Lesenswertes

Archiv für Dezember, 2011

überraschende Resultate in Berlin

Während auf die Dächer Berlins  Schnee fiel, der Wind dahinfegte und sich der Himmel im eingetrübten Grau zeigte, starteten vom 16. -18.12.2011 teils weitgereiste Bogensportler, 392 Teilnehmer aus 34 Nationen bei Deutschlands größtem internationalen Bogensportturnier „Berlin open“. Schon der Gedanke dabei zu sein, beflügelte im Vorfeld viele Teilnehmer. Namhafte Athleten von Weltrang waren am Start, Nationalkader, aber auch engagierte Schützen aus dem Breitensport. Mit der Firma Win&Win -und anderen- standen Sponsoren bereit, die mit Geld- und Sachprämien Sieger und Platzierte belohnten.  Planmäßig und zügig verliefen die Wettkämpfe, dank vieler Helfer/innen und eines gut eingespielten Kampfrichterteams. Interessant war es natürlich selbst zu schießen, aber auch zu sehen, welchen Schießstil die Besten praktizieren, welches Material sie verwenden und wie die Zweikämpfe ausgehen. Auf einer elektronischen Anzeigetafel konnten alle die Ergebnisse mit verfolgen.  So wurde das Turnier zu einer spannenden Sportveranstaltung auf ganz hohem Niveau.  Auch  World Archery – ehemals FITA Bogenschießen- hat über die Wettkämpfe berichtet. Die Gastgeber vom Bogensportclub BB-Berlin e.V. gaben alles. Ihnen gilt deshalb mein herzlicher Dank. Ergebnisse: Für viele überraschend, setzte sich im Bereich olympischer Recurvebogen Isabel Viehmeier von Guts Muths Jena (DSB) bei den Damen an die Spitze(siehe vorl. Foto). Sie siegte in den entscheidenden Eliminationsrunden gegen Pia Carmen Lionetti, (Ital.Nationalkader) Susanne Poßner, (Dtl.Nationalkader) und im Finale gegen Polina Podionova (Ukraine) jeweils mit unglaublichen 6:0 Punkten. Für sie bedeutet dieses Ergebnis ein echter Leistungssprung, denn im Vorjahr hatte sie die Vorrunde gewonnen, konnte aber in den Eliminationsrunden nicht so Punkten, wie sie es diesmal zeigte. Das wird ihr Trainer, Victor Bachmann mit großer Genugtuung mitverfolgt haben. Überraschenderweise war die Favoritin für einen Sieg bei den Damen, die Italienerin und ehemalige Weltmeisterin Natalia Valejeva, im Vorfeld von Pia Eibeck (PSG Darmstadt /Bundesligist Platz 2)mit einer 3:7 Niederlage herausgekickt worden. Die Siegerin der Vorrunde, N. Valejeva, hatte ihren Wettkampf bis dahin souverän absolviert. 30 er Serien waren bei ihr usus und das mit einem auffallend klaren, zügigen Schießstil.  Erste Anzeichen einer Verletzbarkeit zeigte N. Valejewa beim 1/16tel Finale gegen Annedore Röbisch.  Diese rang ihr voller Stolz zwei Punkte ab, musste sich dann aber der Stärkeren geschlagen geben. Auch relativ unerwartet gewann bei den Herren Florian Kahllund vom SSC Fockbeck (siehe unten). Einen besonderen Erfolg für Thüringen erzielte die Compoundschützin Andrea Weihe. Sie setzte sich in dem anspruchsvollen Feld gegen alle Konkurrentinnen durch und erkämpfte den ersten Platz im Finale mit 6:5 Punkten gegen Jelena Babinina aus Litauen. Bianca Pfeifer und Ramona Wagner, ihre Mannschaftskameradinnen aus dem Bogensportverein Stahlwerk Unterwellenborn/Könitz hatten sich auch für die Eliminationsrunden qualifiziert, mussten dann aber den stärkeren Gegenerinnen weichen. Frank Jecke SV C-Z Jena erreichte mit 550 Ringen, Platz 78 bei den Herren. Mit 521 Ringen habe ich mich wacker geschlagen, Platz 44 bei den Damen belegt und wieder viel gelernt…. Ergebnisse und mehr 

Plakat

 

 

siehe auch Berlin open 2010

Advertisements

Hollywood Hills

„Hollywood Hills“ von der finnischen Band Sunrise Avenue wurde heute beim Morgenmagazin des ZDF und der ARD auf Platz 1 der Internet life Charts gewählt. Im März 2011 hatte die Band mit diesem Song im Studio des Morgenmagazins einen Auftritt, der viele begeisterte. Wenn ich nachts mit dem Auto unterwegs bin und diesen Song höre, bekommt mir das besser als der stärkste Kaffee der Welt.  

