Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Macht’

Bob, der Streuner

„Bob der Streuner“ ist für mich der Hit dieses Jahr. Man entdeckt eine warmherzige, spannende Geschichte und lernt  James Bowen sowie seinen geschundenen Kater kennen. Der Autor erzählt, wie diese sich 2007 in London treffen und ihr Leben in neue Bahnen lenken. 2012 erschien die englische Originalausgabe unter dem Titel „A Street Cat Named Bob“ bei James Bowen. Das Taschenbuch, wurde 2013 vom Taschenbuchverlag Bastei Lübbe auch in deutscher Sprache veröffentlicht und bereits in mehreren Auflagen verkauft. Mittlerweile kennt man das Buch in zwanzig Sprachen weltweit.

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Neues von Edward Snowden

Am gestrigen Freitagabend hat Edward Snowden, der in sich die Gene eines Robin Hood trägt – könnte man denken– einen ganz besonderen Preis erhalten. Er bekam von der Vereinigung deutscher Wissenschaftler den  mit 3000 € dotierten Whistleblower Preis  verliehen. Whistleblower stammt aus dem Englischen und bezeichnet jemanden, der eine Pfeife bläst…in der Umgangssprache werden Menschen so benannt, die einen Skandal aufdecken. Warum er den Preis erhielt? Als er die Menschheit aufklärte, wie amerikanische und britische  Geheimdienste im großen Stil Glasfaserkabel anzapfen, sich massenhaft persönliche Daten und Informationen aneignen und auswerten, setzte er sich der Strafverfolgung aus. Der Preis erkennt seinen Mut an. Wird er ihn vor der Verhaftung bewahren? Zuletzt wurde dieser Preis an Bradley Manning vergeben, der in diesen Tagen von einem US Militärgericht zu 35 Jahren Haft verurteilt worden ist. Sein Verdienst bestand darin, die Internetplattform -„Wikileaks“ mit brisanten Dokumenten über den Irak Krieg zu versorgen. (entnommen aus der OTZ Gera vom 30.08.2013)

S n o w d e n

Gute Nachricht

Wer sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.   Stefan Zweig

??????????????????????????????? by Helmut Newton entnommen…..

Märchen – meine Liebe

Die Schriftsteller Jakob und Wilhelm  Grimm schauten den Menschen auf die Münder. Sie hörten zu, lauschten, ließen ihre Fantasie blühen. In ihren Märchen agieren sprechende Tiere, böse Hexen, verzauberte Prinzen, wunderschöne Prinzessinnnen , gute Könige, böse Königinnen, dumme oder schlaue Bauern, fleißige, faule, kluge Bauernmädchen, Müllerstöchter, Zwerge , Riesen, Schneiderlein, Nixen…. Die Brüder erzählen spannende Begebenheiten, in denen immer das Gute siegt. Die bösen Taten werden bestraft, die guten werden belohnt. Welch unvergessliche Verzauberung haben sie mir und ihren unzähligen Leser/innen geschenkt, beginnend bei der ersten Zeile „Es war einmal…“. Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785, sein Bruder Wilhelm am 24. 02.1786  in Hanau geboren. Somit ist der 24.02.2013 ein guter Tag, um mit Dankbarkeit an diese Autoren zu denken.   mehr bei „Gutenberg“

Illustration zu "Frau Holle" von Dorothee Menzel

Illustration zu
„Frau Holle“ von Dorothee Menzel

EU Kommission holt zum Schlag aus

EU-Kommission will das Wasser zu einer Ware für private Händler machen. Man rechnet auch in Deutschland mit Milliardengewinnen. Wenige saugen sich voll und die anderen zahlen drauf. mehr

