Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Liebe’

Tänzer aus Moskau in Gera

Gera hat ein sehr schönes Theater und seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts einen guten Namen als Heimat einer hauseigenen Ballettcompany. Manche der Tänzer sind über die Jahre in Gera geblieben, was dazu führte, dass sich eine anspruchsvolle Tanzszene im Amateurbereich entwickeln konnte. Kinder und Jugendliche trainieren bei guten, engagierten Tanzlehrern, wenn sie sich auf diesem Gebiet betätigen wollen. Am 08.04.2015 gestalteten Tänzer aus Moskau und Geras Musikschule Heinrich Schütz eine festliche Aufführung in der Tonhalle Gera. Diese besondere Aktion ist dem jüngst gegründeten Verein „Kinder bewegen“ zu verdanken. Nach einer Woche des gemeinsamen Trainings wurden Stücke aus bekannten Balletten und Eigenkreationen aufgeführt. Die Zuschauer dankten mit viel Beifall. Tänzer aus Moskau in Gera 2015 012  Tänzer aus Moskau in Gera 2015 050 Tänzer aus Moskau in Gera 2015 059 Tänzer aus Moskau in Gera 2015 099

In „Unterwerfung“ geblättert…

Michel Houellebecq  erzählt in „Unterwerfung“ über einen Mittvierziger, der seinen Lebensunterhalt als Hochschullehrer verdient. Dieser Mann lebt in Paris. Er beschreibt sich selbst als mittelmäßig, schlaff und uninteressiert. Literarischer Ehrgeiz hat für ihn in der Konsumgesellschaft keinen Sinn, Liebe macht keinen Sinn, Sex – ja, aber Frauen sind dazu gemacht, ihn zu verlassen.  Er verachtet seine Eltern und sieht in der Zukunft eine sich selbst auflösende Kultur und Gesellschaft. 2022 ändert sich für ihn alles, denn in seinem Heimatland  Frankreich  stellt eine islamische Front den Präsidenten. Während sich rechte, linke oder in der Mitte befindliche Parteien gegenseitig verabscheuen und ausbremsen, setzen sich die islamischen Parteien durch, schließen ein Bündnis auf der Grundlage ihrer Religion. Dem Romanheld ergeht es dabei schlecht, weil seine Freundin nach Israel ausreist und weil er aus dem Universitätsdienst entlassen wird. Er erhält zwar eine monatliche Pension von 3000…€, aber die Untätigkeit quält ihn. Mit unguten Gefühlen  beobachtet er, wie sich die anderen Kollegen verhalten, teilweise anpassen. Das Dreifache  würde man ihm zahlen, wenn er wieder an die Uni zurück käme. Geld ist genug vorhanden, ein Ölscheich zahlt. Aber es hat sich viel verändert und an den Universitätsdienst sind Bedingungen geknüpft, die allem widersprechen, was bisher galt. An der wieder eröffneten Sorbonne studieren nun meist Männer und wenige ausgewählte, in Schleier gehüllte Frauen. Kinder gehen bis zum 12. Lebensjahr zur Schule. Wer Geld hat, kauft Privatunterricht. Der französische Bildungsetat  wird minimalisiert. Die Frauen verschwinden aus dem Berufsleben.  Dafür erhält die Familie ein hohes Ansehen. Laut Gesetz darf ein Mann bis zu vier Frauen heiraten… Der Held des Romans könnte eine junge 15 jährige Ehefrau nehmen und eine etwas ältere  für die Zubereitung des Essens… Die Frau unterwirft sich dem Mann. Der Mann unterwirft sich seinem Gott…

