Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Untaten’

Massaker in Norwegen

Anders Behring Breivik (32) ermordete am 22.07.2011  68 Menschen auf der Insel Utøya in Norwegen. Heute, am 27.07.2011 ist bekannt, dass mindestens 76 Menschen starben.Wer ist dieser Mensch? Ich vermute, er wurde mit einem warmen Herz geboren und lebt nun mit einem steinernen Herz.  Er beschuldigt Muslime und Marxisten. Verdeckt er  seine eigene Unfähigkeit, zu leben, zu fühlen hinter politischen Parolen? Er beweist  der Welt, dass er ein glänzender Taktiker ist und er sagt, dass es sein musste, was er getan hat. Er nennt Schuldige, macht sich damit eine weiße Weste im blutigen  Massaker. Manche werden verständnisvoll nicken. Er ist klug, weiß das. Was verbindet Anders Behring Breivik  mit den Amokläufern der Vergangenheit? Er will sich über sie erheben. In prunkvollen Uniformen gibt er sich als Herrscher zu erkennen, Herrscher  über Leben und Tod. Es gibt aber Gemeinsamkeiten und es wird Zeit zu fragen, was Menschen wie diesen dazu führt,  im Alltag aufzutauchen, um sich schießend, mordend.  Ich denke: Anders Behring Breivik wollte andere bestrafen und ausmerzen. Wurde er früher gnadenlos bestraft, heimtückisch von klein auf?  Er übertritt jede Grenze menschlicher Begrenzung. Er erschießt wehrlose, unbewaffnete, am Boden liegende Jungen und Mädchen. Ging man gegen ihn grenzenlos  vor, von klein auf? Er geht verkleidet zu seinen Opfern, tötet sie, nimmt Kugeln die besonders zerstören. Er will die Opfer  quälen, ausmerzen, tot sehen. Er ist pedantisch und sehr genau in allen Handlungen, überlässt nichts dem Zufall. Was sollte die Sprengung des  Regierungsgebäudes des Präsidenten bedeuten? Ein Schachzug, ja, aber vorallem: weltweit soll man wissen dass er vor nichts zurückschreckt, vor gar nichts Respekt hat, selbstherrlich entscheidet, wer bestraft wird  und stirbt. Das nennt man Größenwahn. Dieser Mensch hat geistige nicht wieder gut zu machende Schäden. Wer ihn erzogen hat, vermachte der Welt eine selbstzündende Bombe.  Kommt er nun in die Psychiatrie oder in das Gefängnis? Was passiert nach 21 oder 30 Jahren? Wenn man ihn nicht aufhält, wird er weiter töten. Wer soll ihn heilen? Er hat ein verändertes, gefühlloses mordlüsternes Hirn. Die Gesellschaft ist noch nicht soweit etwas dagegen zu unternehmen. Das ist auch schwer, denn sie bringt das Übel zur Welt. Sie lässt es  gedeihen und opfert ihm Menschen aus ihrer Mitte.   Sie kann das Monster nicht durch Heilsames ändern. Da ist ein Mörder groß geworden gut genährt, gepflegt, gebildet,  der sich prächtig in Uniformen gekleidet, inszeniert.  Wer hat ihn konditioniert, dass die Mordlust ihn so antreibt? Wer hat  den Menschen, der er einst werden sollte,  vernichtet  und dafür dieses Monster geschaffen? Man fragt, wie ich auf diese Ideen komme? Ein norwegischer Psychologe sagte heute, Behring Breivik  habe die Erfahrung gemacht, ein Nichts zu sein. Nun  mordet er auch, um das Gegenteil zu beweisen. Die armen Eltern, Geschwister, Freunde der Opfer, sie werden ihr Leben lang diesen Schrecken, diese Trauer in sich tragen. Ihnen möchte ich mein Beileid sagen. Die Toten tun mir sehr , sehr  Leid.  Sie hätten leben können. Ich wünschte, sie wären am Leben. Ich wünsche mir, dass es nicht nur beim Medienrummel bleibt, sondern dass sich Psychologen , Sozialpädagogen, Jugendliche, Kinder, Journalisten, Lehrer und Eltern zusammensetzen an runden Tischen, um sich Fragen zu stellen, die ich hier nicht beantworten kann…. Presse

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Schließt Facebook?

Eben las ich, dass Facebook seine Seiten schließen will.  siehe auch und

„Bunker“ von Andrea Maria Schenkel

Andrea Maria Schenkel schrieb „Tannöd“ und „Kalteis“. Für ihre Art zu erzählen, erhielt sie mehrere Preise. Nun liegt ihr neues Buch „Bunker“ in den Läden.  Dieser Roman erzählt aus drei Perspektiven über das Leben und Handeln eines Kriminellen und seines Opfers. Beide leben in ihrer Beziehung ein Schema aus ihren fast vergessenen Kindheiten aus. Diese psychologisch, sozialkritische Sicht verleiht der düsteren Geschichte einen tiefen Sinn.

 

„Tannöd“ in den Kinos

Fotos   

siehe auch

Grippeimpfung

Amok im Kopf

Auf dem Büchermarkt erscheint in diesen Tagen das Buch von Peter Langmann „Amok im Kopf“. Der Autor hat  Amokläufe, die von Schülern in den USA begangen wurden analysiert und Schlussfolgerungen zur Persönlichkeit der Täter abgeleitet. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch für Lehrer, Psychologen, Sozialpädagogen u.a. sehr aufschlussreich sein könnte. mehr    

Belitz GmbH, Julius, 334 Seiten, 19.95€

Ein Kapitel Inzest

Der Amstettener Inzesttäter Josef Fritzel, ein tiefgespaltener gestörter Mensch, hat vor Gericht gestanden. Er wurde begutachtet, was das Unfassbare erleuchtet. Als Kind lebte der 1937 Geborene, heute 72 jährige Täter, bei seiner Mutter. Er wuchs zu einem Mann heran, der mit seinem Verhalten signalisierte, was ihn vermutlich von klein auf geprägt hat: Er exhibitionierte, er vergewaltigte , er bemächtigte sich anderer Personen, er  brach deren Willen. Zur Mutter äußerte sich die Gutachterin, wie folgt:  „Er war einer zu Aggressionsausbrüchen neigenden und kaltherzigen, in ihrem Verhalten unkalkulierbaren Mutter hilflos ausgeliefert“. Sie war gleichwohl der einzige Mensch, zu dem er in einer Beziehung stand. Während der Bombenangriffe im 2. Weltkrieg  flüchteten die Hausbwohner in einen Luftschutzkeller. Die Mutter blieb oben in der Wohnung, während  ihr Sohn alleine in den Luftschutzkeller musste. Was im Keller geschah, wie es dem ungeschützten Kind dort erging, lässt sich nur vermuten. Inszenierte er vielleicht 24 Jahre lang ein  Kindheitsmuster, nun allerdings nicht als Opfer, sondern als Aktiver mit einer zerstörerischen  Sexualität und Brutalität?  Er  zeugte  mit seiner Tochter Kinder im Kellerverlies, während seine Frau oben in der Wohnung saß, so wie seine Mutter früher oben in der Wohnung gesessen hat.  Nun wird er vermutlich zu einer Sicherheitsverwahrung und lebenslanger Haft verurteilt werden.       Artikel