Lesenswertes

Die hellen Tage

„Die hellenTage“ von Zsuzsa Bank wurden 2011 im S.Fischer Verlag veröffentlicht. Der Roman beschreibt das Leben dreier Kinder am Rande einer Kleinstadt aus der Sicht einer Frau, die sich an ihre Kindertage und Jugendzeit zurückerinnert. An den poesievollen Schilderungen der Landschaft und der Menschen erkennt man, wie sehr sie mit dem Herzen an den hellen Tagen, den Kindertagen hängt. Sie schreibt: „Ich habe mich oft gefragt, wann wir begonnen haben, die zu werden, die wir als Erwachsene sind.“ Dieser Satz enthält soviel Melancholie über etwas Verlorenes, das durch nichts ersetzt werden kann, dass man vermutet, es müssten ganz besondere reiche Kindertage gewesen sein. Es gibt aber keinen Reichtum und keine Wunder, dafür Freundschaften, Himmel, Wiesen, Bäume, Wege und Spiele im Gras. Was ist das Besondere an diesem Buch? Für mich ist es die Gestalt der Evi. Diese Frau verkörpert vieles, nur eins nicht, das Bild einer Siegerin. Sie ist weder schön, noch begehrt, noch angesehen, noch berühmt oder gar gut betucht. Sie prägt die Geschichte, tritt in Erscheinung mit ihrer sparsamen Art zu leben, zu lieben, und der Fähigkeit, da zu sein für die Kinder mit selbstverständlicher Güte.

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Kommentare zu: "Die hellen Tage" (1)

  1. Netter Post. Sicher nicht verkehrt, sich mit der Thematik intensiver zu befassen. Werde bestimmt weitere Posts im Auge behalten.

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