Sein Herz hat aufgehört zu schlagen…

Udo Jürgens Erfurt 2014 034

Ich sitze am 4. Advent zu Hause bei Kaffee und Kerzenschein, höre zufällig das Lied Merci Cherie, erzähle unseren Freunden, wie sehr mich der Künstler Udo Jürgens beeindruckt hat, dass ich seine Lieder mag und wie froh ich war, im Konzert mitzuerleben, wie er sich gibt, wie er live klingt, wie die Menschen um mich herum ihn verehren… Plötzlich, im Hintergrund spricht man bei MDR Radio  über Udo Jürgens. Wir sehen uns an, fragen uns, was wir eben gehört haben. War das ein Nachruf ? Meine Tochter ist gerade online, schaut in die Schlagzeilen und bestätigt: Udo Jürgens ist tot. Er ist heute, am 21.12.2014 am Nachmittag bei einem Spaziergang  in der Schweiz zusammengebrochen und später in einem Krankenhaus an Herzversagen verstorben. Er hat mitten im Leben gelebt…An dieser Stelle sage ich mein Beileid all denen, die um ihn trauern.

Lutz Seiler: Kruso

„Kruso“ wurde 2014 mit dem deutschen Buchpreis geehrt. Im Oktober berichteten viele Zeitungen. Beeindruckt hat mich ein sprachgewandter Autor.  Ed, Kruso und Speiche sind seine Helden. Kruso begegnet Ed 1989 auf Hiddensee in einer Geschichte über Selbstfindung, die einem auszehrenden Aderlass gleicht. Was beide in Kindertagen erfahren, später erlebt und gelesen haben, prägt sie und das, was sie in der Geschichte denken und tun. Das Buch hat autobiografische Inhalte und das Schreiben scheint dabei zu helfen,  innere Schlacken aufzubrechen.  Der in Gera geborene Autor Lutz Seiler erzählt eine zeitbezogene, zeitlose Geschichte, die manchmal am schmierigen Boden einer vielgenutzten Küche verharrt, dann aber aufstrebt. Nach dem Lesen bleibt Melancholie und das Nachdenken über die Motive seiner Helden. Wer das Buch nicht liest, sollte zumindest mal auf Hiddensee verweilen. Die Insel ist wunderschön.

Hiddensee   hiddensee 1

…einmal im Leben…

Früher (70er Jahre) habe ich seine Lieder per Mikro vom Fernseher auf das Tonbandgerät B 47 (???) übertragen, die Texte aufgeschrieben, auswendig gelernt, die Lieder gesungen und mit meiner Gitarre begleitet. Mein Lieblingslied ist immer noch: „Glücklich war ich eben immer nur mit dir“. Im Januar diesen Jahres hatte ich mir vorgenommen einmal im Leben bei seinem Konzert dabei zu sein und in der ersten Reihe zu sitzen. Gedacht, getan… Wir saßen in der Messehalle Erfurt in Reihe 1…… bis die begeisterten Fans die Stehplätze vor der Bühne erobert haben, was glücklicherweise gesteuert wurde und erst zum Finale möglich war. Es war ein wunderschönes Konzert, sehr modern, er sang einige neue Songs und zeigte sich als ein unverwechselbarer Udo Jürgens, ein super guter Musiker, ein weiser Mensch, der anspruchsvolle Texte in eingängige Melodien verpackt und jeden Ton trifft, das in dem Alter….alle Achtung!!! Er ist für mich einer der ganz GROßEN!!!

 

Udo Jürgens Erfurt 2014 021

Messehalle Erfurt am 14.11.2014

Messehalle Erfurt am 14.11.2014

„Manchmal scheint es mir als gäbe es ein Lied…“

Hier ein Beispiel für die besondere Kunst der Straßenmusik, ein Lied von Felix Meyer und Band: mehr: http://www.arte.tv/guide/de/048186-006/pflasterklange-1-4/?vid=048186-006_PLUS7-D   und hier ein Link zu einem Auftritt beim  Tanz – und Folk Fest in Rudolstadt

Training in Jena

24.01.2014: Freitags treffen sich viele Mitglieder unseres Vereins in der vor zwei Jahren neu erbauten Sporthalle hinter dem Fußballstadion in Jena. Wenn man die Halle betritt, stehen die Lang-, Blank-, Jagdbogenschützen neben den Compound- und uns den den Recurvschützen. Manche schießen schon seit 40 Jahren, andere wollen gerade beginnen. Erfahrungen werden ausgetauscht, man achtet aufeinander. Jens und Andreas geben Ratschläge, Thomas stellt die Besetzung und Fahrgemeinschaften für die Turniere zusammen und Heide macht sich Gedanken, wie das 50 jährige Jubiläum des SV CZ Jena, Abteilung Bogensport begangen werden könnte…

