Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Film’

Training in Jena

24.01.2014: Freitags treffen sich viele Mitglieder unseres Vereins in der vor zwei Jahren neu erbauten Sporthalle hinter dem Fußballstadion in Jena. Wenn man die Halle betritt, stehen die Lang-, Blank-, Jagdbogenschützen neben den Compound- und uns den den Recurvschützen. Manche schießen schon seit 40 Jahren, andere wollen gerade beginnen. Erfahrungen werden ausgetauscht, man achtet aufeinander. Jens und Andreas geben Ratschläge, Thomas stellt die Besetzung und Fahrgemeinschaften für die Turniere zusammen und Heide macht sich Gedanken, wie das 50 jährige Jubiläum des SV CZ Jena, Abteilung Bogensport begangen werden könnte…

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Ich habe Martin befragt, der eine etwas andere Beziehung zum Bogensport hat. Er tüftelt, plant, bastelt, schießt – wenn es ihn überkommt- vom Rad in voller Fahrt. Er schneidert die Kleidung für das Schießen nach mittelalterlichem Vorbild, hat sich dafür eine Schneiderpuppe in die Wohnung gestellt. Die Nähte des Kaftans sind mustergültig genäht. Letzten Freitag bewunderten wir ihn in seinem Kettenhemd, das er leider kaufen musste, weil es sich nicht per Hand häkeln oder stricken lässt.  Er hat es aber versucht. Seit Wochen bastelt er  Feuerpfeile und testet ihre Flugbahn. Nach dem Training kam der große Moment. Die wochenlange Fachsimpelei, Bastelei und Tüftelei war beendet. Die Zahl 13 erhielt an diesem Abend noch eine besondere Bedeutung, denn wir waren 13 auf dem Sportplatz zu später Stunde, in der Finsternis, als Martin die Feuerpfeile in den Himmel schoss. Sie flogen nicht beim ersten Versuch, aber mit der richtigen Technik geschossen, erreichten sie eine beachtliche Höhe, um anschließend im Gras zu landen. Sie erregten unsere Bewunderung….Man könnte das neue Jahr zukünftig auf dem Sportplatz mit Feuerpfeilen begrüßen. Und was Martin betrifft: Er sollte nach Hollywood oder besser noch nach Hongkong gehen,  Schauspieler einkleiden und Requisiten entwerfen oder als Stuntman Filmgeschichte schreiben.

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Andrea Sawatzki – Schauspielerin und Buchautorin

Am 19.10.2013 hatte ich das Glück, in der Comödie Dresden, Andrea Sawatzki bei einer Lesung zu erleben. Ich war neugierig, wie sie aussieht. Schließlich kannte ich sie bis dahin nur aus Filmen: z.B. „Das Experiment“. Sie wirkte sehr attraktiv, war schlank, schwarz gekleidet, hatte eine markante Sprache und trug hübsche Schuhe, die mit einer winzigen cremeweißen Schleife auf sich aufmerksam machten. Dass sie sich auf ihren Busen und auf ihr schönes Haar verlassen könne, war eine der Weisheiten ihrer Mutter, die sie uns an diesem Abend vermittelte. Aus meiner Sicht ist sie  eine sehr gute Schauspielerin, als auch eine begabte Buchautorin. Sie las aus ihrem neuen Buch „Tief durchatmen, die Familie kommt“ einige bissig witzige Zeilen, man wurde neugierig, denn sie verriet: die Romanheldin Gundula Bundschuh hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Autorin. Als sie mehrere Passagen aus ihrem ersten Roman “ Ein allzu braves Mädchen“ vorlas, hätte man im Saal eine Stecknadel fallen hören, so gespannt folgte das Publikum der Lesung. Da war jeder Satz hörenswert, sorgfältig beschriebene Menschen und Geschehnisse füllten den Abend, frei spazierten sie aus dem schönen Mund der Andrea Sawatzki. Ihr wünsche ich viel Erfolg und mir wünsche ich, dass ich bald Zeit finde, beide Bücher zu lesen und vielleicht wieder einmal einen Film mit Andrea Sawatzki zu sehen.

