Lesenswertes

Archiv für März, 2012

Deutsche Hallenmeisterschaft des DSB im Bogenschießen 2012

Ergebnisse 

Die besten Bogensportler/innen Deutschlands (DSB) trafen sich an diesem Wochenende 16.03.2012 bis 18.03.2012 in der Klingenstadt Solingen im Bergischen Land. Im Auftrag der Bundessportleitung des Deutschen Schützenbundes richtete die Bogensportabteilung des Solinger Sport-Club 95/98 die Deutsche Hallenmeisterschaft im Bogenschießen (DSB) aus. Wenn man als Mitglied des DBSV 1959 e.V. über die DM des DSB berichtet, bleibt es nicht aus, über den Sinn beider Verbände nachzudenken. Der DSB ist für die Sportschießdisziplinen der Interessenvertreter Nr.1 in Deutschland. Dabei ist der Bogensport eine unterrepräsentierte Sparte im DSB. Anfang der 1990er Jahre kam der Wunsch auf, für die Bogensportler einen eigenständigen Sportverband zu schaffen . Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde die Idee, den DBSV 1959 e.V. bundesweit auszubauen geboren und umgesetzt.  Gegenwärtig darf er aber die Bogensportler international nicht vertreten. Das macht der DSB. Vergleicht man die beiden DM Halle, (siehe auch) zeigen sich bei der Teilnehmerstärke kaum noch Unterschiede. Wenn man beim DSB einen Meistertitel gewinnen will, hängen die Trauben noch etwas höher, erstens weil die Nationalkader mit am Start sind und zweitens, weil der DSB aus viel mehr Mitgliedern die Teilnehmer auswählt. In einigen Klassen nähern sich die Ergebnisse an, zumal viele Bogensportler in beiden Verbänden starten. Der DBSV hat den Vorteil, dass er sich für neue Bogensportarten öffnet. Es gibt mehr Mitbestimmmung und interessantere Turniere. Für die Älteren  wurden differenziertere Altersklassen eröffnet. Der DSB hat den großen Vorteil, dass er in einigen Bundesländern hauptamtlich finanzierte Landestrainer beschäftigt und somit in Landessportzentren den Nachwuchs fördert.

Die deutsche Meisterschaft des DSB verlief bei optimaler Zeitplanung mit besten Bedingungen für die Schützen. Es wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Stellvertretend möchte ich folgende Siegerinnen und Platzierte nennen und vorher noch allen herzlich gratulieren: Lisa Unruh siegte bei den Damen (583 Vorrunde). Sie ist zur Zeit die beste deutsche Bogenschützin und hat auch in diesem Turnier wieder ihre Klasse bewiesen. Platz 2 belegte Karina Winter 585 (Vorrunde). Dritte wurde Susanne Poßner vor Elena Richter. ( alle BSC BB Berlin). Deutscher Meister in der Schützenklasse wurde Daniel Hartmann (583 Vorrunde) BS Feucht, vor Sebastian Rohrberg (582)SV Dauelsen und Jan Christopher Ginzel(575) Sherwood BSC Herne. Bei den Juniorinnen belegte Isabel Viehmeier 585(Guths Muths Jena) Platz 1. Ebenfalls Platz 1 erkämpfte sich die Mannschaft der Compound Damen Andrea Weihe, Bianca Pfeifer und Ramona Wagner (Abt. Bogensport des SV Stahl Unterwellenborn). In der Altersklasse der Damen siegte Doris Jagemann 558 (SG Duderstadt) vor Manuela Kaltenmark 548 (SGes Seebronn) und Annedore Röbisch 547 (SV Diedrichshagen). Ich machte die einprägsame Erfahrung, auf dem letzten Platz zu landen.(511) egal: die Teilnahme zählt. Die DM ist auch ein Ort der Begegnungen. Man freut sich über jedes bekannte Gesicht. Ich habe Antje Fritzsche wiedergetroffen, meine ehemalige Mannschaftskameradin aus Jena. Der Beruf hat sie nach Ditzingen geführt, wo sie seit Jahren den Nachwuchs im Bogensport trainiert. In seiner  Fotoserie  „Miteinander“ hat Frank Jecke die besondere Stimmung dieser DM festgehalten:

 

 

 

 

 

 

 

