Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Literatur’

In „Unterwerfung“ geblättert…

Michel Houellebecq  erzählt in „Unterwerfung“ über einen Mittvierziger, der seinen Lebensunterhalt als Hochschullehrer verdient. Dieser Mann lebt in Paris. Er beschreibt sich selbst als mittelmäßig, schlaff und uninteressiert. Literarischer Ehrgeiz hat für ihn in der Konsumgesellschaft keinen Sinn, Liebe macht keinen Sinn, Sex – ja, aber Frauen sind dazu gemacht, ihn zu verlassen.  Er verachtet seine Eltern und sieht in der Zukunft eine sich selbst auflösende Kultur und Gesellschaft. 2022 ändert sich für ihn alles, denn in seinem Heimatland  Frankreich  stellt eine islamische Front den Präsidenten. Während sich rechte, linke oder in der Mitte befindliche Parteien gegenseitig verabscheuen und ausbremsen, setzen sich die islamischen Parteien durch, schließen ein Bündnis auf der Grundlage ihrer Religion. Dem Romanheld ergeht es dabei schlecht, weil seine Freundin nach Israel ausreist und weil er aus dem Universitätsdienst entlassen wird. Er erhält zwar eine monatliche Pension von 3000…€, aber die Untätigkeit quält ihn. Mit unguten Gefühlen  beobachtet er, wie sich die anderen Kollegen verhalten, teilweise anpassen. Das Dreifache  würde man ihm zahlen, wenn er wieder an die Uni zurück käme. Geld ist genug vorhanden, ein Ölscheich zahlt. Aber es hat sich viel verändert und an den Universitätsdienst sind Bedingungen geknüpft, die allem widersprechen, was bisher galt. An der wieder eröffneten Sorbonne studieren nun meist Männer und wenige ausgewählte, in Schleier gehüllte Frauen. Kinder gehen bis zum 12. Lebensjahr zur Schule. Wer Geld hat, kauft Privatunterricht. Der französische Bildungsetat  wird minimalisiert. Die Frauen verschwinden aus dem Berufsleben.  Dafür erhält die Familie ein hohes Ansehen. Laut Gesetz darf ein Mann bis zu vier Frauen heiraten… Der Held des Romans könnte eine junge 15 jährige Ehefrau nehmen und eine etwas ältere  für die Zubereitung des Essens… Die Frau unterwirft sich dem Mann. Der Mann unterwirft sich seinem Gott…

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Lutz Seiler: Kruso

„Kruso“ wurde 2014 mit dem deutschen Buchpreis geehrt. Im Oktober berichteten viele Zeitungen. Beeindruckt hat mich ein sprachgewandter Autor.  Ed, Kruso und Speiche sind seine Helden. Kruso begegnet Ed 1989 auf Hiddensee in einer Geschichte über Selbstfindung, die einem auszehrenden Aderlass gleicht. Was beide in Kindertagen erfahren, später erlebt und gelesen haben, prägt sie und das, was sie in der Geschichte denken und tun. Das Buch hat autobiografische Inhalte und das Schreiben scheint dabei zu helfen,  innere Schlacken aufzubrechen.  Der in Gera geborene Autor Lutz Seiler erzählt eine zeitbezogene, zeitlose Geschichte, die manchmal am schmierigen Boden einer vielgenutzten Küche verharrt, dann aber aufstrebt. Nach dem Lesen bleibt Melancholie und das Nachdenken über die Motive seiner Helden. Wer das Buch nicht liest, sollte zumindest mal auf Hiddensee verweilen. Die Insel ist wunderschön.

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Julia Engelmann – Poetry Slam vom Feinsten

Poetty Slam kann sich z.B so anhören:

Frohe Weihnachten wünsche ich allen Besuchern des 6. Kontinents

…aber besonders meiner Familie, meinen Freunden, Sportfreunden und Arbeitskollegen. Danke , dass es euch gibt. Ich wünsche frohe Weihnachten, erholsame, schöne Stunden und viel Glück für das Jahr 2014

Mein Lieblingsspruch 2013 lautet:

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“  John Ruskin

Auch wenn es Weihnachten 2013 stürmt... gute Laune behalten !!!

