Lesenswertes

Beiträge mit Schlagwort ‘Weltumsegelung’

Flaute, Plastik und doch ein Sonnenstrahl

Jessica kämpfte mit flauen Winden und ungemütlichem Wetter.  Sie segelte  durch eine Schicht Plastik, die das Wasser bedeckte und weithin verunreinigte. Wenn sie zurück kommt, will sie Gegenstände aus Plastik weitestgehend meiden. Mit diesem Bericht bestätigt sie die Vermutung von Meeresforschern, die vor der Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikabfällen warnen. Illegale Entsorgungen sollten gestoppt werden. Leztendes leiden auch die Tiere des Meeres. Es dauert wohl ziemlich lange, bis sich eine Plasteschicht zersetzt. Seit einigen Tagen kommt Jessica wieder schnell voran, der Wind bläht das Segel, ab und an scheint auch die Sonne und das Kap der guten Hoffnung ist in erreichbare Nähe gerückt. Jessica schreibt, dass sie aus jedem Tag das Beste macht und bisher alle Pläne verwirklichen konnte. Außer einigen Prellungen und einer akuten Schürfwunde am Knie hatte sie keine nennenswerten Verletzungen. Der Wunsch, um die Welt zu segeln und allen zu zeigen, dass ein sehr junger Mensch zu solch einer ausgefallenen Leistung fähig ist, hat schon in der Kindheit ihre Fantasie beschäftigt. Jessica Watson hat mit den Eltern auf einem Boot  vor der Küste Australiens gelebt. Daher stammt die für uns „Landratten“ verwunderliche Selbstverständlichkeit, mit der das Mädchen sich dem Wind und den Wellen anvertraut. Wie weit sie in vier Monaten ganz allein gesegelt ist, wie klug sie die Fahrt vorbereitet hat und wie mutig sie Tag für Tag ihr Ziel verfolgt. Wenn sie Südafrika hinter sich gebracht hat,  hält sie Kurs auf Australien, nach Hause. Zum Blog

16 jähriges Mädchen umsegelt die Welt

14 jährige steht in den Startlöchern. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass ein Mensch, noch dazu ein Mädchen, mutterseelenallein über die Weltmeere segelt. Lauern da nicht überall Gefahren ? Das Abenteuer, der Reiz des Unbekannten und die Freude am eigenen Mut, die Schönheit der Meere scheinen die normale Vernunft zu besiegen. Seit Oktober 2009 ist Jessica Watson, ein 16 Jahre junges Mädchen unterwegs. Von Australien über Neuseeland, hat sie nun die südamerikanische Spitze, das Kap Hoorn umsegelt. Kap Hoorn hat Willem Cornelis Schouten am 29. Januar 1616 entdeckt, was in den Geschichtsbüchern vermerkt wurde. Dass Francis Drake, berühmter englischer Seefahrer,  wahrscheinlich 30 Jahre früher das Kap umsegelt hat, wird aber vermutet. Mit solchen Berühmtheiten würde ich Jessica heute verglichen. Vielleicht ist sie die Inkarnation eines berühmten Seefahrers? (schmunzel).  Was lässt sich noch zu dieser Geschichte, die das Leben schreibt sagen, von ihrem Blog lässt sich entnehmen, dass sie die jüngste Weltumseglerin werden will. Segeln ist eine Sportart, die mir Bewunderung abringt. Da gehört Sachkunde, Disziplin und wenn es sich um Fahrten auf dem offenen Meer, bei allen Wettern handelt, eine gute Orientierung anhand der Geräte, aber auch Mut dazu. Bei der Umsegelung des Kap Horns hatte Jessica Watson mit vier Meter hohen Wellen. zu kämpfen. Egal, sie will als jüngste Weltumseglerin in die Rekordbücher. Als Mutter wäre ich fassungslos, als Bloggerin wünsche ich ihr alles Gute. 10.000 der insgesamt 23.000 Seemeilen hat sie hinter sich. Man verfolgt ihren Wettlauf weltweit und begrüßt sie mitunter auch herzlich an Landesgrenzen in Hoheitsgewässern. Mal sehen, was sich bis Juni ergibt. Dann will sie zurück in Australien sein. Vor einiger Zeit hatte ich erstmals gelesen, dass eine 14 jährige Niederländerin als jüngste Weltumseglerin in die Geschichte eingehen will. Ich frage mich nun, wann die drei jährigen Kinderkrippenabsolventen sich für dieses Hobby begeistern. In den Niederlanden haben Behörden Laura Dekker gemaßregelt, dazu verurteilt, die Schule zu besuchen und brav zu Hause bei Papa zu bleiben. Von ihr weiß ich, dass sie an Bord eines Seglers geboren wurde und es wundert mich nicht, dass es sie auf See zieht. Sie hat ja vom ersten Atemzug an frische Brise und den Wellengang im Gefühl. Vielleicht sucht sie unbewusst immer wieder dieses Erlebnis, so wie Kinder, die eine schwere Geburt erleben, sich unablässig, ein Leben lang Hürden organisieren. mehr bei Spiegel online