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Wenn es ums Geld geht – Crowdfunding

Crowdfunding – könnte eigentlich fast alles finanzieren, zum Beispiel Kultur, völlig unabhängig von den offiziellen Fördertöpfen. Würden Sie eine richtig gute Single veröffentlichen, aber es fehlt leider am Geld? Haben Sie ein Drehbuch im Schrank, das vor Spannung knistert, aber keiner will es verfilmen? Selbst hergestellte Kurzfilme, Hörbücher, Theateraufführungen, Spiefilme, Bücher, Geschäftsideen, Forschungen, Songs und Computerspiele könnten bezahlbar werden, auch wenn das Kapital fehlt.  Wie kann das funktionieren? Erstens braucht es eine Plattform, die Projektanbieter und Projektförderer zusammenführt. Sie stellt die Projekte vor und organisiert den Geldtransfer. Zweitens braucht es Projektanbieter, die eine gute Idee umsetzen oder vermarkten wollen. Drittens braucht es Projektförderer, die für ihr persönlich ausgewähltes Projekt spenden oder ein gewünschtes Produkt vorfinanzieren. Wer will, loggt sich als Projektanbieter oder als Projektförderer ein. Die Anbieter haben die Idee und die Arbeit. Viele Förderer spenden kleine oder größere Beträge. Wer spendet, erhält eine Spendenquittung und eine attraktive Gegenleistung.  Die erste Plattform in Deutschland ist die Internetseite http://www.startnext.de/  Die in Dresden ansässige Firma hat eine attraktive, rundherum gut durchdachte Plattform zur Anwendung des Crowdfunding geschaffen.

Nachruf für einen alten Bekannten

 Quelle: TV Movie

Heute teilen viele Nachrichtensender  im Internet mit, dass am Donnerstagabend (23.06.2011) der amerikanische Schauspieler Peter Falk in Beverly Hills/ USA im Alter von 83 Jahren verstarb. Als Kommissar Columbo wurde er weltbekannt. Diese Rolle schien ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Er hauchte ihr Leben ein und machte sich damit wahrscheinlich unsterblich. Den Leuten schien das Muster der Filme zu gefallen. Es zeigte immer wieder Columbo, der gegen jemanden siegte, der „reicher“ und „vornehmer“ war. Es tut mir Leid um Peter Falk. Sein Kommissar Columbo (Fotos), ist zum Glück nicht tot. Peter Falk war ein guter Schauspieler. Ich hätte ihm noch ein paar schöne Jahre gegönnt. mehr

Peter Falks Biografie:

geboren am 16. September 1927 in New York

Ausbildung:Hamilton College, Clinton (Staat New York)

New School For Social  Research, New York

Maxwell School of  Syracuse University, New York

Ehefrau: Shera Danese

Peter Falk ist halb  russischer und halb ungarischer Herkunft. Im Alter von drei Jahren hat er ein
Auge verloren. Für seine Rolle als Lastwagenfahrer im Film „Price of  Tomatoes“ bekam er einen Emmy und drei andere für seine Rolle als Columbo.  1960 wurde er für einen Oskar für seine Rolle als Schauspieler im Film
„Murder, Inc.“ nominiert und 1961 für den Film „Pocketful of  Miracles„. 1972 gewann er einen Tony für „The Prisoner of Second  Avenue“.(Quelle: Homepage Peter Falk )

Wölfe – Homo homini Lupus

Der Mensch ist des Menschen Wolf  will uns Hilary Mantel in ihrem vielgelobten Roman „Wölfe“ vermitteln. Das gelingt ihr auch. Wenn man im Roman von Zeile zu Zeile in das Netz intriganter Höflinge Heinrich des VIII. von England, genannt Henry Tudor, eindringt, wird einem klar: Man weiß nie, welche Spinne den Knoten im Spinnennetz geknüpft hat. Thomas Cromwell bleibt hängen und wird mit dem Beil enthauptet. Das geschieht aber nicht bei Hilary Mantels Geschichte. Sie erzählt Thomas Cromwells Aufstieg zum einflussreichsten Mann Englands. Thomas stammt aus ganz einfachen Verhältnissen. Er hat große Talente und findet besondere Gönner, die ihn fördern. Auf seinem Weg nach oben begegnet er dem Hals über Kopf verliebten Henry Tudor, und der ehrgeizigen, schönen Anne Boleyn.  Thomas Cromwell trägt maßgeblich dazu bei, dass sie heiraten können und überzeugt das englische Parlament davon, den König auch zum Herrscher der neu gegründeten anglikanischen Kirche Englands zu machen. Die wurde mal schnell gegründet, denn der Papst hätte einer zweiten Ehe nie zugestimmt. Während Thomas Cromwell  katholische Klöster auflöste,  bescherte dies Henry Tudor  sprudelnde Einnahmen. Hilary Mantel hat einen faszinierenden historischen Stoff aufgespürt und im Roman verarbeitet. Viele ihrer Sätze sprechen für sich, zeigen sie doch Menschen verschiedenster Charaktere und Denkart.  Cromwell sagt beispielsweise : „Die Kindheit war genau so; du wirst bestraft, dann wieder bestraft, weil du aufbegehrst. So lernt man sich nicht zu beklagen.; es ist eine harte Lehre, aber du vergisst sie nie.“ Thomas Cromwell hätte ich gerne kennengelernt.  Leider bin ich viel später auf die Welt gekommen.  Mehr Informationen zu den 6 Frauen des englischen Königs Henry VIII findet man hier.

