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Nachruf für einen alten Bekannten

 Quelle: TV Movie

Heute teilen viele Nachrichtensender  im Internet mit, dass am Donnerstagabend (23.06.2011) der amerikanische Schauspieler Peter Falk in Beverly Hills/ USA im Alter von 83 Jahren verstarb. Als Kommissar Columbo wurde er weltbekannt. Diese Rolle schien ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Er hauchte ihr Leben ein und machte sich damit wahrscheinlich unsterblich. Den Leuten schien das Muster der Filme zu gefallen. Es zeigte immer wieder Columbo, der gegen jemanden siegte, der „reicher“ und „vornehmer“ war. Es tut mir Leid um Peter Falk. Sein Kommissar Columbo (Fotos), ist zum Glück nicht tot. Peter Falk war ein guter Schauspieler. Ich hätte ihm noch ein paar schöne Jahre gegönnt. mehr

Peter Falks Biografie:

geboren am 16. September 1927 in New York

Ausbildung:Hamilton College, Clinton (Staat New York)

New School For Social  Research, New York

Maxwell School of  Syracuse University, New York

Ehefrau: Shera Danese

Peter Falk ist halb  russischer und halb ungarischer Herkunft. Im Alter von drei Jahren hat er ein
Auge verloren. Für seine Rolle als Lastwagenfahrer im Film „Price of  Tomatoes“ bekam er einen Emmy und drei andere für seine Rolle als Columbo.  1960 wurde er für einen Oskar für seine Rolle als Schauspieler im Film
„Murder, Inc.“ nominiert und 1961 für den Film „Pocketful of  Miracles„. 1972 gewann er einen Tony für „The Prisoner of Second  Avenue“.(Quelle: Homepage Peter Falk )

Chefredakteur des ZDF im Kreuzfeuer der Kritik

Spiegel Online schreibt, dass Robert Koch, der Ministerpräsident von Hessen, in seiner Mission als Verwaltungsrat des ZDF, die Stelle des Chefredakteurs Nikolaus Brender neu besetzen möchte, obwohl ihm die Satzung dergleichen nicht erlaubt. Gefährdet Herr Koch die Freiheit des öffentlich rechtlichen Fernsehens, welches  die Millionen Beitragszahler finanzieren?

dazu : Medienexperte von Lojewski

Marcel Reich-Ranicki bei Thomas Gottschalk

Am 17.10.2008 fand das Gespräch statt.

Die Intendanten von ARD, ZDF, RTL und SAT 1 waren nicht erschienen.
Zunächst sagte Herr R.-R., dass er auf seiner Meinung bestehen würde, weil der Abend einfach scheußlich gewesen sei. T.G. meinte, die Verleihung des Fernsehpreises 2008 sei, nach den Einschaltquoten gemessen, ein Erfolg. 6 Millionen Menschen haben die Sendung gesehen.

Herr R.-R. machte seiner Unzufriedenheit mit den Intendanten, den Hauptverantwortlichen, Luft und sagte, sie würden ihr Handwerk nicht verstehen. Sie müssten für ansprechendes Bildungsfernsehen sorgen. Ihm sei schon klar, dass man nicht jeden Wunsch erfüllt bekommen könnte, aber ein Kompromiss wäre auch nicht schlecht und der sei eben zur Zeit nicht erkennbar.

R.-R : Man muss nicht laufend Schwachsinn liefern und verblödende Sendungen. ARTE habe ein gute Sendung über Kissinger, die zeige doch, dass es auch anders gehe. T.G: Bauer sucht Frau hat aber eine höhere Einschaltquote als die Sendung über Kissinger. „Wetten Das“ schauen am Samstag Abend 10 – 12 Millionen Menschen. Das wäre bei der Biografie über Kissinger nicht drin, deshalb sähe man so etwas auch selten im öffentlich rechtlichen Fernsehen.

R.-R fragte ob es so schwierig sei, Anspruchsvolles zu senden, Schiller, Shakespeare und Brecht wären Meister der Unterhaltung gewesen. Schiller habe im Vorwort des Theaterstückes „Die Braut von Messina“ geschrieben , wie wichtig der Spaß im Theater sei: also solle man doch öfter anspruchsvolle Autoren (z.B. Shakespeare) inszenieren.

T.G. hatte daran seine Zweifel, weil die Zielgruppe des öffentlich rechtlichen Fernsehens 13 bis 49 jährige Menschen sind.

Überhaupt sei Fernsehbildung für diese Zielgruppe schwer zu bewältigen, meinte T.G., verwies auf das Internet und sagte: „Wenn Du über das Fernsehen weinst, musst du Dich erschießen, wenn du in das Internet gehst. Ich wünsche dir, dass du nie einen Internetpreis erhältst.“.

R.-R.: für jeden gibt es etwas anderes, was ihn glücklich macht. Fernsehmacher müssen sich mehr Mühe geben, sie geben sich zuwenig Mühe.

T.G. sagte, dass Herrn R.-R ein Kind des Fernsehens sei. Sein literarisches Quartett habe ihn berühmt gemacht, also das Fernsehen.

R.-R verlangt, Intendanten und Programmdirektoren müssten Angst haben, rausgeschmissen zu werden.
T.G. antwortet: Sie haben Angst, Angst vor der Quote.

T.G. Stellt sich die Frage, ob er ein Verlierer wäre, wenn er neben sich nicht mehr die wunderbaren Gründe hätte, ihn zu sehen (Models, Prominente u.s.w.)

R.-R macht T.G. ein Kompliment, auf eine Weise, wie es nur ein Weiser tun kann:
Er sagte zu T.G: „Du kannst über die Bühne gehen und sagen: na Leute –guten Abend – und die Leute sind glücklich. Das ist eine großartige Leistung.“

T.G: Leute gehen oft, wenn es bildend wird und bleiben, wenn sie leicht unterhalten werden. Erfolg braucht die Ouote.

Am Ende des Gespräches hat Thomas Gottschalk den Fernsehpreis behalten und gewettet: Wenn es ihm gelingen sollte, eine bildungsfrohe Sendung zu machen, eine Sendung, die trotz der Bildung erwünschte Einschaltquoten bringt, müsste Herr Reich-Ranicki den Fernsehpreis annehmen. Dieser sagte dazu: „ja“ .

Fazit: Hätte der Titel lauten müssen : „Viel Lärm um Nichts ?“ Wird sich nun was ändern im Fernsehalltag? Auf jeden Fall konnte er auch sein Buch „Mein Leben“ erwähnen, das zur Zeit verfilmt wird.

Ich war am Ende froh, dass es ein Gespräch geblieben ist, indem gegenseitiger Respekt zu spüren war.