                                                                                 Auch wenn es Weihnachten 2013 stürmt… gute Laune behalten !!!

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Bob, der Streuner

„Bob der Streuner“ ist für mich der Hit dieses Jahr. Man entdeckt eine warmherzige, spannende Geschichte und lernt  James Bowen sowie seinen geschundenen Kater kennen. Der Autor erzählt, wie diese sich 2007 in London treffen und ihr Leben in neue Bahnen lenken. 2012 erschien die englische Originalausgabe unter dem Titel „A Street Cat Named Bob“ bei James Bowen. Das Taschenbuch, wurde 2013 vom Taschenbuchverlag Bastei Lübbe auch in deutscher Sprache veröffentlicht und bereits in mehreren Auflagen verkauft. Mittlerweile kennt man das Buch in zwanzig Sprachen weltweit.

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Andrea Sawatzki – Schauspielerin und Buchautorin

Am 19.10.2013 hatte ich das Glück, in der Comödie Dresden, Andrea Sawatzki bei einer Lesung zu erleben. Ich war neugierig, wie sie aussieht. Schließlich kannte ich sie bis dahin nur aus Filmen: z.B. „Das Experiment“. Sie wirkte sehr attraktiv, war schlank, schwarz gekleidet, hatte eine markante Sprache und trug hübsche Schuhe, die mit einer winzigen cremeweißen Schleife auf sich aufmerksam machten. Dass sie sich auf ihren Busen und auf ihr schönes Haar verlassen könne, war eine der Weisheiten ihrer Mutter, die sie uns an diesem Abend vermittelte. Aus meiner Sicht ist sie  eine sehr gute Schauspielerin, als auch eine begabte Buchautorin. Sie las aus ihrem neuen Buch „Tief durchatmen, die Familie kommt“ einige bissig witzige Zeilen, man wurde neugierig, denn sie verriet: die Romanheldin Gundula Bundschuh hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Autorin. Als sie mehrere Passagen aus ihrem ersten Roman “ Ein allzu braves Mädchen“ vorlas, hätte man im Saal eine Stecknadel fallen hören, so gespannt folgte das Publikum der Lesung. Da war jeder Satz hörenswert, sorgfältig beschriebene Menschen und Geschehnisse füllten den Abend, frei spazierten sie aus dem schönen Mund der Andrea Sawatzki. Ihr wünsche ich viel Erfolg und mir wünsche ich, dass ich bald Zeit finde, beide Bücher zu lesen und vielleicht wieder einmal einen Film mit Andrea Sawatzki zu sehen.

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Die Tribute von Panem – Catching Fire

Im November 2013 ist es soweit. Der zweite Teil der Filmsaga „Die Tribute von Panem“ erscheint in den Kinos. Die Geschichte der Bogenschützin Katniss ( Jennifer Lawrence) wird fortgesetzt. Als Vorlage wurde dafür die Trilogie „The Hunger Games“ von Suzanne Collins verwendet. Ihre Bücher liegen im Bestsellerregal.  In Amerika hat sich eine große Fangemeinde gebildet. Viel Zulauf haben die Sportvereine/Bogenschießen. Denn: Wer Katniss im Film erlebt hat, möchte selbst einen Bogen in die Hand nehmen und sehen, wie die Pfeile fliegen….  Regisseur Gary Ross inszenierte mit dem ersten Teil ein mitreißendes Abenteuer. Ein Kommentar zum ersten Teil lautete:“ Eine fantastische Bestsellerverfilmung, die das Potenzial hat, das ganz große neue Ding zu werden.“ Big Picture

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Katniss