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Der Vorleser – Film

Gestern nachmittag habe ich den Film mit einer Freundin besucht. Nach einiger Zeit hatten sich fast alle Reihen gefüllt, was von einem großen Interesse zeugt.

Der Film begann und ich fühlte mich bereits nach wenigen Minuten in die Handlung des Romans versetzt. Kurz gesagt : Ich kann den Film weiter empfehlen, weil er mir gut gefallen hat. Wer den Roman mag, wird auch den Film mögen, denn Änderungen gibt es, aber diese sind unbedeutend. Im Wesentlichen verläuft der Film streng am Roman ausgerichtet.  Kate Winslet hat den Oscar mit dieser Rolle verdient. Bemerkenswertes haben aber auch die Maskenbildner geleistet, denn der Alterungsprozess war der Hanna Schmidts  erstaunlich echt ins Gesicht gezeichnet.

(David Kross ,Kate Winslet, Ralph Fiennes)

Oscarverleihung 2009

Kate Winslet  erhielt für ihre schauspielerische Leistung in The Reader / Der Vorleser den Oscar 2009  für die beste weibliche Hauptrolle verliehen.

siehe auch 

Bericht der 81. Academie Awards

Oscarnominierung 2009

Erfreulicherweise wurde Kate Winslet auch bei den  Oscarnominierungen bedacht. Ich bin gespannt, ob sie den Oscar erhält und drücke ihr schon deshalb die Daumen, weil mir das Buch „Der Vorleser “ wirklich gut gefallen hat.  Genaueres erfahren wir noch am 22. Februar 2009, denn da findet die Preisverleihung statt.

Auch hier verweise ich auf „The Gaffer“  ,das beste Filmblog aller Zeiten. Da steht alles, was man zu den Nominierungen wissen möchte und darüber hinaus gibt es so viele wunderbar geschriebene Filmrezensionen, dass man tagelang verweilen könnte, wenn man die Zeit dazu hätte.

siehe auch:  „Der Vorleser“  da gibt es auch einen Trailer des Films.

Der Vorleser

ein Roman von Bernhard Schlink

Eine Freundin gab mir neulich nach der Chorprobe das Taschenbuch „Der Vorleser“  Erst lag das Buch ein paar Tage herum, dann habe ich vielleicht 15 Seiten gelesen, Es lag dann wieder herum. Dann war klar, ich muss es zurück geben. Also las ich weiter … und hörte bis zur letzten Seite nicht auf.

Es war so, wie ich es mir von Büchern wünsche. Es beschäftigte meine Phantasie und meine Vorstellungen und es erfüllte alle Erwartungen.

Ich konnte mir nie vorstellen, dass sich ein 15jähriger Junge  in eine dreißig Jahre alte Frau verliebt, aber nach dieser Geschicht glaube ich , dass es möglich ist. Ich habe mich oft gefragt, was Frauen dazu gebracht hat, in einem KZ zu „arbeiten“. Auch auf diese Frage findet man eine Antwort. Es hat mich sehr bewegt, dass der Erzähler seine Geschichte so nahegehend erzählt, dass man sich mit ihm schämt , als er im Schwimmbad die Frau nicht erkennen will und dass man sich wünscht, er möge eine frische Frau nach den vielen Jahren Gefängnis wiederfinden, mit der er vielleicht noch glücklich werden kann. Dass es dann ganz anders kommt, weicht ab vom Hollywoodklischee. Beim Lesen war mir nicht bewusst, dass im Roman die Art und Weise der Auseinandersetzung der Deutschen mit ihrer Vergangenheit symbolisch in Wortbilder gefasst sein soll. In den Kritiken kann man das nachlesen. Daran lässt sich auch erkennen, dass man über das Buch reden kann. Es hat mehr Inhalt, Fragen und Vermutungen  zu bieten, als man im ersten Lesegang denkt.  Ich lese für mein Leben gerne und habe dieses Buch gemocht, solange ich es in der Hand hielt. An dieser Stelle wird mir wiedermal bewusst, wie durchschnittlich ich denke, denn: „Der Vorleser“ ist so gefragt, dass er vielfach übersetzt wurde und Besetsellerlisten angeführt hat.  Hiermit empfehle ich es weiter, vielleicht gibt es auch noch andere Menschen, die einen Bestseller zehn Jahre später lesen.  Bald gibt es zum Buch einen Film: Am 26.02.2009 kommt Stephen Daldrys Drama mit Ralph Fiennes, und Kate Winslet in die Kinos. Kate Winslet  erhielt für ihre schauspielerische Leistung als Hauptdarstllerin in The Reader den Golden Globe 2009 verliehen.

Trailer