Das Leben ist kein Honigschlecken

Milla Jovovich, die niedliche Hauptdarstellerin in dem Blogbuster „Das fünfte Element“ war ein gefragtes Model, bevor sie als Schauspielerin in mehr als 30 Filmen  mitwirkte. Ihr Erfolgsgeheimnis verriet sie in diesen Tagen. Sie meinte so kurz vor dem Weihnachtsfest: „Das Leben ist kein Honigschlecken. Man darf nicht zu bequem werden, muss stark sein , arbeiten“. So wird es auch in dem Märchen „Frau Holle“ bereits an die Kinder vermittelt. Aber was lehrt uns die Realität? Viele Frauen leben unbequem. Sie arbeiten seit Jahren in unterbezahlten Jobs unter enormen Druck. Sie stehen ihren Mann in Kik Filialen, Frischebackständen, in Netto Supermärkten, bei Aldi, bei Reinigungsfirmen u.a. Sie sind sicher stark und arbeiten. Aber wo bleibt das Gold?

Die hellen Tage

„Die hellenTage“ von Zsuzsa Bank wurden 2011 im S.Fischer Verlag veröffentlicht. Der Roman beschreibt das Leben dreier Kinder am Rande einer Kleinstadt aus der Sicht einer Frau, die sich an ihre Kindertage und Jugendzeit zurückerinnert. An den poesievollen Schilderungen der Landschaft und der Menschen erkennt man, wie sehr sie mit dem Herzen an den hellen Tagen, den Kindertagen hängt. Sie schreibt: „Ich habe mich oft gefragt, wann wir begonnen haben, die zu werden, die wir als Erwachsene sind.“ Dieser Satz enthält soviel Melancholie über etwas Verlorenes, das durch nichts ersetzt werden kann, dass man vermutet, es müssten ganz besondere reiche Kindertage gewesen sein. Es gibt aber keinen Reichtum und keine Wunder, dafür Freundschaften, Himmel, Wiesen, Bäume, Wege und Spiele im Gras. Was ist das Besondere an diesem Buch? Für mich ist es die Gestalt der Evi. Diese Frau verkörpert vieles, nur eins nicht, das Bild einer Siegerin. Sie ist weder schön, noch begehrt, noch angesehen, noch berühmt oder gar gut betucht. Sie prägt die Geschichte, tritt in Erscheinung mit ihrer sparsamen Art zu leben, zu lieben, und der Fähigkeit, da zu sein für die Kinder mit selbstverständlicher Güte.

Jürgen Todenhöfer bei Bertelsmann

„Teile dein Glück und du veränderst die Welt“ nennt Jürgen Todenhöfer seinen Ratgeber über die besonders erfolgreiche Art, zu leben, veröffentlicht bei C.Bertelsmann. So schreibt er beispielsweise: „Kritisiere nie deine „Punktrichter! Weder im Sport, noch im Studium noch im Beruf! Verzichte darauf, deine Vorgesetzten in den Schatten zu stellen….Sei höflich! Höflichkeit öffnet viele Türen, auch in der Politik…. Höre in wichtigen Streitfragen immer beide Seiten an! Dein Leben wird sonst eine Kette schlimmer Fehlurteile. …“ Die Ratschläge und Aufforderungen münden in einen Katalog der Tugenden. Auf freundliche, sehr persönliche  und interessante Weise beschreibt Jürgen Todenhöfer  seinen Weg, Episoden und Begegnungen aus der Politikerszene in der sich einen Namen gemacht hat. Mich beeindruckte dieser Satz, der viel über den Mensch Jürgen Todenhöfer sagt:“Mein großer Traum ist es mitzuhelfen, dass sich eines Tages in der Weltpolitik der Geist des Rechts und des Friedens durchsetzt.“

Zwei an einem Tag

David Nicholls „Zwei an einem Tag“ ist ein Bestseller. Im April 2011 erschien er erstmals bei Heyne als Taschenbuch. Nun wurde der Roman verfilmt und wird ab November 2011 in den Kinos gezeigt. Emma und Dexter finden sich und schlafen miteinander. Ein wirkliches Miteinander gibt es 20 Jahre lang nicht, denn sie gehen getrennte Wege. Sie arbeiten, verdienen Geld, versuchen Ideale zu verwirklichen und sind bemüht, nicht Singel zu bleiben. Trotzdem treffen sie sich einmal im Jahr an ihrem Tag. Die Geschichte bleibt spannend bis zu letzten Seite. Als Leser begreift man, dass es für Em und Dex nur eines geben kann: ihre große gemeinsame Liebe. Das Buch möchte ich weiter empfehlen und den Film werde ich bestimmt ansehen. Er passt in die Vorweihnachtszeit.   Trayler 

Udo Lindenberg und Clueso beim Rockkonzert in Jena

Am 02.Dezember 2011 fand in Jena ein Rockkonzert gegen Rechtsterrorismus statt. Udo Lindenberg, Clueso, Julia Neigel, Anna Loos und Silly, Peter Maffay und andere Künstler verzichteten auf ihre Gage und spielten für mehr als 50 000 Besuchern. Die Musiker erteilten den Rechten eine klare Absage. Udo Lindenberg meinte, dass es nicht das Ziel der „Wende“ gewesen sein kann, braunes Gedankengut auszugraben. Wer so mit Jena verwurzelt ist, wie ich es bin, kennt die Jenaer und weiß, dass die Rechtsradikalen existieren, aber keine Chance auf eine Mehrheit haben.