Hallentraining 1-2014 021 Hallentraining 1-2014 026 Hallentraining 1-2014 047 Hallentraining 1-2014 027

Hallentraining 1-2014 030 Hallentraining 1-2014 042

Hallentraining 1-2014 048 Hallentraining 1-2014 050

Hallentraining 1-2014 061 Hallentraining 1-2014 059 Hallentraining 1-2014 055 Hallentraining 1-2014 072

Hallentraining 1-2014 066 Hallentraining 1-2014 063

Hallentraining 1-2014 070 Hallentraining 1-2014 074

Ich habe Martin befragt, der eine etwas andere Beziehung zum Bogensport hat. Er tüftelt, plant, bastelt, schießt – wenn es ihn überkommt- vom Rad in voller Fahrt. Er schneidert die Kleidung für das Schießen nach mittelalterlichem Vorbild, hat sich dafür eine Schneiderpuppe in die Wohnung gestellt. Die Nähte des Kaftans sind mustergültig genäht. Letzten Freitag bewunderten wir ihn in seinem Kettenhemd, das er leider kaufen musste, weil es sich nicht per Hand häkeln oder stricken lässt.  Er hat es aber versucht. Seit Wochen bastelt er  Feuerpfeile und testet ihre Flugbahn. Nach dem Training kam der große Moment. Die wochenlange Fachsimpelei, Bastelei und Tüftelei war beendet. Die Zahl 13 erhielt an diesem Abend noch eine besondere Bedeutung, denn wir waren 13 auf dem Sportplatz zu später Stunde, in der Finsternis, als Martin die Feuerpfeile in den Himmel schoss. Sie flogen nicht beim ersten Versuch, aber mit der richtigen Technik geschossen, erreichten sie eine beachtliche Höhe, um anschließend im Gras zu landen. Sie erregten unsere Bewunderung….Man könnte das neue Jahr zukünftig auf dem Sportplatz mit Feuerpfeilen begrüßen. Und was Martin betrifft: Er sollte nach Hollywood oder besser noch nach Hongkong gehen,  Schauspieler einkleiden und Requisiten entwerfen oder als Stuntman Filmgeschichte schreiben.

Hallentraining 1-2014 082 Hallentraining 1-2014 085

Hallentraining 1-2014 092 Hallentraining 1-2014 100

Hallentraining 1-2014 101

16. Möhrenkönigsturnier in Heilbad Heiligenstadt

Am vergangenen Wochenende, 11. und 12. Januar 2014, fand in Heilbad Heiligenstadt/ Thüringen das 16. Möhrenkönigsturnier statt. Ausgerichtet wurde der gut besuchte Wettkampf über 2x 18 Meter von der Eichsfelder Bogengilde e.V., unter Leitung von Wolfgang Garbrecht. 

Vielen Dank an alle Organisatoren. Es war wieder ein schönes, sehr gut gestaltetes Turnier. Aus dem SV C-Z Jena  starteten: Kerstin Speer, Brigitte Brühl, Frank Jecke, Andreas Freytag, Tim Gräber, Martin Kornhardt und ich. Ergebnisse    

Möhrenkönig 2014 wurde Joschua Urban U 20 Comp. vom SV Stahl Unterwellenborn mit 570 Ringen

Herzlichen Glückwunsch!!!!

Die Gastgeber verschenkten eine Gabe, die gut angenommen wurde: Möhren !!! Ich hatte heute den Eindruck, dass ich deshalb etwas besser sehen kann. Knapp unter der Möhrenschale schlummert nämlich das Vitamin A- ein wichtiger Schutz für die Augen.



