Lesenswertes

Jahresrückblick 2011

Das Jahr 2011 ging gefühltermaßen schnell vorbei. Entgegen aller Nachrichten aus Zeitungen und dem Fernsehen, die mich täglich erreichten, hatte ich viele gute Tage, sowohl bei der Arbeit, als auch privat.

Wanderungen, Spaziergänge, hier und da ein Picknik mit Freunden oder eine Radtour brachten Entspannung, und so manches Wochenende wurde zu einem schönen Erlebnis.

Eines Tages klemmte mein Mittel- und Zugfinger in der schweren Eingangstür des Betriebes. Auaaaa!!!!! Der Finger war gebrochen. Die Wettkampfteilnahme rückte in weite Ferne.  Ärzte redeten von Sehnenabriss, Steife und Arthritis, machten mir wenig Hoffnung, jemals wieder schießen zu können. Ganz anders reagierte eine Kollegin, die sich in ihrer Freizeit mit Pferden beschäftigt. Sie brachte getrocknete Beinwellblätter, erklärte, dass man Pferde mit Beinwell heilt und sagte, dass ich den Beinwell um den Finger binden soll. Dann würden die Knochen wieder zusammen wachsen. Danke, liebe Frau B.

Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr ist ein Sachbuch.  Es nennt sich „4 Blutgruppen – Vier Strategien für ein gesundes Leben.“ Der Autor Dr. Peter J.D’Adamo arbeitet als Naturheilmediziner. Sein Wissen um die Blutgruppen (0,A,B.AB) führte ihn zu der Erkenntnis, dass die Menschen ihre Gesundheit verbessern, wenn sie  Nahrungsmittel auswählen, die zur Blutgruppe passen und andere vermeiden, die das Blut nicht verträgt. D’Adamos Begründungen haben mich tief beeindruckt. Seit Monaten wende ich die „Blutgruppendiät“ an und teste ihre Auswirkungen. Fast nebenbei habe ich Pfunde abgenommen, was zwar nicht das ursprüngliche Ziel war, aber einen ganz angenehmen Nebeneffekt hat. (Tabelle)

Sehr nachdenklich hat mich das Buch von Jürgen Schreiber “ Gerhard Richter – ein Maler in Deutschland“ gemacht. Gerhard Richter ist berühmt. Seine Gemälde werden teuer verkauft. Einige Bilder zeigen verschwommene schwarz weiß Fotos auf riesigen Leinwänden. Im Buch steht, dass  diese Bilder auch seine Tante Marianne abbilden. Ihre Ärzte, Behörden und Pfleger haben sie  damals, im dritten Reich, dem Euthanasieprogramm zugeordnet und umgebracht. Der Autor Jürgen Schreiber bearbeitet ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte und man kann nur hoffen, dass wir Menschen klüger werden. Seine Kunst zu schreiben und die Kunst Gerhard Richters, auf eine besondere Weise zu malen, erwecken Marianne nicht wieder zum Leben, aber ich denke an sie.

 

Im warmen Spätsommer fuhren wir zu den Mastergames nach Italien. Mein Mann gewann in Lignano eine Goldmedaillie. Er erfüllte sich damit einen großen Wunsch. Ich wollte gerne Venedig sehen und Wandmalereien in Kirchen entdecken.  Venedig zeigte sich sehr vielseitig: Wasserstraßen, morbide Häuser in malerischer Archtektur, einige schräge Sonnenstrahlen auf den Wellen, die Gondeln, ab und an ein Sänger am Ruder. Auch wenn viele  Touristen die Wege bevölkerten, war es herrlich, da zu sein und von früh bis spät dem Treiben zuzuschauen. In Padua belagerten uns dunkelhäutige Einwanderer. Einige unserer Euros wanderten in bittende Hände. An einem sonnigen Tag besuchten wir die Kathedrale St. Antonio in Padua. Viele Gläubige aus aller Welt waren da, um vor den heilsamen Reliquien Wünsche aufzusagen oder zu beten. Ich habe mir z.B. gewünscht, dass unsere Tochter eine Arbeit findet. Das hat wunderbar geklappt. Zwei Wochen später rief ihr jetziger Chef aus Berlin an und sagte, dass sie aus der Bewerberschar für eine Redakteursstelle ausgewählt wurde…

 

 

 

 

Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, den Kranken Gesundheit zu wünschen, den Menschen die entlassen worden sind, Arbeit, den Kindern gute Eltern und allen anderen Zufriedenheit.

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