Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Alltag’

Brot selber backen

Wir haben heute das Brot auf eine besondere Art gebacken. Der Teig wurde in einen vorerhitzten gusseisernen 3l Topf befördert und anschließend ca. 45 Minuten bei 200°C im Herd gebacken. Aus dem Teig wurde tatsächlich ein Brot, das nicht im Topf klebte,  gut aussah, komplett durchgebacken war und schmeckte.

Die Idee stammt aus dem empfehlenswerten Buch von Gabriele Redden:  „Brot aus dem Topf“. 

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2. Fete de la Musique in Gera

Dass wieder ein Jahr vergangen ist, lässt sich auch an der 2. Auflage der Fete de la Musique festmachen, die am 21.06.2015 in Geras Stadtzentrum stattfand. Wieder hat  Dr. Lothar Hoffmann  in monatelanger Arbeit die Zusammenarbeit mit der Stadt, den Musikern, Verbänden und dem Theater Gera Altenburg erfolgreich organisiert. Das Fest begann mit dem Versuch, einem Cupsong zu kreieren, um in das Guinnes Buch der Rekorde zu gelangen. Dafür hatten sich mehrere hundert Begeisterte auf dem Markt, Geras guter Stube, niedergelassen und gemeinsam einen verbindenden Rhythmus intoniert. Man konnte anschließend durch die Stadt schlendern und lauschen. Danke an die vielen Teilnehmerinnen, die Bands, die Chöre, die Leadsänger, die Gitarristen der Musikschule, die vielen Musiker/innen, die ohne eine Gage als Botschafter der Musik auftraten. Am späten Nachmittag war das Kammerorchester zu hören und abends das Sinfonieorchester des Theaters  Gera Altenburg mit dem Theaterchor. Unter dem Abendhimmel dirigierte  Laurent Wagner seine Musiker und Musikerinnen mit feinem Humor und übertrug seine große Liebe zur Musik auf die Menschen um ihn herum. Man konnte es in den Gesichtern lesen…Fete 2015 Mix aus Frankreich   1. Fete….in Gera  

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Tänzer aus Moskau in Gera

Gera hat ein sehr schönes Theater und seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts einen guten Namen als Heimat einer hauseigenen Ballettcompany. Manche der Tänzer sind über die Jahre in Gera geblieben, was dazu führte, dass sich eine anspruchsvolle Tanzszene im Amateurbereich entwickeln konnte. Kinder und Jugendliche trainieren bei guten, engagierten Tanzlehrern, wenn sie sich auf diesem Gebiet betätigen wollen. Am 08.04.2015 gestalteten Tänzer aus Moskau und Geras Musikschule Heinrich Schütz eine festliche Aufführung in der Tonhalle Gera. Diese besondere Aktion ist dem jüngst gegründeten Verein „Kinder bewegen“ zu verdanken. Nach einer Woche des gemeinsamen Trainings wurden Stücke aus bekannten Balletten und Eigenkreationen aufgeführt. Die Zuschauer dankten mit viel Beifall. Tänzer aus Moskau in Gera 2015 012  Tänzer aus Moskau in Gera 2015 050 Tänzer aus Moskau in Gera 2015 059 Tänzer aus Moskau in Gera 2015 099