Möhrenpokal 2014 049  Möhrenpokal 2014 048

Möhrenpokal 2014 050 Möhrenpokal 2014 056

Möhrenpokal 2014 053 Möhrenpokal 2014 065 Möhrenpokal 2014 063

Meine neue Beschriftung: rote Pfeil Wraps

Weihnachtsschießen

Das Weihnachtsschießen des SV C-Z- Jena, Abteilung Bogensport, fand in diesem Jahr am 20.12.2013 in Jena statt. Als erster Bogenschütze gewann Friedrich Schwarz 1967, drei mal in Folge, bis 1969 den Weihnachtspokal. Er war auch am Freitag Abend wieder mit dabei. 2x 60 Schuss auf die 18m Distanz und eine sich anschließende k o Runde waren zu bewältigen. Das Starterfeld setzte sich aus 25 Teilnehmern zusammen. So viele waren es noch nie. Trotz weihnachtlicher Vorfreuden ging es natürlich darum, mit der höchsten Ringzahl den Weihnachtspokal zu gewinnen.Es wurde ein bis zum letzten Pfeil spannendes Match. Jens Bohne belegte Platz 1 mit 538 Ringen, vor mir, Kerstin Jecke, 2. mit  537 und Frank Jecke, 3. Platz mit 533 Ringen. Somit wurde der Wanderpokal an Jens übergeben, der ihn nun bewahren, spiegelblank putzen und mit seinem persönlichen Namensschild versehen muss. Damit der Pokal wieder verwendbar ist, wird immer wieder eine neue Holzschicht an den Pokal geklebt, wenn die übrigen Schichten von Schildern besetzt sind. Es lohnt  sich, darum zu kämpfen und namentlich verewigt zu werden. Jens freute sich riesig seines Sieges und wurde auch mit viel Beifall belohnt. Spannend wurde es dann in der abschließenden k.o. Runde. Der Sieger wurde ermittelt, indem je drei Pfeile geschossen wurden, aber nach jeder Serie diejenigen ausschieden, welche die drei schlechtesten Ergebnisse hatten. Im Shoot off traf ich auf Kerstin Speer, die sich trotz guter 10 gegen mich geschlagen geben musste. Mein Pfeil steckte im x, also näher am Zentrum. Frank und Jens warfen mich anschließend raus und kämpften ebenfalls bis zum Shoot off, welchen Frank mit einer 10, gegen die 9 von Jens für sich entscheiden konnte.

Weihnachtsschießen 2013 010 Weihnachtsschießen 2013 011

Weihnachtsschießen 2013 009 Weihnachtsschießen 2013 019  Weihnachtsschießen 2013 022  Weihnachtsschießen 2013 012 Heiligenstadt 15.01.2012 017

Wir hatten Unterstützer, denen ich hier danken möchte: Thomas Röher leitete den Wettkampf. Sponsoren für die Preise waren die Eltern von Yannis Bermig, die Betreiber eines Sportgeschäftes in Hermsdorf sind. Den Glühwein spendete Tim Gräber. Heide Opitz hat den kalten Hund gebacken, Andreas Freytag spendierte einen Nudelsalat, Marion Röher bewirtete die Teilnehmer und trug damit zur guten Atmosphäre bei.

Thomas, Tim und Brigitte Brühl rechneten die Ergebnisse zusammen und so gestaltete sich das Turnier zu einem echten Gemeinschaftswerk, einem weiteren Höhepunkt im Verein. Es war wieder einmal sehr schön. Vielen Dank an alle.

Frohe Weihnachten wünsche ich allen Besuchern des 6. Kontinents

…aber besonders meiner Familie, meinen Freunden, Sportfreunden und Arbeitskollegen. Danke , dass es euch gibt. Ich wünsche frohe Weihnachten, erholsame, schöne Stunden und viel Glück für das Jahr 2014

Mein Lieblingsspruch 2013 lautet:

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“  John Ruskin

Auch wenn es Weihnachten 2013 stürmt... gute Laune behalten !!!

                                                                                 Auch wenn es Weihnachten 2013 stürmt… gute Laune behalten !!!

20131223_1453251b