Lesenswertes

Archiv für die Kategorie ‘Tagebuch’

Wanderung zum Ziegenhainer

Am 04.06.2010 war einer dieser schönen warmen Sommerabende für gemütliche Stunden. Mit Freunden wanderten wir aus dem Jenaer Kernbergviertel hinauf durch Wiesen und Weiden, an Gärten und Fachwerkhäusern vorbei durch das Ziegenhainer Tal. Der Fuchsturm, ein beliebtes Ausflugsziel der Jenaer schaute zu uns herunter. Unser Ziel hieß „Zum Ziegenhainer“. Wir setzten uns dort unter eine Linde, tranken roten Wein, aßen frische, wohlschmeckend zubereitete Speisen. Danke an das „Geburtstagskind“  und die Belegschaft der Gaststätte. Ich möchte diese Kurzwanderung all denen empfehlen, die noch keine Zeit hatten díese liebliche Gegend zu erkunden. Tipp: Es könnte sinnvoll sein, in der Gaststätte vorher anzurufen.  

Joggen am Sonntag

Das Joggen am Sonntag kräftigt das Herz, reichert das Blut mit Sauerstoff an und macht den Alltag kurzweiliger. Viele haben das erkannt und so trifft man sich am Elsterradweg,  rennt, spaziert, fährt Rad fährt oder bummelt einfach dahin. Wer läuft, grüßt den Läufer. Das ist Tradition. Manche Jogger haben vermutlich im Winter eine Verschnaufpause eingelegt  und nun die Laufschuhe herausgeholt. Was man sonst noch sieht:

Jahresrückblick 2009

2009 ging schnell, in Windeseile vorbei. Tiefen und Höhen gab es, wie jedes Jahr. Das schönste Erlebnis war für mich der Aufstieg zur Geraer Hütte in Österreich. Erstmals als Bergerklimmerin unterwegs, sah ich Enzian, Schnee im Sommer,  Bergwege, Gebirgsbäche, glockenbimmelnde Kühe auf der Alm. Nach der ersten Stunde des Aufstieges floss der Schweiß dahin, kein Meter wurde verschenkt. Die Beine und Arme mussten schuften, aber es galt ein in 2300 Meter Höhe liegendes Ziel zu erreichen.   Hätte nicht ein unermüdlicher Freund der Alpen immer wieder davon geschwärmt, wäre uns da echt was entgangen.

 Geraer Hütte im Sommer 2009

Beruf:  Leider haben nicht alle, die es gerne hätten, einen Job. Wenn es endlich mehr gut bezahlte Arbeitsplätze gäbe…. Besser noch, es gäbe für jeden Bürger dieses Landes ein gesetzlich garantiertes Grundeinkommen von ca.1500 Euro.

Familie: 2009 gab es ein großes Familientreffen mit Kind und Kegel und eine Wanderung mit meinen Geschwistern und ihren Ehepartner/innen. Da sonst alle ihre Wege gehen wird eine Tradition nützlich, damit man sich nicht ganz aus den Augen verliert. .

Nach einigen erfolglosen Versuchen trugen die Nachforschungen zur verschollenen Familie meines Vaters Früchte.

Im Bogenschießen war die Vorbereitung und Durchführung des Sommertrainingslagers in der Jenaer Oberaue von Erfolg gekrönt, alle waren zufrieden. In den Wettkämpfen habe ich manchmal gut,  manchmal schlecht geschossen, aber das Jahr mit einem Paukenschlag beendet. Am 18.12. 2009 rettete ich die Ehre der Frauen unseres Vereins, indem ich 563 Ringe schoss und dafür den Jenaer Weihnachtspokal erhielt. Dieser Pokal wird seit 1967 vergeben.

 Der Weihnachtspokal allein zu Haus

Silvester trainierten wir in Jena. Jens servierte uns den Rotkäppchensekt auf besondere Weise, wie man hier sehen kann. Gut, dass es Freunde gibt. Desmal hatten Frank und Jens die besten Egebnisse.

Blog:  2009 habe ich begonnen, Fotos einzuarbeiten. Dank neuem Laptop ist es wunderbar, am PC zu arbeiten.

