2010:

Nun -aktuell -erlebten die Filmemacher und Produzenten von „The Social Network“ einen Triumph bei der Verleihung der Golden Globes 2011. David Finchers Film über den Aufbau von Facebook wurde mit vier Golden Globes ausgezeichnet. GG gab es für:  bestes Drama, Regie, Drehbuch und Filmmusik

Hier alle Gewinner der Golden Globes 2011 im
Überblick:

Kino :

– Bester Schauspieler in einem Film – Drama: Colin Firth (“The King’s Speech”)
– Beste Schauspielerin in einem Film – Drama: Natalie Portman (“Black Swan”)

–  Bester Film – Drama: “The Social Network”
– Bester Film – Comedy oder Musical: “Kids are All Right”

– Beste Regie bei einem Film: David Fincher (“Social Network”)
– Bestes Drehbuch für einen Film: Aaron Sorkin (“Social Network”)

– Bester Schauspieler in einem Film – Comedy oder Musical: Paul Giamatti
(“Barney’s Version”)
– Beste Schauspielerin in einem Film – Comedy oder Musical: Annette Bening –
(“The Kids Are All Right”)

– Bester Nebendarsteller in einem Film: Christian Bale (“The Fighter”)
– Beste Nebendarstellerin in einem Film: Melissa Leo (“The Fighter”)

– Bester fremdsprachiger Film: “In a Better World”

Offene Vereinsmeisterschaft in der Halle – Glauchau 2011

Am 14. und 15.01.2011 findet die „Offene Vereinsmeisterschaft “ Glauchau statt. Geschossen wird die Distanz 18m , 2x 30 Pfeile. Am Start sind Recurve-, Compound- Lang- und Blankbogenschützen, Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen aller Altersklassen. Die meisten Bogensportler stammen aus Sachsen. Freitagabend waren wir beim 1. Durchgang dabei, mein Mann und ich, dazu Jens Bohne, als Vertretung des Jenaer Bogensportvereins. Frank und Jens konnten mit 550 Ringen/ 548 Ringen gute Ergebnisse schießen, während ich wiederum weit unter meinen Erwartungen blieb und nur 464 Ringe schoss. Ich hatte ganz enge Schussbilder, konnte meine drei Pfeile pro Passe meist mit Daumen und Zeigefinger umfassen, aber sie drifteten weit  nach links ab. Für mich gab es also kein Happy End. Das Turnier an sich war aber ein echtes Highlight, gut organisiert in einer angenehmen Umgebung. Herzlichen Dank an die Organisatoren.

Helmut Newton

Fotografien von Helmut Newton(Wikip.) präsentiert in diesen Tagen das Kunsthaus Apolda. Es handelt sich bei den Fotos hauptsächlich um Leihgaben aus dem Museum der Moderne Salzburg. Helmut Newton ist ein berühmter Fotograf, der 2004 bei einem Autounfall mit 83 Jahren starb. Nun richtet man in Thüringen die Aufmerksamkeit auf ihn, in der Provinz, in Apolda, einer kleinen Stadt, die sich mit Strickwaren einen Namen gemacht hat. Seit Helmut Newton Frauen fotografierte, hat sich die Sicht auf diese geändert. Frauen erscheinen direkt und selbstbewusst, fast dominant. Typisch für ihn ist: Er hat  reiche Frauen fotografiert, die Hüllen fallen ließen um ihm intime Einblicke zu gewähren.  Mit dieser Art wurden Tabus gebrochen. Seine Bilder sind unverwechselbar und sehr gefragt. Sie sagen und zeigen alles, trotz Schminke. Er fotografiert die Nacktheit in verschiedensten Facetten, meist nicht sehr schön, aber manchmal auch erstaunlich schön. Helmut Newton sagte von sich, dass er beim Fotografieren die Welt innerlich verarbeitet und erkennt. Er liebte und respektierte seine Models, Frauen, mit denen er gearbeitet hat, alle. Tatsächlich war er mit June verheiratet. Einige Fotos zeigen in aller Öffentlichkeit sonst verborgene Winkel. Andere Fotos zeigen Frauen wie Architektur. In Apolda gibt es eine kleine Ausstellung zu sehen , vorwiegend Akte. Ich traf da einen Kollegen der begeistert war und sah auch skeptische Blicke auf den Fotos verweilen. Mir gefiel die Atmosphäre im Kunsthaus. Beeindruckend sind die großen brillianten Aufnahmen. Ein Katalog zur Ausstellung ist für 20.-€ zu haben. Fazit: Das Kunsthaus Apolda ist ein echter Insidertipp für Kunstliebhaber.

Fotos: Kerstin Jecke 

Besinnung

Besinnung drückt aus, dass man nicht abschweift, sondern bei sich ist, sich wahrnimmt, tief atmet, sich  fühlt….  Es gibt eine relativ junge  Studie in der Erforschung menschlichen Verhaltens. Das Ergebnis sagt:  Das Gegenteil von „Abschweifen“ macht glücklich.

Sind Menschen glücklicher, die ihre Gedanken auf sich selbst richten, mit allen Sinnen?  Meditation macht es z.B. möglich, konzentriert zu denken und zu  fühlen. Macht sie glücklich? Sind Menschen, die beten glücklicher, weil sie sichmit Hilfe schlichter Formeln konzentrieren? Das ist ein spannendes Thema. Bewirkt die Konzentration auf eine ganz einfache Handlung, z.B. Stricken, Sticken, Malen, Singen, Schnitzen, Basteln, ein Glücksgefühl?

Folgende Übung möchte ich empfehlen: Setzen Sie sich hin. Spüren Sie in sich hinein. Atmen Sie tief ein paar Atemzüge. Spüren Sie ihre Füße, ihren Atem, ihre Beine, den Hintern, ihren Atem, den Rücken, die Schultern, das Gesicht, die Augen spüren sie nach, wo ihr Körper den Sessel zu Hause, den Stuhl im Büro, die Sitzbank in der Bahn, die Bank im Zug, den Sitz im Flugzeug berührt. Fühlen sie diese Berührung nach. Diese Übung kostet nichts. Einmal oder zweimal am Tag sollte man sie sich ein paar Minuten gönnen. Dabei wird tief ein- und ausgeatmet. Was passiert? Werden Sie stark und mit sich eins? Spüren Sie das Glück?

Wer sich mit tiefer Konzentration auf Sonne, Mond, Sterne, Wind, Regen, Schnee ,Eis, Wiese ,Bäumen, Bach, See, Stille, Wald, Feld und Meer einlässt, ihnen mit allen Sinnen nachspürt, bei ihnen verweilt, wird mit innerer Freude weiter gehen. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß bei der Selbsterfahrung.  Manchmal erlebt man dabei etwas Besonderes. So entstand auch dieses Foto im rosa orangen schrägen Licht einer untergehenden Sonne. (Fotos: Kerstin Jecke)