Gut besuchte Hallen DM in Dessau

zu den Ergebnissen   

Die Deutsche Hallenmeisterschaft des DBSV 1959 e.V. wurde vom 03. -04.03.2012 in der Sporthalle des Berufsschulzentrums der Bauhausstadt Dessau vom BSC Dessau e.V. ausgerichtet. Von hier aus sende ich herzliche Glückwünsche an alle Sieger/innen und Platzierte. 521 Sportler/innen kämpften um die begehrten Medaillen. Mit 242 Teilnehmer/innen stellten die Klassen der Recurveschützen die überwiegende Mehrheit. 140 Compoundschützen und 139 Teilnehmer/innen der Bogentypen Jagd, Lang, Blank- oder Primitivbogen waren am Start. Die Altersklassen begannen bei der U12 und endeten bei der Ü65. Besonders erwähnenswert sind aus meiner Sicht folgende Ergebnisse: Der SV Stahl Unterwellenborn belegte in der Mannschaftswertung der U-Klassen souverän Platz 1 mit Jonas Kraßnitzer, Florian Stauch und Marvin Reißland (1609) darüber hat sich Gabi Möslein, die Nachwuchstrainerin sicher gefreut, ebenso wie über den 2.Platz in der U12 weibl, von Anika Kraft (525). Sehr gute Ergebnisse gab es in der U20 männl. Recurve. Nordrheinwestfahlener belegten die ersten drei Plätze:  Matthias Bathe CfB Soest (568) Max Pflückebaum TV Brakel (548) und Marc Kathage TUS Grün Weiß Holten (539).  Für den SV Stahl Unterwellenborn, Thüringen, gewann Bianca Pfeifer in der Klasse Damen Compound eine Goldmedaille mit 572 Ringen. Ramona Wagner belegte Platz 4. Ihre Vereinskameradin Anke Meckel hat in dem leistungsstark besetzten Feld der Damen Ü40 Rec. einen guten 4.Platz (542) hinter Annedore Röbisch (554) Diedrichshagen, Bettina Schmidt (553) MoGoNo Leipzig und Gabi Schultze (549) KSC Strausberg belegt. Bei den Damen Rec. siegte Diana Romstedt Döbeln (564) vor Melanie Wolff Turngemeinschaft Berlin (555) und Anne Krauthahn FCE Aue (534). Die Herren Rec.dominierte Thomas Hasenfuß vom SGi Seehausen (577) vor Maik Herrmann, Döbelner Bogenschützen 72 (572) und Ralf Schützhold MASA Mühlheim (571) In der Klasse Ü45 Herren siegte Adolf Mohr UTK BSC Oberbauerschaft (570) vor Andreas Erdmann Werdau Rot Weiß (557) und Heiko Knüppel BSC Nordheide (550). Gute Ergebnisse erzielten auch die Herren Ü55 Rec. mit Hans Dieter Bergs EM Moers (545), Stephan Vorrath MoGoNo Leipzig (541) und Eckers Lorenz Nordheide (541). In meiner Klasse Damen Rec. Ü50 lag Cornelia Hattendorf (539) Hamburger Bogenschützengilde vor Elke Lohcamp (537) Bogenteam Cölln und Irina Stach (532) Ettenbeuren. Ich belegte den 6. Platz (507) worüber ich nicht wirklich glücklich sein konnte. Die Organisatoren arbeiteten mit großer Einsatzbereitschaft, teils in die späten Abendstunden hinein, bis alle Urkunden vergeben und die Aufräumarbeiten erledigt waren. Herzlichen Dank von hier aus an alle, die mitgewirkt haben. Ihr seid suuuper…  Auch wenn die Halle einige Engstellen aufwies -man schlängelte sich gelassen durch die Spaliere von Stühlen, Bögen und Bogenschützen zur Startlinie- ließ es sich gut schießen. Es gab nur einen kleinen Wermutstropfen: In den Abendstunden hätte die Beleuchtung etwas heller sein können. Was gibt es zur Organisation noch zu sagen? Die Gastgeber hatten sich eine kleine Nettigkeit ausgedacht. Alle Teilnehmer/innen fanden an ihrer Startnummer eine gesponserte Getränkemarke, für die es einen Fruchtsaft der persönlichen Wahl gab. Das gab der Gesamtdeutschen Hallenmeisterschaft des DBSV 1959 e.V. eine fruchtige Note.