Gesundheit: Seit 2009 trage ich fast immer eine Brille.  Schluchz!

All denen, die es geschafft haben, bis hierher zu lesen, wünsche ich alles Gute für 2010.

Wandertag

Heute waren wir wandern, in und um Brotterode. Wer es noch nicht weiß: Es gibt auf den Wiesen Thüringens eine Vielfalt von Kräutern und Blumen, Heilkräutern, Schmetterlingen und Insekten. Das wird uns aber erst bewußt, wenn wir uns darauf einlassen, wenn wir uns die Zeit nehmen und hinschauen. Schachtelhalm, Brennessel, Löwenzahn, Beinwell, Sauerampfer, Günzel, Girsch, Wegerich, Arnika , Klee und Königskerze sind nur wenige der vielen. Wer war zuerst da? Die Kräuter oder wir? Wer kennt Kräuterrezepte? 

Brotterode 31.05.2009 Heilkräuter 106

 

Brotterode 31.05.2009 Heilkräuter 076

Videonachmittag

Am Sonnabend hatte ich frei. Mein Mann war dienstlich unterwegs. Ich wollte diese Zeit gut nutzen und lud meine Freundinnen  zum Videonachmittag ein. Sie kamen, und blieben lange da. Wir tauschten News aus, erzählten, lachten und hörten uns zu, ließen es uns also richtig gut gehen. Das Video hatte mir meine Tochter zum Geburtstag geschenkt. Ich wußte, dass es ein guter Film ist, aber mehr nicht. Wie im Himmel ist ein schwedischer Film, der die Geschichte eines  Chores erzählt. Ich, wir waren begeistert. Da spielt ein großer Regisseur die Klaviatur menschlicher Beziehungen, Sehnsüchte, Qualen, Glücksempfindungen, Hass , Gewalt, Angst und Liebe  mit sensiblen leisen melodiösen oder kreischenden Tönen zu einer unvergesslichen Melodie. Dieser Film zeigt, was Menschen, Menschen wert sein könnten. Ich will ihn hier empfehlen und ein gutes Wort  für Freundschaft und Videonachmittage halten. Sowas bereichert enorm.

Rettung

Dieser Baum wäre nicht das, was er heute ist. Wenn ich aus meinem Dienstzimmer auf ihn schaue kommt er mir vor wie ein guter Freund. Als er vor einem Jahr umgesetzt wurde, bekam er kleine Blätter, die schnell verwelkten. Es sah so aus, als würde es ihm sehr schlecht gehen. Da gaben meine Kollegin und ich ihm regelmäßig Wasser, bis weit in den Herbst hinein, in der Hoffnung, dass sich das Wurzelwerk weiter entwickelt und die Baumkrone ernähren kann. In diesem Jahr gedeiht er prächtig. Die Blätter haben ein schönes saftiges Grün. Viellcht sollte ich ihm einen Namen geben. Kühe geben schließlich auch mehr Milch, wenn man sie persönlich anspricht.

 Frank 08 015

Kontakt zur WHO

Heute, am 08.05. 09, gegen Mittag, traf ich in der tiefsten Provinz eine gut aussehende, braun gebrannte, schlanke Bekannte. Wir umarmten und drückten uns herzlich, redeten angeregt über Dies und Das. Bald kamen wir zum Thema „Schweinegrippe“:           Sie sagte, dass sie gerade aus Mexiko zurückgekehrt sei, dass man, bezogen auf das Influenza A(H1N1) auch bei ihr am Flughafen in Mexico geprüft hat, ob sie Fieber habe, dass sie die Visitationen am Heimatflughafen rechtzeitig umgangen sei. Von der Reise schwärmte sie. Als sie in Mexiko ihre Rundfahrt begann, waren die Museen und Galerien geöffnet, so dass sie auch im Nachhinein noch erfreut war, keine Verbote beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen erleben zu müssen. Wir redeten, während ich dachte: „Sie sieht blendend aus, gut erholt, von der kleinen Infektion der Lippe abgesehen, die ich nicht bemerken würde, wenn sie vom Urlaub an der Ostsee zurückgekehrt wäre.“  

WHO  Weltkarte der Influenza A(H1N1) WHO