Angelica Domröse ist 70

Herzliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag sende ich von hier aus an Angelica Domröse, eine außergewöhnlich wandlungsfähige Schauspielerin. Sie wurde am 04.04.1941 geboren.  In den 70ern war sie ein DEFA Star. Große Kunst zeigte sie in „Paul und Paula“. Mit ihrer Rolle als Paula, ihrer Art, diese darzustellen, trug sie dazu bei, dass „Paul und Paula“ ein Kultfilm wurde. Ihre Paula, deren  Einstellung zum Leben, zu einer bedingungslosen Liebe, hat mich wie viele andere  damals begeistert. Anfang der 80er Jahre verließ Angelica Domröse die DDR, weil sie sich in politischer Hinsicht bevormundet fühlte. 2003 veröffentlichte sie eine Autobiografie unter dem Titel „Ich fang mich selbst ein. Mein Leben„. Sie berichtet von den Schlägen in der Kindheit, von Weggefährten, wichtigen künstlerischen Erlebnissen, von ihrer Arbeit als Schauspielerin, von ihrer Suche nach Identität und Liebe.      mehr

Sie erhielt viele Auszeichnungen, so auch einen eigenen Stern auf dem noch jungen Walk of Fame in der Potsdamer Straße am Potsdamer Platz in Berlin.

Fotos: Berliner Morgenpost

Bernd Eichinger starb viel zu früh

Am 24.01.2010 starb Bernd Eichinger. Seit Anfang der 70er Jahre widmete er sich dem Film, ging ganz darin auf. Ihm gelang es, sich als Produzent selbständig zu machen. Wer kennt nicht den Film „Christiane F.-Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Damit begann eine Erfolgsserie guter Filme , die auch die Zuschauer in ihren Bann zogen. Dazu zählen Filme, die man sieht und nicht wieder vergisst. Er hat sie auf den Weg gebracht, als Produzent, aber auch als sensibler Künstler. „Das Boot“ eine der Hauptrollen spielte Herbert Grönemeier., Manta Manta, Till Schweiger wurde hier gekonnt in Szene gesetzt. Für mich stehen die folgenden Filme als ganz große Literaturverfilmungen: „Im Namen der Rose“, „Die unendliche Geschichte“. „Das Geisterhaus“nach einem Roman von Isabel Alliende, mit einer wunderbaren Maryl Streep und das „Das Parfüm“ nach einem Roman von Patrick Süskind. Für diesen Film schrieb Bernd Eichinger das Drehbuch, ebenso wie für den Film „Der Bader Meinhof Komplex“, ein Film der ein Stück deutsche Gegenwartsgeschichte nachbildet. Absolut bemerkenswert war auch der Film „Der Untergang“. Nun ist Bernd Eichinger leider gestorben: viel zu früh, wenn man bedenkt, dass er erst 61 Jahre alt war und so aus dem Vollen leben konnte, mit seiner enormen Begabung und dem Mut, diese auch auszuleben. Der zuletzt gedrehte Film erzählt die Geschichte des Rappers Bushido und auch da darf man sicher gespannt sein, denn eines zeichnete Bernd Eichinger aus: Er hatte ein Gespür für Themen,welche die Menschen interessieren, ja begeistern und er hatte die Fähigkeit diese in bewegenden Geschichten und bewegten Bildern festzuhalten. Hier sieht man Bernd Eichinger, einen kraftvollen  Menschen. Nun ist die Flamme seines Lebens verloschen. Leider….

oben: B.E. mit seiner Frau, unten: mit Corinna Harfouch