In „Unterwerfung“ geblättert…

Michel Houellebecq  erzählt in „Unterwerfung“ über einen Mittvierziger, der seinen Lebensunterhalt als Hochschullehrer verdient. Dieser Mann lebt in Paris. Er beschreibt sich selbst als mittelmäßig, schlaff und uninteressiert. Literarischer Ehrgeiz hat für ihn in der Konsumgesellschaft keinen Sinn, Liebe macht keinen Sinn, Sex – ja, aber Frauen sind dazu gemacht, ihn zu verlassen.  Er verachtet seine Eltern und sieht in der Zukunft eine sich selbst auflösende Kultur und Gesellschaft. 2022 ändert sich für ihn alles, denn in seinem Heimatland  Frankreich  stellt eine islamische Front den Präsidenten. Während sich rechte, linke oder in der Mitte befindliche Parteien gegenseitig verabscheuen und ausbremsen, setzen sich die islamischen Parteien durch, schließen ein Bündnis auf der Grundlage ihrer Religion. Dem Romanheld ergeht es dabei schlecht, weil seine Freundin nach Israel ausreist und weil er aus dem Universitätsdienst entlassen wird. Er erhält zwar eine monatliche Pension von 3000…€, aber die Untätigkeit quält ihn. Mit unguten Gefühlen  beobachtet er, wie sich die anderen Kollegen verhalten, teilweise anpassen. Das Dreifache  würde man ihm zahlen, wenn er wieder an die Uni zurück käme. Geld ist genug vorhanden, ein Ölscheich zahlt. Aber es hat sich viel verändert und an den Universitätsdienst sind Bedingungen geknüpft, die allem widersprechen, was bisher galt. An der wieder eröffneten Sorbonne studieren nun meist Männer und wenige ausgewählte, in Schleier gehüllte Frauen. Kinder gehen bis zum 12. Lebensjahr zur Schule. Wer Geld hat, kauft Privatunterricht. Der französische Bildungsetat  wird minimalisiert. Die Frauen verschwinden aus dem Berufsleben.  Dafür erhält die Familie ein hohes Ansehen. Laut Gesetz darf ein Mann bis zu vier Frauen heiraten… Der Held des Romans könnte eine junge 15 jährige Ehefrau nehmen und eine etwas ältere  für die Zubereitung des Essens… Die Frau unterwirft sich dem Mann. Der Mann unterwirft sich seinem Gott…

Sein Herz hat aufgehört zu schlagen…

Udo Jürgens Erfurt 2014 034

Ich sitze am 4. Advent zu Hause bei Kaffee und Kerzenschein, höre zufällig das Lied Merci Cherie, erzähle unseren Freunden, wie sehr mich der Künstler Udo Jürgens beeindruckt hat, dass ich seine Lieder mag und wie froh ich war, im Konzert mitzuerleben, wie er sich gibt, wie er live klingt, wie die Menschen um mich herum ihn verehren… Plötzlich, im Hintergrund spricht man bei MDR Radio  über Udo Jürgens. Wir sehen uns an, fragen uns, was wir eben gehört haben. War das ein Nachruf ? Meine Tochter ist gerade online, schaut in die Schlagzeilen und bestätigt: Udo Jürgens ist tot. Er ist heute, am 21.12.2014 am Nachmittag bei einem Spaziergang  in der Schweiz zusammengebrochen und später in einem Krankenhaus an Herzversagen verstorben. Er hat mitten im Leben gelebt…An dieser Stelle sage ich mein Beileid all denen, die um ihn trauern.

Lutz Seiler: Kruso

„Kruso“ wurde 2014 mit dem deutschen Buchpreis geehrt. Im Oktober berichteten viele Zeitungen. Beeindruckt hat mich ein sprachgewandter Autor.  Ed, Kruso und Speiche sind seine Helden. Kruso begegnet Ed 1989 auf Hiddensee in einer Geschichte über Selbstfindung, die einem auszehrenden Aderlass gleicht. Was beide in Kindertagen erfahren, später erlebt und gelesen haben, prägt sie und das, was sie in der Geschichte denken und tun. Das Buch hat autobiografische Inhalte und das Schreiben scheint dabei zu helfen,  innere Schlacken aufzubrechen.  Der in Gera geborene Autor Lutz Seiler erzählt eine zeitbezogene, zeitlose Geschichte, die manchmal am schmierigen Boden einer vielgenutzten Küche verharrt, dann aber aufstrebt. Nach dem Lesen bleibt Melancholie und das Nachdenken über die Motive seiner Helden. Wer das Buch nicht liest, sollte zumindest mal auf Hiddensee verweilen. Die Insel ist wunderschön.

Hiddensee   hiddensee 1

„Manchmal scheint es mir als gäbe es ein Lied…“

Hier ein Beispiel für die besondere Kunst der Straßenmusik, ein Lied von Felix Meyer und Band: mehr: http://www.arte.tv/guide/de/048186-006/pflasterklange-1-4/?vid=048186-006_PLUS7-D   und hier ein Link zu einem Auftritt beim  Tanz – und Folk Fest in Rudolstadt