Massaker in Norwegen

Anders Behring Breivik (32) ermordete am 22.07.2011  68 Menschen auf der Insel Utøya in Norwegen. Heute, am 27.07.2011 ist bekannt, dass mindestens 76 Menschen starben.Wer ist dieser Mensch? Ich vermute, er wurde mit einem warmen Herz geboren und lebt nun mit einem steinernen Herz.  Er beschuldigt Muslime und Marxisten. Verdeckt er  seine eigene Unfähigkeit, zu leben, zu fühlen hinter politischen Parolen? Er beweist  der Welt, dass er ein glänzender Taktiker ist und er sagt, dass es sein musste, was er getan hat. Er nennt Schuldige, macht sich damit eine weiße Weste im blutigen  Massaker. Manche werden verständnisvoll nicken. Er ist klug, weiß das. Was verbindet Anders Behring Breivik  mit den Amokläufern der Vergangenheit? Er will sich über sie erheben. In prunkvollen Uniformen gibt er sich als Herrscher zu erkennen, Herrscher  über Leben und Tod. Es gibt aber Gemeinsamkeiten und es wird Zeit zu fragen, was Menschen wie diesen dazu führt,  im Alltag aufzutauchen, um sich schießend, mordend.  Ich denke: Anders Behring Breivik wollte andere bestrafen und ausmerzen. Wurde er früher gnadenlos bestraft, heimtückisch von klein auf?  Er übertritt jede Grenze menschlicher Begrenzung. Er erschießt wehrlose, unbewaffnete, am Boden liegende Jungen und Mädchen. Ging man gegen ihn grenzenlos  vor, von klein auf? Er geht verkleidet zu seinen Opfern, tötet sie, nimmt Kugeln die besonders zerstören. Er will die Opfer  quälen, ausmerzen, tot sehen. Er ist pedantisch und sehr genau in allen Handlungen, überlässt nichts dem Zufall. Was sollte die Sprengung des  Regierungsgebäudes des Präsidenten bedeuten? Ein Schachzug, ja, aber vorallem: weltweit soll man wissen dass er vor nichts zurückschreckt, vor gar nichts Respekt hat, selbstherrlich entscheidet, wer bestraft wird  und stirbt. Das nennt man Größenwahn. Dieser Mensch hat geistige nicht wieder gut zu machende Schäden. Wer ihn erzogen hat, vermachte der Welt eine selbstzündende Bombe.  Kommt er nun in die Psychiatrie oder in das Gefängnis? Was passiert nach 21 oder 30 Jahren? Wenn man ihn nicht aufhält, wird er weiter töten. Wer soll ihn heilen? Er hat ein verändertes, gefühlloses mordlüsternes Hirn. Die Gesellschaft ist noch nicht soweit etwas dagegen zu unternehmen. Das ist auch schwer, denn sie bringt das Übel zur Welt. Sie lässt es  gedeihen und opfert ihm Menschen aus ihrer Mitte.   Sie kann das Monster nicht durch Heilsames ändern. Da ist ein Mörder groß geworden gut genährt, gepflegt, gebildet,  der sich prächtig in Uniformen gekleidet, inszeniert.  Wer hat ihn konditioniert, dass die Mordlust ihn so antreibt? Wer hat  den Menschen, der er einst werden sollte,  vernichtet  und dafür dieses Monster geschaffen? Man fragt, wie ich auf diese Ideen komme? Ein norwegischer Psychologe sagte heute, Behring Breivik  habe die Erfahrung gemacht, ein Nichts zu sein. Nun  mordet er auch, um das Gegenteil zu beweisen. Die armen Eltern, Geschwister, Freunde der Opfer, sie werden ihr Leben lang diesen Schrecken, diese Trauer in sich tragen. Ihnen möchte ich mein Beileid sagen. Die Toten tun mir sehr , sehr  Leid.  Sie hätten leben können. Ich wünschte, sie wären am Leben. Ich wünsche mir, dass es nicht nur beim Medienrummel bleibt, sondern dass sich Psychologen , Sozialpädagogen, Jugendliche, Kinder, Journalisten, Lehrer und Eltern zusammensetzen an runden Tischen, um sich Fragen zu stellen, die ich hier nicht beantworten kann…. Presse

Wölfe – Homo homini Lupus

Der Mensch ist des Menschen Wolf  will uns Hilary Mantel in ihrem vielgelobten Roman „Wölfe“ vermitteln. Das gelingt ihr auch. Wenn man im Roman von Zeile zu Zeile in das Netz intriganter Höflinge Heinrich des VIII. von England, genannt Henry Tudor, eindringt, wird einem klar: Man weiß nie, welche Spinne den Knoten im Spinnennetz geknüpft hat. Thomas Cromwell bleibt hängen und wird mit dem Beil enthauptet. Das geschieht aber nicht bei Hilary Mantels Geschichte. Sie erzählt Thomas Cromwells Aufstieg zum einflussreichsten Mann Englands. Thomas stammt aus ganz einfachen Verhältnissen. Er hat große Talente und findet besondere Gönner, die ihn fördern. Auf seinem Weg nach oben begegnet er dem Hals über Kopf verliebten Henry Tudor, und der ehrgeizigen, schönen Anne Boleyn.  Thomas Cromwell trägt maßgeblich dazu bei, dass sie heiraten können und überzeugt das englische Parlament davon, den König auch zum Herrscher der neu gegründeten anglikanischen Kirche Englands zu machen. Die wurde mal schnell gegründet, denn der Papst hätte einer zweiten Ehe nie zugestimmt. Während Thomas Cromwell  katholische Klöster auflöste,  bescherte dies Henry Tudor  sprudelnde Einnahmen. Hilary Mantel hat einen faszinierenden historischen Stoff aufgespürt und im Roman verarbeitet. Viele ihrer Sätze sprechen für sich, zeigen sie doch Menschen verschiedenster Charaktere und Denkart.  Cromwell sagt beispielsweise : „Die Kindheit war genau so; du wirst bestraft, dann wieder bestraft, weil du aufbegehrst. So lernt man sich nicht zu beklagen.; es ist eine harte Lehre, aber du vergisst sie nie.“ Thomas Cromwell hätte ich gerne kennengelernt.  Leider bin ich viel später auf die Welt gekommen.  Mehr Informationen zu den 6 Frauen des englischen Königs Henry VIII findet man hier.